20.11.2012

Zum Controlling von Webseiten gibt es unzählige Tools und Systeme, mit denen Sie detailliert Informationen über die Nutzung Ihres Internetauftritts erhalten. Doch wie sieht es mit Ihrer App aus? Wissen Sie wieviele Downloads Sie vergangenen Monat hatten oder wie oft Ihre App im Offline-Modus genutzt wird? Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Apps am besten tracken und was Sie beachten sollten.

Download- und Verkaufszahlen von Apps messen

Die Messung der Download- und Verkaufszahlen ist relativ einfach, da sie beim Hochladen einer App in einen Store inklusive ist. Auf diese Weise sind, mehr oder weniger, ausführliche Auswertungen der App-Downloads verfügbar. Der Dienst iTunes connect konzentriert sich ausschließlich  auf das Wesentliche und stellt lediglich die Statistiken der täglichen und wöchentlichen Anzahl neuer Installationen und Update-Downloads, der Nutzerbewertungen sowie der Aufschlüsselung dieser Zahlen auf die einzelnen Länder-Stores bereit. Um die Archivierung der Zahlen muss der App-Anbieter sich dann jedoch selber kümmern, da Daten nur für drei Monate gespeichert werden.

 

Das Store-Statistik-Tool Google Play Developer Console bietet da schon ein paar mehr Funktionen, wie beispielsweise die Anzahl aktiver Installationen oder die Unterscheidung nach Mobilfunktanbieter. Doch wer es wirklich genau wissen möchte, sollte Anwendungen nutzen, die zusätzliche Informationen sammeln und über verschiedene Stores aggregieren.

Die App Annie fasst Store-Daten von iTunes und Android benutzerfreundlich zusammen und bietet ein Archiv an, so dass Sie stets auf ältere Daten zurückgreifen können.

  

Nutzung innerhalb von Apps tracken

Downloadzahlen sind zwar wichtige Kennzahlen, doch wer genauere Informationen über die tatsächliche Nutzungsweise der App haben möchte, sollte seine App mit Web Analytic-Maßnahmen tracken. Der einfachste Weg ist die Integration eines Tracking Codes innerhalb der App. Es gibt jedoch bei Apps einige Unterschiede zum herkömmlichen verpixeln von Webseiten:

  • Offline-Tracking muss bedacht werden: Der Tracking-Code muss für das Offline-Tracking über eine Caching-Funktion verfügen, die die Aktionen zwischenspeichert bis der Nutzer wieder online ist.
  • Einige App-Stores haben in ihren AGBs spezifische Restriktionen für das Tracking, die berücksichtigt werden müssen. Hält man sich nicht an diese Regelungen, droht ein Ausschluss der App aus dem Store.
  • Seitenaufrufe sind in einer App oftmals nicht entscheidend. Viel wichtiger ist das Tracking von Events innerhalb der Seite, entsprechend dem Event-Tracking innerhalb von Webseiten.
  • Apps haben unterschiedliche Versionen, die separat getrackt werden sollten.

Trotz der Unterschiede können teilweise dieselben Web Analytic Systeme beim App-Tracking zum Einsatz kommen. Ein Software Development Kit (SDK) von Google Analytics bietet die oben genannten Funktionen Event- und Offline-Tracking an. Auch andere gängige Web-Controlling-Anbieter, wie z.B. Omniture oder Piwik, verfügen bereits über ein SDK. Es lassen sich mit der Implementierung eines normalen Web Analytic Systems folgende Kennzahlen gut verfolgen:

  • Nutzungsdauer
  • New Visitors
  • Unique Visitors
  • Verwendete Systeme und Bildschirmgrößen
  • Bildschirmansichten
  • Ereignisse
  • Conversions

App Analytics und Store-Statistiken verbinden

Die Verknüpfung der in-App-Auswertungen mit den Download- und Verkaufszahlen aus den Stores ist bisher noch nicht ausgereift. Das SDK von Google bietet mit den neuen mobilen Reports zwar schon etwas in die richtige Richtung, bei Apple ist man jedoch noch nicht soweit. Durch ein solches Tool würde die Preisfindung von In-App Purchases oder Upsellings deutlich erleichtert werden.