17.10.2011

Online-Shopping steht in Deutschland hoch im Kurs, demnach kauft jeder Deutsche durchschnittlich fünfmal im Jahr online ein. So beziffert beispielsweise der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (BVH) in seiner aktuellen Prognose den Gesamtumsatz im interaktiven Handel auf 20,89 Milliarden Euro. Die neue ACTA 2011 Studie der Allensbacher Computer- und Technik-Analyse unterstreicht diesen Trend und zeigt, dass neben dem klassischen Online-Shopping  zudem das mobile Shoppen mehr und mehr an Bedeutung gewinnt. Hier wächst laut Analysten der Einfluss  des mobilen Internets auf das Kaufverhalten besonders. Bereits 19 Prozent der 1,85 Millionen Mobilen Internetnutzer kaufen online ein.

 

Wachstumstreiber: Vielbesteller

Speziell Wiederholungskäufer gewinnen im E-Commerce maßgeblich an Bedeutung. Mehrfach- und Vielbestellern gelingt mit einem Anteil von 34 Prozent erstmals der Sprung an die Spitze. Gelegenheitsbesteller rücken dagegen von 33 auf 30 Prozent zunehmend in den Hintergrund. Die neue ACTA 2011 Studie unterstreicht diesen Trend und zeigt mit einem erwartenden Anteil von Vielbestellern einen Anstieg von 17 Prozent der Bevölkerung auf.

Das E-Commerce-Wachstum resultiert somit insbesondere aus dem Verhalten der aktiven Online-Käufer. Im Gegenzug verliert die Zielgruppe der Neukunden und gelegentlichen Online Käufer an Boden. Allerdings setzen etliche E-Commerce Projekte vor allem auf diese Gruppe an Verbrauchern.

Konkurrenz für den stationären Handel?

Auf der einen Seite profitiert der Versandhandel bedeutend von dem E-Commerce Bereich, auf der anderen Seite ist die Zukunft des stationären Handel infolgedessen nicht absehbar. Die ACTA 2011 Studie macht dies an einem Beispiel der Digitaltechnik und Unterhaltungselektronik deutlich. Demzufolge werden technische Geräte bevorzugt im Internet gekauft. Gegenüber dem Vorjahr hat der Kauf im stationären Handel um 2 Prozent nachgelassen und im Internet um 10 Prozent angestiegen.

In der Gruppe der 14- bis 69-jährigen kaufen im Jahr 2011 etwa 20 Prozent mehr Verbraucher technische Geräte bei großen Internethändlern wie Amazon. Der stationäre Verkaufskanal bei technischen Geräten bleibt etwa bei Discountern wie Aldi und Lidl unberührt.

 

Wo informieren sich Käufer im Internet?

Darüber hinaus prägen Online-Bewertungen zu Produkten wie etwa der Unterhaltungselektronik mit 93 Prozent die Kaufentscheidungen der Kunden. Verbraucher die online Produkte kaufen, informieren sich in der Regel im Internet dadrüber. Den höchsten Überzeugungswert bieten dabei mit 81 Prozent Bewertungen oder Kommentare anderer Nutzer in Foren oder Blogs. Darauf folgen Preisvergleiche, Testberichte aber auch die Internetseite des Herstellers oder Anbieters. Dennoch gibt im Gegenzug nur ein geringer Teil der Internetnutzer regelmässig Bewertungen oder Kommentare über Produkte oder Dienstleistungen ab. 80 Prozent haben dies sogar noch nie oder seit geraumer Zeit nicht mehr gemacht.