16.11.2017

Möglich ist dies durch die Einführung der Event-Steuerung. Bei diesem Verfahren benachrichtigt ein Softwareprogramm ein anderes Programm oder Gerät über eine Prozessänderung. Das heißt, der nächsten Arbeitsschritt einer Prozesskette wird erst angestoßen, sobald der vorherige fertiggestellt wurde. Vorher starteten Prozessketten zu einer bestimmten Uhrzeit, waren also zeitgesteuert. War der Prozess noch nicht abgeschlossen, lief der neue ins Leere, da er keine Daten verarbeiten konnte. Erst wenn der Prozess manuell neu gestartet wurde, konnten die einzelnen Schritte wieder korrekt ausgeführt werden.


Neue Möglichkeiten durch Automatisierung und künstliche Intelligenz

Durch die Event-basierte Steuerung greifen Arbeitsprozesse ineinander über, allerdings können sie noch nicht intelligent handeln. Eine intelligente Automatisierungsplattform könnte zum Beispiel sicherstellen, dass bis zu einem bestimmten Zeitpunkt alle Rechnungen für den Monatsabschluss geschrieben sind. Für eine schnellere Verarbeitung kann sie dann mehr Server heranziehen oder der Datenübertragung mehr Bandbreite zuweisen. Ist die Automatisierungs-Software lernfähig könnte sie für zukünftige Prozesse die Ressourcen so verteilen, dass der Zeitplan eingehalten wird und kein Administrator mehr manuell Kapazitäten dazu buchen muss.

Business-Ziele schneller und einfacher erreichen

Die Intelligenz kann die Einhaltung von Service Level Agreements deutlich vereinfachen. Prozessdauer und - kosten können von der Fachabteilung vorgegeben und dann direkt durch das Automatisierungssystem umgesetzt werden. Abteilungen können so gemeinsam schnell analysieren, welchen Zeitaufwand und welche Ressourcen benötigt werden, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. 

Die drei Dimensionen der intelligenten Automatisierung

Um die intelligente Automatisierung umzusetzen, werden folgende Dinge benötigt.

  1. Intelligente Automatisierungs-Infrastruktur: Sie sammelt und analysiert Telemetrie-Daten, wertet Events aus und behebt bzw. stellt Anwendungen nach Fehlern wieder her.
  2. Intelligente Automatisierungsplattform: Die Plattform nutzt maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz. Auch unterstützen Sie datengestützte Entscheidungen, handeln pro-aktiv und konfigurieren permanent, um die gesetzten Ziele zu erreichen.
  3. Intelligente Anwenderschnittstellen: Diese Schnittstellen können genutzt werden, um einfache Sprachbefehle an die Automatisierungs-Software zu geben.

Fazit

Derzeit arbeiten Hersteller von Automatisierungs-Software an der Realisierung solcher Systeme. Bis dies aber vollständig genutzt werden können, müssen noch weitere Fortschritte in anderen Disziplinen, wie beispielsweise des Natural Language Processing oder beim Thema künstliche Intelligenz gemacht werden.