22.10.2013

Es wird gepostet, gemailt, geshoppt und getwittert: 120 Millionen Datensätze werden jeden Monat allein bei Facebook publiziert. Jeder einzelne von uns ist zu einem Datenproduzenten geworden und somit Teil von “Big Data”. Wie Big Data die Welt umkrempelt und mit welchen neuen Geschäftsmodellen Unternehmen den Markt erobern können, erfahren Sie hier.

Big Data ist zu DEM Schlagwort in der IT-Branche geworden. Unternehmen sehen sich heutzutage mit immer größeren Datenmengen konfrontiert. Rechenzentrum-Infrastruktur, aber auch Server- und Client-Systeme müssen entsprechend leistungsfähig sein und neue Prozesse finden. Auf den Punkt gebracht bedeutet Big Data: Unstrukturierte und strukturierte Datensätze im Umfang von zig Terabyte und Petabyte rasend schnell zu speichern sowie die anschließende Bearbeitung in Echtzeit. Dieses Datenwachstum einfach nur abzufangen reicht jedoch nicht aus. Unternehmen, die mit Hilfe von Business Analytics, die Informationsmenge über die komplette Wertschöpfungskette dokumentieren, gehen als wahre Gewinner aus dem Prozess. Hier setzt die Big Data-Technologie an. Informationen über die eigene Kundschaft lassen sich gewinnbringend einsetzen und stützen Entscheidungen auf Fakten. Um diese Rohdaten nachhaltig einsetzen zu können, müssen sie zunächst gesammelt, aufbereitet und analysiert werden.

 

Aus einem Hype wird tägliches Business

Daten haben Unternehmen seit jeher interessiert. Daher ist Big Data im Grunde genommen nichts Neues. Dennoch ist das Geschäftsmodell aktueller denn je. Wer bei Google “Big Data” eingibt, stößt derzeit auf knapp 1,8 Milliarden Ergebnisse. Umso erstaunlicher ist es, dass Big Data auf Management-Ebene oft noch keine Top-Priorität erlangt hat. Experten sehen die zögerliche Einführung von neuen Technologien zur Datenerfassung allerdings nicht als Nachteil. Vielmehr sei es richtig, bestehende Analyse-Prozesse nach und nach aufzurüsten. In den nächsten zwei Jahren soll die Zahl der Big Data-Anwendungen deutlich zunehmen und aus dem Hype ein tägliches Business machen. Auf dem Vormarsch ist hier das Software-Framework Hadoop, mit dem sich lastenintensive Prozesse auf tausende Rechnerknoten verteilen lassen.

 

Best Practice: Hadoop

Hadoop basiert auf Java und bringt einige Vorteile mit sich.

 

  • Datenvolumina lassen sich im Petabyte-Bereich abdecken und bearbeiten
  • Extrem günstige Lösung, da sie auf frei zugänglichem Quellcode basiert
  • Sämtliche Formate können bearbeitet werden

Experten sagen Hadoop aus den oben genannten Vorteilen eine große Zukunft voraus. 80 Prozent der Datenmengen sollen bis 2015 in der Hadoop-Umgebung landen. Entscheider brauchen sich aber angesichts der aktuell verwendeten Enterprise Content Management Systeme nicht zu sorgen, da die Kombination aus konventionellen und neuen Technologien ein erfolgreiches Big Data-Management ausmachen wird. Vorreiter sind hier die Big Player wie Facebook, Google und Amazon. Um Nutzern ständig neue Features zu präsentieren, wurde die Auswertung der User-Daten fokussiert. Virtuelle Maschinen und mehrere Software-Ebenen kommen hier zum Einsatz.

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Big Data auf allen Ebenen

Unternehmen und Nutzer produzieren Unmengen an Daten. Hinzu kommen maschinelle Datensätze, z.B. Webseiten-Indexierungen. Unternehmen sammeln und analysieren diese Daten. Die Speicherung erfolgt entweder auf Servern oder in der Cloud. Datenschutz und eine sichere Übertragung spielen jetzt und zukünftig eine große Rolle. Der aktuelle Ist-Zustand: Zu viele ungenutzte Daten bewegen sich im Netz.

