04.08.2015

Die Customer Journey bietet potenziellen Kunden nicht nur Chancen für einen Kauf, sondern auch immer wieder Hürden, die den Prozess erschweren können. Online-Händler, die solche Herausforderungen identifizieren und vermeiden, werden durch höhere Conversion Rates und mehr Umsatz belohnt. Hier erfahren Sie, welche Aspekte dabei wichtig sind.

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Eine langfristige Verbesserung der Conversion Rate ist für beinah jeden Online Shop-Betreiber ein grundlegendes Ziel für den weiteren Erfolg. Von der Gewinnung des Kunden bis hin zum Abschluss eines Bestellvorgangs, existieren unterschiedliche Faktoren, auf die gezielt Einfluss genommen werden kann, um eine bestmögliche Conversion Rate zu gewährleisten.

Stolperfalle Warenkorb

Laut einer Studie zum Thema “Conversion Rate Optimierung” brechen 92 Prozent der Besucher einen Kaufvorgang ab, noch bevor sie das erste Produkt in den Warenkorb gelegt haben. In den meisten Fällen liegt es daran, dass User den gewünschten Artikel nicht gefunden haben. Weitere 6 Prozent brechen einen Kauf ab, obwohl sie bereits Produkte in den Warenkorb gelegt haben. Meist sind komplizierte Kaufvorgänge oder versteckte Lieferkosten der Grund dafür. Bilden Sie Versandkosten deshalb immer gut sichtbar auf der Produktdetailseite ab.

Ergänzende Services wie z.B. ein Echtzeitassistent mithilfe eines Chats hilft dabei, Fragen direkt zu beantworten oder personalisierte Rabatte anzubieten. Auch mangelnde Zeit ist oft ein Faktor für einen Kaufabbruch. Machen Sie Ihren Kunden den Einkauf deswegen so angenehm und nutzerfreundlich wie möglich.

Hier finden Sie die wichtigsten Tipps im Überblick:

1. Registrierung vereinfachen

Eine aufwändige Registrierung während des Checkout-Prozesses kann in vielen Fällen kontraproduktiv für Ihre Konversion sein. Die Eingabe unzähliger Daten bedeutet für Ihre Kunden Aufwand und Zeit, wovon die meisten Menschen zu wenig haben. Der Checkout-Prozess verlängert sich so unnötig und treibt die Gefahr eines Kaufabbruchs enorm in die Höhe. Vereinfachen Sie Ihren Registrierungsprozess so weit, wie es geht. Zusätzliche Daten können Sie nach dem Kauf noch erfragen, falls Sie auf die gewünschten Datensätze nicht verzichten möchten.

2. Content zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Wo auf der Seite Content positioniert wird, ist ein entscheidender Punkt für eine erfolgreiche Conversion Rate und auch hier gibt es verschiedenste Test-Möglichkeiten. Sind Website-Besucher gewillt, für hochwertigen Content mit persönlichen Informationen zu “zahlen”? Probieren Sie ebenfalls, verschiedene Tonalitäten und Stile aus und testen Sie, welche bei Ihrer Zielgruppe besser ankommen. Scrollen Ihre Besucher lieber, um an bestimmten Content zu gelangen oder klicken sie lieber durch unterschiedliche Seiten? Auch Merkmale wie Textumfang, Schriftart und -größe sollten immer wieder überprüft werden. Nutzen Sie Bewertungen oder Ratings? Hier lohnt sich ebenfalls ein Testing, welche Portale gut angenommen werden und welche eher weggelassen werden können.

3. Gutscheincodes – Gewusst wie

Integrieren Sie Gutscheincodes erst auf der Payment-Seite, um den Kaufvorgang nicht unnötig zu unterbrechen. Präsentieren Sie die Funktion dabei als einfachen Textlink, der erst bei einem Klick das Eingabefeld für den Gutschein anzeigt. So lenken Sie Ihre Käufer nicht ab und Nutzer, die einen Code besitzen, werden die Funktion dennoch schnell und problemlos finden.

