19.03.2019

1. Meeting-Inhalte klar kommunizieren

Jeder kennt es: Ziel des Meetings ist es, ein bestimmtes Problem zu besprechen. Doch seit dem letzten Meeting haben sich noch unzählige weitere Herausforderungen entpuppt. Fragen über Fragen. Es geht nicht wirklich voran, stattdessen verzetteln sich die Mitarbeiter.

Das muss nicht sein: Der zielgerichtete Austausch im Scrum kann den Zeitverlust entgegenwirken. Dafür sollten schon in der E-Mail-Einladung die konkreten Inhalte des Meetings an alle Parteien kommuniziert werden. So wissen alle Teilnehmer, welche Themen auf der Agenda stehen. Wichtig ist auch ein vorher festgelegter Regeltermin, um Verzögerungen zu vermeiden. 

2. Relevante Aufgaben zuerst

Scrum zeichnet sich vor allem durch regelmäßige Arbeitsabläufe aus – den sogenannten Sprints. In der Sprint Planung ist es wichtig, den Fokus auf die Aufgaben mit der höchsten Relevanz zu legen – nicht auf die, mit dem zeitlich höchstem Aufwand. In einem typischen Projektverlauf ändern sich die Prioritäten permanent. Daher liegt es in der Verantwortung des Product Owners, diese zu erkennen und abzubilden. 

3. Rollen konsequent leben, überfüllte Sprints vermeiden 

Im Scrum erhält jeder Beteiligte eine Rolle. So lassen sich die Tätigkeitsbereiche im Projekt eindeutig zuordnen, Verantwortungen klar definieren und Konflikte reduzieren. Dennoch wird das Hauptziel für Scrum-Teams leider häufig durch unerledigte Aufgaben und zu volle Sprints verhindert. Das lässt sich vermeiden, wenn jeder kontinuierlich den Projektfortschritt transparent darlegt und blockierende Abhängigkeiten rechtzeitig aufdeckt. 

Der Scrum-Master steht umso mehr in der Pflicht, dass Scrum-Regeln stets eingehalten werden. Am Ende eines Sprints kommen alle Beteiligten zusammen. Das Team bespricht anhand vorher festgelegter Kriterien – der sogenannte “Definition of Done” –  ob eine Aufgabe erledigt ist oder nicht. Erst dann sollten die nächsten Schritte geplant werden. 

4. Vorangegangene Sprints analysieren

Ein Rückblick auf die vergangene Projektphase mit Feedback von Kunden, Vorgesetzten und Kollegen trägt zu einer hohen Qualität bei. Denn so kann die Teamarbeit verbessert und der Projekterfolg sichergestellt werden. Fragen die das Scrum-Team dabei berücksichtigen sollte, sind etwa:

  • Was lief gut?
  • Was nicht so gut?
  • Sind wir gut in der Kommunikation miteinander?
  • Was können wir verbessern?
  • Wie legen wir die “Definition of Done” fest?
  • Sind wir mit dem Ergebnis weitergekommen?
  • Liegen wir gut in der Zeit im Sprint und insgesamt?

Fazit:

Die konstante und zielgerichtete Kommunikation sowie maximale Transparenz über Abläufe sind der Schlüssel zum Erfolg. Gelingt es einem Unternehmen Scrum richtig umzusetzen, ist laut Jeff Sutherland eine um bis zu 400 Prozent höhere Produktivität möglich.