 

Digital Automotive auf dem Vormarsch

Aktuell erkennt die deutsche Automobilindustrie die Bedeutung von Daten für sich. Zahlen intelligent zu interpretieren und so Mehrwerte für den Kunden zu schaffen bedeutet in der Automobilbranche einen klaren Wettbewerbsvorteil. Verknüpfte Fahrzeugsensordaten oder Online-Wartungstermine für das eigene Fahrzeug sind hier als Beispiel zu nennen. Personalisierung heißt auch im Auto-Marketing der nächsten Generation das Schlüsselwort. Big Data sollte zum Einsatz kommen, um den Kunden personalisierten Mehrwert zu bieten. Die Nutzung von vielfältigen Datenquellen aus der Verkehrsinfrastruktur für ganz neue Funktionen soll am Ende zu einer nie gekannten Qualität des Autofahrens führen, so Helmut Matschi, Mitglied des Vorstands der Continental AG.

Die zunehmende Vernetzung von Produkten sorgt darüber hinaus für immer mehr Prognosen, die sich auf neue Vertriebswege für Unternehmen beziehen. Wir haben drei zentrale Online-Thesen zusammengefasst:

 

3 Big Data-Thesen

Ob Geldautomaten, Connected Cars oder Mobile Health: Immer mehr Produkte werden vernetzt. Die gewonnenen Daten sind die Basis für zukünftige Geschäftsmodelle. Die Marktdurchdringung hat bereits begonnen und immer mehr Pilotprojekte werden umgesetzt. Doch wo geht die Reise mit Big Data hin?

These 1: Physische und digitale Welt kommen zusammen

Intelligente Produkte, die aktiv sind und wissen, wie sie bearbeitet werden sollen. Das Internet der Dinge wird “fabrikfähig”. Angelehnt an das Social Web wird innerhalb der Industrie 4.0 ein Web 2.0 für Produkte. Drahtlose Kommunikation und eine Interaktion zwischen Maschine und Produkt prägen unsere Welt in ein paar Jahrzehnten.

These 2: Daten werden zum vierten Produktionsfaktor neben Kapital, Arbeitskraft und Rohstoffen

Der Branchenverband Bitkom ist davon überzeugt, dass Big Data als vierter Produktionsfaktor neben Kapital, Arbeitskraft und Rohstoffen treten wird. Auch neun von zehn Geschäftsführern sind von dieser Annahme überzeugt, so die weltweite Studie “The Deciding Factor: Big Data & Decision making”.

These 3: Big Data ist durch Social Media entstanden

Menschen sind zu regelrechten “Datenschleudern” geworden. Mit jedem Klick, jedem Post und jedem Kauf in einem Online-Shop tragen wir täglich zu Big Data bei.

Big Data im Detail : Architektur für die Datenverarbeitung from TWT Interactive

Business Analytics schlägt Intuition?

Führungskräfte, die sich allein auf ihre Intuition verlassen, werden immer seltener. Das heißt: Geschäftsentscheidungen basieren zunehmend ausschließlich auf harten Fakten. Unstrukturierte Daten wie Texte, Sprachnachrichten, Bilder und Videos werden von 58 Prozent der Entscheider als Grundlage genommen. Die wachsenden Datenbestände werden laut einer Untersuchung von Capgemini nicht als die größte Herausforderung angesehen, sondern die richtige Analyse und eine adäquate Reaktion auf das Kundenverhalten in Echtzeit.

 

Fazit

Big Data wird die Welt sicher nicht in dem Maße revolutionieren, wie es die Eisenbahn oder die Elektrizität getan haben. Dennoch ist das ökonomische Potenzial der Datenrevolution enorm. Wie Sie das digitale Echo für sich nutzen können, referiert TWT Creative Director Thomas Schröpfer bei TWT TV:

 

www.youtube.com/embed/cJCX3EyMe0M?list=UUy5O4MLH49UJsHkv5hR_9LA 

Internetagenturen wie TWT bieten professionelle Lösungen für Big Data-Projekte an. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf und wir beraten Sie hinsichtlich Evaluierung und Hosting der Daten.