26.08.2014

Unternehmen, User und Stakeholder sind daran gewöhnt, ihre Tweets mit passenden Hashtags zu versehen. Auf Facebook findet man die Raute genauso wie auf Instagram. Doch noch lange nicht jeder Nutzer kennt sich mit dem nützlichen Zeichen aus. Grund genug, der Raute diesen Artikel zu widmen. In den folgenden 6 Tipps erfahren Sie, wie Sie Hashtags sinnvoll einsetzen.

Was ist ein Hashtag und wie setzt man ihn ein?

Setzt man unmittelbar vor ein Wort das Rautezeichen – wie etwa bei dem Begriff #socialmedia – verschlagwortet man ein Keyword. Ein Hashtag darf dabei keine Leerzeichen zwischen den Wörtern enthalten, sonst funktioniert er nicht. Ebenso wenig ist ein Schlagwort mit reinen Zahlen möglich. Jeder Nutzer, der auf Twitter oder Facebook nach einem konkreten Hashtag sucht, wird passende Beiträge von Marken und Medien dazu finden. Ein Hashtag zahlt also direkt auf die Sichtbarkeit eines Postings ein. Im Idealfall deckt die Verschlagwortung Themengebiete oder Trends ab, die die eigene Zielgruppe interessiert. Der Hashtag ist groß geworden auf dem Nachrichten-Portal Twitter, doch längst dient die Raute der Verschlagwortung im gesamten digitalen Raum. Jeder Nutzer kann sich dabei Hashtags ausdenken – die Vielfalt ist unbegrenzt. Doch der sinnvolle Einsatz will gelernt sein. Mit den folgenden 6 Tipps erreichen Sie Ihre Marketing-Ziele:

Tipp 1: Etablierte Hashtags nutzen

Um mit der Konversation in den sozialen Netzwerken zu starten, ist es sinnvoll auf etablierte Schlagworte zu setzen, die zu Ihrem Business passen. Bevor Sie eigene Hashtags kreieren, steht ein Benchmark an, der die gängigsten Hashtags aufdeckt. Wollen Sie beispielsweise im Fashion-Bereich tweeten, bieten sich die Schlagworte #mode, #onlineshop oder schlicht und ergreifend #fashion an. Aber auch konkrete Produkte oder Stile lassen sich verschlagworten. #Minirock findet sich genauso wieder wie #streetwear. Beachten Sie stets die Faustregel: Nur was gesucht wird, kann auch gefunden werden.

Tipp 2: Hashtags gezielt einsetzen

Je mehr Hashtags in einem Post, desto besser? Die Antwort lautet hier ganz klar: Nein! Hashtags sollten stets mit Bedacht gesetzt werden. Zwei Schlagworte pro Post sind ideal, um eine optimale Sichtbarkeit zu gewährleisten. Es macht wenig Sinn so gut wie jedes Wort zu verschlagworten, da die User den Tweet oder Facebook-Post so nicht mehr kategorisieren und gut lesen können.

Tipp 3: Eigene Hashtags setzen

Natürlich spricht nichts dagegen eigene Hashtags zu kreieren, über die Ihre Zielgruppe Sie “verfolgen” kann. Achten Sie darauf, dass der Hashtag einprägsam und kurz ist. TWT twittert beispielsweise jährlich zur Leitmesse dmexco unter dem Hashtag #twtdmexco. Kunden und Follower können sich so unmittelbar über unsere Aktivitäten, Erkenntnisse und Trend-News zur dmexco erkundigen.

twt dmexco

Sobald der eigene Hashtag etabliert ist, sollte der zuständige Social Media-Manager die Konversation rund um das eigene Schlagwort scannen und kann so direkt an Gesprächen der eigenen Follower teilnehmen. Viel zu oft klappt dies bei Hashtag-Kampagnen nicht, da die Integration komplett an der Zielgruppe vorbeigeht. Zu beobachten war dies bei der diesjährigen WM. Hashtag-Phrasen wie #FanForceOne von Bitburger erreichten so gut wie keine deutschen Twitter-Erwähnungen. Das es auch anders geht, zeigen anlassbezogene Hashtags wie die berühmte #Gänsehautentzündung von Mehmet Scholl oder die Verlosungsaktion #ManuelsKoffer der Allianz.

Gerade in der Offline-Nutzung hat die Raute bereits eine leichte Abnutzungserscheinung, die Zielgruppen nicht mehr erreicht. Zahlreiche Wahlplakate wurden bereits mit regelrechten Hashtag-Slogans versehen. Als Meta-Tag in der digitalen Welt ist und bleibt der Hashtag allerdings federführend.

Tipp 4: Anlassbezogen verschlagworten

Netzwerke wie Twitter und Facebook leben von der Interaktion in Echtzeit. Bei der WM in Brasilien boomte das Echtzeitmarketing gleichermaßen bei Sponsoren, Medien und Unternehmen. #BRAGER, #WM2014 oder bissige Kommentare zu Uruguays Spieler #Suarez belebten die sozialen Netzwerke. Insgesamt wurden laut Twitter 672 Millionen Tweets rund um die WM 2014 geteilt. Mit einer interaktiven Karte ließen sich die Spiele sogar einzeln global verfolgen.

globale Karte Twitter (Bildquelle: blog.twitter)

Tipp 5: Netzwerke verlangen nach individueller Handhabung

Hashtags werden aktuell vorwiegend auf folgenden Netzwerken gesetzt:

  • Twitter
  • Facebook
  • Pinterest
  • Instagram

Auf Twitter, Facebook und auch Pinterest werden die Schlagworte eher zurückhaltend gesetzt, so dass man selten mehr als drei Hashtags in einem Post finden wird. Auf Pinterest sprechen die Bilder beispielsweise für sich und werden zur besseren Auffindbarkeit mit zentralen Begriffen zum Bild versehen. Ganz anders verhält es sich auf dem Bildernetzwerk Instagram. Hashtags dienen hier zur Beschreibung des Bildes, damit sie von anderen Usern überhaupt gefunden werden. Je stärker Sie hier Hashtags setzen, desto besser. Jedes Netzwerk benötigt daher eine individuelle Handhabung.

Tipp 6: Grüßen Sie beim Follower Friday

Zu guter Letzt gilt es eine Netiquette auf Twitter einzuhalten. Jeden Freitag wird unter dem Hashtag #FF der sogenannte Follower Friday veranstaltet. Über den Hashtag und mittels einer @Verlinkung grüßt man Follower oder Meinungsführer im Web, die man für seinen eigenen Account gewinnen möchte. Gesehen und gesehen werden lautet also die Devise.

[caption id="attachment_16473" align="aligncenter" width="583"]Follower Friday Beispiel-Tweet eines #FF[/caption]

 

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