17.06.2015

Smartwatches, Fitness-Armbänder und smarte Datenbrillen halten immer mehr Einzug in unseren Alltag. Der aktuelle Hype um den Verkauf der Apple Watch zeigt, dass Wearables nicht nur Fans des kalifornischen Unternehmens begeistern, sondern bereits die breite Masse erreicht haben. In Kombination mit den passenden Apps werden die tragbaren Gadgets zu wahren Helfern für alle Lebenslagen. In diesem Zuge muss jedoch die App-Entwicklung gänzlich neu durchdacht werden. Kleinere Screens und der Wechsel zwischen Smartphone und Wearable stellen Designer vor neue Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen.

Ob WhatsApp, Dropbox, Amazon Shop oder Gmail: Apps sind zu einem festen Bestandteil in unserem Leben geworden. Dies zeigt die Art, wie wir interagieren. Immer häufiger bedienen wir Screens und smarte Anwendungen, wie Best Practices von Coca-Cola und Tesla zeigen. Das Kaltgetränk lässt sich bei neuen Coca-Cola-Automaten nur noch über Touchscreens ziehen. Im High-End-Auto Tesla Modell S wird das traditionelle Amaturenbrett durch ein Display ersetzt, über das sich virtuelle Applikationen abrufen lassen. Diese Art der Interaktion prägt nicht nur die Generation Y.

Eine hohe Usability und ein ansprechendes Design erhöhen die Interaktion dabei um ein Vielfaches. Designs, die sich an den Screen sowie das Endgerät anpassen, sind bereits zum Standard geworden. Neben der Anpassung für Smartphones und Tablets treten nun weitere Geräte auf die Design-Bühne: die Wearables. Hier reicht die Anpassung des Codings nicht mehr aus. Neue Design-Prozesse sind gefordert.

Wearables bedingen anspruchsvolle Designs

Apps für Geräte wie die Apple Watch zu entwerfen, zieht einen komplexen Prozess nach sich. Die Anwendung muss in einem in sich geschlossenen System funktionieren, das sich sowohl über mehrere Nutzungsmöglichkeiten als auch Endgeräte erstreckt. Allein die Anzahl der Android-Smartwatches ist in den letzten Jahren enorm gestiegen und für Laien nur schwer zu überschauen.

Zudem unterscheidet sich das Nutzungsprofil bei Smartwatches essentiell von denen auf Smartphones oder Tablets. Die Interaktionszeit ist stark verkürzt, wird dafür aber häufiger in Anspruch genommen. Wird die Apple Watch als Begleitgerät zum iPhone verwendet, springt das Design zum Beispiel innerhalb der Bildschirmgröße.

Die Lösung liegt im konzeptuellen Design

Eine einfache Design-Anpassung an diverse Bildschirmgrößen reicht vor dem Hintergrund der immer erfolgreicheren Wearables nicht mehr aus. Apps müssen heute von Gerät zu Gerät optimal nutzbar sein. Das Design und die mobile Entwicklung sollten zudem gewährleisten, dass der Nutzer intuitiv durch die App geleitet wird. Wie das gelingt, zeigen die folgenden Tipps.

7 Tipps für das App-Design auf Wearables

  • Content reduzieren: Der Platz auf einer Smartwatch ist sehr gering, sodass nur die wichtigsten Informationen über die App ausgespielt werden sollten.
  • Auf eine intuitive Steuerung setzen: Die App wird nur dann genutzt, wenn sie Spaß macht und dabei einfach zu bedienen ist.
  • Geringes Datenvolumen beachten: Während des Design-Prozesses, ist auf eine geringe Ladezeit der App zu achten. Schlanke Grafiken unterstützen eine schnelle Anfrage der App.
  • Wechsel zwischen den Geräten ermöglichen: Beachten Sie, dass der Nutzer häufig zwischen Smartwatch und Smartphone wechseln wird und die App somit nicht nur auf einem Endgerät benutzt.
  • Interaktive Elemente einbauen: Setzen Sie auf Animationen und andere Mittel, um Benutzer durch die App zu führen. Hier spricht man vom sogenannten Application Flow.
  • Das eigene Corporate Design integrieren: Was offensichtlich erscheint, wird dennoch viel zu oft vernachlässigt. Das eigene Logo sollte z.B. im Header der App erscheinen.
  • Testen, testen, testen: Das Design ist auf dem jeweiligen Gerät zu testen. Nutzen Sie die Devices und dessen Funktionen, um für Endgeräte optimal zu designen.

Die Zukunft des App Designs

Eine durchdachte visuelle Umsetzung der App ist der Schlüssel, um Nutzer von Wearables abzuholen. Moderne Design-Tools bilden die Komplexität der App-Gestaltung ab. Sie wünschen sich Unterstützung beim App-Design? Fragen Sie unsere Experten!

(Quelle: techcrunch.com / Bild: Apple)