4. Userprofile anlegen

Wer seine Kunden zum Kauf bewegen möchte, muss wissen, was der Kunde will. Dazu sind Kundenprofile sehr hilfreiche Tools. Legen Sie für jeden Kunden ein individuelles Userprofil an, in dem Sie Daten erfassen wie z.B.:

     

  • Verhalten auf der Website
  • genutzte Endgeräte
  • Ortsangaben
  • Social Media-Daten
  • Cookies
  • durchgeführte Web-Suchen
  •  

Ergänzend zu den Daten aus der Kundenregistrierung erhalten Sie ein sehr detalliertes und individuelles Bild des Kunden. Nutzen Sie diese Informationen und schneidern Sie Angebote, Mailings, Produktanzeigen und vieles mehr personalisiert zu. Sie wissen bereits, welche Kleidergröße Ihr Kunde hat, denn er hat bereits mehrere Produkte bei Ihnen gekauft. Zeigen Sie ihm die ausgewählten Waren direkt in der richtigen Größe an. Der Kunde freut sich und der Artikel landet schnell im Warenkorb.

5. Suchergebnisse personalisieren

Auch Suchergebnisse sollten optimalerweise personalisiert werden, denn der Nutzer liebt Relevanz. Der Kunde interessiert sich meist für das gleiche, ähnliche oder ergänzende Produkte. Dazu steuert er in vielen Fällen immer wieder dasselbe Untersortiment an oder gibt ähnliche Suchbegriffe ein. Ein Mann sucht in einem Mode-Shop vorzugsweise nach Herren-Mode und wird eher selten die Bereiche Damen oder Kinder aufsuchen. Zeigen sie ihm deswegen, die für ihn relevanten Produkte direkt auf der Startseite an. Er interessiert sich stets für dieselbe Marke? Dann bieten Sie ihm zusätzliche Produkte dieser Marke proaktiv an.

6. Mobile Shopper mögen es einfach

Rund 64 Prozent der Besitzer von Mobile Devices verwenden ihre Endgeräte auch für mobiles Shopping. Shop-Betreiber sollten ihre Markenwelt deshalb auch mobil für den Kunden erlebbar machen. Doch Vorsicht: Was auf dem Desktop gut ist, ist auf dem kleinen Screen oftmals nicht praktikabel. Mobile Shopper haben tendenziell wenig Zeit. Eine überschaubare Startseite ist gerade für den mobilen Bereich entscheidend. Kunden möchten auf den ersten Blick eine gute Übersicht haben und sich schnell zurecht finden. Bieten Sie ihm deswegen:

     

  • Einfach zugängliche Warenkörbe
  • Userfreundliche Produkt- und Preisvergleiche
  • Abfragen des Lieferstatus
  • Schnelle Ladezeiten
  • Einfache Bedienbarkeit
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Vermeiden Sie, im Mobile Shop Videos und hochauflösende Bilder einzubunden, da sie die Ladezeiten deutlich erhöhen.

7. Hilfreiche Formulare anbieten

Es ist kein Geheimnis: Kunden mögen keine Formulare. Machen Sie ihm das nötige Übel deshalb so schmackhaft wie nur möglich. Erklären Sie ihm mithilfe kleiner Infofelder, warum eine bestimmte Information (z.B. Telefon oder Geburtsdatum) benötigt wird. Optimieren Sie außerdem Ihre Fehlermeldungen. Ein freundlicher und humorvoller Ton kann hier sehr hilfreich sein. Statt der Meldung “Fehler” kann ein “Ups, hier ist wohl etwas schief gegangen. Bitte füllen Sie das Feld XY noch aus.” für eine positive User Experience sorgen.

Fazit

Die Steigerung der Conversion Rate ist für Online-Händler ein strategischer Erfolgsfaktor, der stets im Blick behalten werden sollte. Zusammen mit Ihnen optimieren wir Ihren Shop und machen Sie fit für die Digitale Transformation.