24.02.2017

Messenger werden immer bedeutender für die Kundenkommunikation, denn der Einsatz verbessert die User Experience und ermöglicht den direkten Austausch mit Nutzern. Kunden halten sich hier auf und können so ideal erreicht werden. Unternehmen werden der gestiegenen Geschwindigkeit der Kommunikation gerecht. In Deutschland ist der Facebook Messenger am bekanntesten. Doch der asiatische Markt holt auf. Sowohl WeChat aus China als auch Line aus Japan sind äußerst marketingorientiert ausgerichtet. Sie bieten:

  • Unternehmensprofile
  • Chatbots
  • eine mobile Plattform, über die man von der Versicherung bis zum Mietwagen alles bekommt

WeChat: Mehr als ein WhatsApp-Klon

Die Marketing-Plattform aus China wurde in 20 Sprachen übersetzt und wird in 200 Ländern genutzt. Neben Text-, Bild- und Video-Nachrichten können Nutzer darüber hinaus mobil bezahlen; in Online-Shops surfen; Spiele installieren und Taxis buchen. Die App ist eine mobile Zentrale im Leben vieler Chinesen. 

WeChat bietet offizielle Brand-Accounts. Bereits mehr als neun Millionen öffentliche Accounts existieren, darunter Marken wie Adidas, Nike, Starbucks oder Pepsi. Die Marken bieten Informationen zu ihren Produkten oder bieten Coupons für den Shop an. Brands schaffen so einen vollständigen Web-Auftritt innerhalb des Messengers. Die Profile der Marken sehen dabei schlicht und übersichtlich aus:

LINE – Chat-Portal und Soziales Netzwerk in Einem

2016 konnte der Dienst 215 Millionen aktive Nutzer verzeichnen. Das Besondere an LINE: Es ist eine Kombination aus Chat-Portal und sozialem Netzwerk. Firmen können auch hier Profile erstellen und Nachrichten an potenzielle Kunden versenden. In der freien Version ist die Anzahl der Nachrichten auf 1.000 beschränkt; in der Bezahlvariante kann sie beliebig aufgestockt werden. Bei LINE haben Unternehmen die Möglichkeit auf einer Timeline Beiträge zu teilen, die kommentiert und geliked werden können. Postet ein Unternehmen Neuigkeiten, werden die Nutzer direkt informiert. 

LINE im eCommerce

Der Messenger lässt sich auch für eCommerce-Zwecke einbinden. Kunden können direkt Produkte bestellen oder Coupons sammeln. Mit LINE Pay wird ein integrierter Bezahldienst angeboten, über den Zahlungsabwicklungen per Kreditkarte vorgenommen werden können. Des Weiteren können Unternehmen markenspezifische Sticker entwickeln, die Nutzer in ihren Nachrichten verwenden können. Brands haben so eine hohe Viralität innerhalb des Messengers. 

Ein Beispiel für spezifische Sticker liefert der Fußball-Verein FC Barcelona. Die Spieler sind allesamt als Edition verfügbar. 

Für alle Disney-Liebhaber findet sich eine tolle Sammlung von Stitch-Stickern. Diese Content-Form ist vor allem bei der jungen, socialmedia-affinen Generation beliebt. 

Bei der Sprachnachricht von Sängerin Taylor Swift werden Teenie-Herzen höher schlagen. Folgt man dem Account, erhalten Nutzer automatisch eine Begrüßung per Sprachnachricht. 

Zu LINE haben bereits viele Sport-Clubs ihren Weg gefunden. Vorreiter der Bundesliga ist hier der FC Schalke 04.

Fügt man den Verein zu seiner Liste hinzu, werden an Spieltagen automatisch Nachrichten mit der Aufstellung versendet oder zum Matchday via Foto aufgerufen. Sendet man ein Kommentar, erhält man jedoch als Antwort, dass nicht jedem User eine weitere Antwort gesendet werden kann. Das gelingt dem FC Barcelona etwas besser: Schreibt man als User zurück, bekommt man Tipps für weitere Informationen über den Verein und einen Hinweis auf die Sticker.

Fazit

Die Kombination aus Chat-Portal, sozialem Netzwerk und Vertriebskanal bietet spannende Ansätze für die Unternehmenskommunikation. Wann der Hype um die beiden asiatischen Messenger auf Europa überschnappt, wird sich zeigen. Doch schon jetzt sollten Marken die Möglichkeiten erschließen und Messenger-Marketing auf die Agenda schreiben. Wir beraten Sie gerne.