16.07.2014

Als Google 2011 sein eigenes soziales Netzwerk ins Leben rief, gab es viele Skeptiker. Doch in drei Jahren hat sich das Netzwerk gut entwickelt und nun bedeutende Trümpfe in der Hand. 

Der „Social Media Atlas 2013” von Faktenkontor aus Hamburg zeigt, dass Google+ einen Sprung in der Liste der beliebtesten Plattformen in Deutschland gemacht hat. 41 Prozent der Befragten nannten Google+ als ihr beliebtestes Netzwerk – das entspricht einer Steigerung von 8 Prozentpunkten. Facebook liegt mit 92 Prozent weiterhin unangefochten an der Spitze, aber das schmälert den Einfluss von Google+ überhaupt nicht. Im Gegenteil: Das Netzwerk wird für SEO-Maßnahmen immer bedeutender. Der “+1-Button” zahlt direkt auf die Sichtbarkeit des Contents innerhalb der Suchmaschine ein. Für Unternehmen bedeutet dies: Inhalte veröffentlichen, von denen erhofft wird, dass viele Leute sie mögen und sie mit ihrem Netzwerk teilen oder diese empfehlen.

Die Stärke von Google+ liegt demnach in den Verknüpfungen und das, was außerhalb des Netzwerks geschieht, so das Fachmagazin LEAD digital. Das unterscheidet die Plattform auch essentiell von Facebook. Hier spielt sich so gut wie alles innerhalb des Netzwerks ab, sprich je mehr Interaktionen ein Content-Element in Facebook erhält, desto besser für die Sichtbarkeit des Marken-Accounts. Die Inhalte bei Google+ beeinflussen aber direkt die externe Sichtbarkeit von Unternehmen. Geteilte oder mit einem +1-versehene Inhalte beeinflussen den Suchindex von Google positiv. Das Feature Author-Tags ist hier eine gute Ergänzung und soll als eine Art Qualitätsmerkmal für Content im Web stehen.

 

Google Rel-Authorship richtig nutzen

Das rel-Tag und die dazugehörigen Attribute “author” und “publisher” (genutzt von Unternehmen mit mehreren Autoren) bringt HTML-Dokumente mit Google+-Profilen oder verweisenden URLs in Verbindung. Das Authorship Markup wird mittels des rel-Tags in die Meta-Angaben eines Dokumentes eingebunden. Ein Google+-Profil, das mit der Website über das Tag rel=author verbunden wird, ist hierbei ein Muss. Wie bei anderen Bewertungskriterien für Websites überprüft Google auch hier verweisende Quellen, und belohnt gute Links mit einer vorderen Position in den Suchergebnissen und der Möglichkeit, die Klickraten zu steigern. In den Suchergebnissen werden Texte mit Author-Tag mit einem Bild des Autoren dargestellt, wodurch die Links aus der Masse herausstechen und die Wiedererkennbarkeit erhöht wird. Ist der Autor des Textes für den Suchenden erkennbar und gehört dieser zu seinen Lieblingsautoren, wird die Wahrscheinlichkeit höher sein, dass der User auf den Link klickt.

 

Google+ als virtueller Showroom

Ein weiterer Pluspunkt ist das einfache Hochladen von Bildern bei Google+. Produktfotos und emotionale Bilder begeistern die Nutzer zunehmend und werden gerne geteilt. Google+ bietet dabei eine exzellente Darstellung von Fotos und anderen Bildmaterialien. Modeunternehmen, Autombilhersteller oder Brands im Food-Marketing profitieren hier auf ganzer Linie.

Google+ bietet Unternehmen gänzlich andere Vorteile als Facebook. Die Plattform hat zwar nicht so viele aktive Nutzer wie Zuckerbergs Netzwerk, dafür wird keine Reichweite gekürzt und die Markenkonkurrenz ist geringer. Die Beiträge werden direkt in den Suchindex von Google aufgenommen und steigern so die Visibilität der eigenen Inhalte.