29.10.2013

Big Data ist nicht nur ein Trend-Thema innerhalb der IT, sondern beschäftigt Marketingverantwortliche aller Branchen. Ein erfolgreiches E-Mail-Marketing ging dabei schon immer einher mit relevanten Daten. Persönliche Datensammlungen zu Verhaltensweisen und individuellen Bedürfnissen zu erfassen, ist jedoch keine neue Idee. Neu sind aber die technischen Möglichkeiten zur Datengewinnung und -auswertung. Wie Sie aktuelle Daten einbinden und ihren Empfängern Mehrwert bieten können, erfahren Sie im Folgenden.

E-Mail-Marketing lebt von Informationen und ist seit jeher ein datengetriebener Online-Kanal. Die reine Ansammlung der Datensätze ist jedoch wenig zielführend. Erst durch die bewusste Analyse und Nutzung, können Newsletter-Inhalte die persönliche Ansprache optimieren. Big Data-Technologien lassen Marken und Unternehmen relevante Informationen zum geeigneten Zeitpunkt bereitstellen. Intelligente CRM-Datenbanken dienen hier als Grundlage, um passgenaue Newsletter zu verschicken. Unter anderem stehen Ihnen im E-Mail-Marketing diese Big Data-Verfahren zur Verfügung:

 

  • Analysen in Echtzeit
  • Automatisierte Testverfahren
  • Aufnahme von Ad-hoc Reaktionen der Abonnenten
  • Empfehlungen zu Versandzeitpunkt
  • uvm.

Um die Verfahren durchzuführen und individualisierte Mailings zu erstellen, sollten per Big Data beispielsweise folgende Informationen abgerufen werden:

 

  • Soziodemografische Informationen: Name, Geschlecht, Beruf, Geburtstag
  • Klickverhalten: Leseverhalten, Verweildauer und Klickrate der einzelnen Beiträge
  • Kaufverhalten: Produkte, Höhe des Warenkorbs, Zeitpunkt der Bestellung
  • Technische Informationen: Browser, E-Mail-Client, Endgerät

Doch wie gelangen Unternehmen an diese wichtigen Informationen, ohne dabei den Datenschutz zu missachten? Eine Möglichkeit ist ein mehrstufiger Anmeldeprozess, bei dem neben den klassischen Informationen weitere Daten abgefragt werden. Eine zweite Möglichkeit besteht laut Experten in der Analyse des Website-Trackings. Da nur ein gewisser Besucheranteil Ihrer Website auch Ihren Newsletter abonniert hat, lohnt sich ein Blick auf die Tracking-Daten. Es gilt jedoch stets der Grundsatz: Keine Mailings, Werbung etc. ohne Einverständnis des Kunden. Eine aktuelle Studie des DDV ergibt, dass 53 Prozent der Nutzer ihre Daten sogar gerne gegen interessante Newsletter-Inhalte eintauschen. Voraussetzung dafür ist eine umfassende vorherige Recherche zu den Angeboten des Dienstleisters.

 

Newsletter Remarketing mit Big Data

Remarketing via E-Mail sollte in Zeiten von Big Data ebenfalls zum Standard gehören. Verknüpfen Sie dazu das Shop-System mit der E-Mail-Marketing Lösung. Brechen Kunden einen Kauf ab, werden die Daten an das Newsletter-System übertragen. So lassen sich Warenkorbabbrecher persönlich über eine E-Mail ansprechen. Aber auch Kunden, die lange nicht mehr auf Ihrem Online-Shop waren, lassen sich durch einen Reminder persönlich ansprechen. Scheuen Sie die Kosten für eine Schnittstelle zwischen E-Mail-Lösung und Warenwirtschaftssystem nicht – die Investition wird sich auszahlen.

E-Mail-Marketing: Gründe für den Abbruch des Online-Einkaufs from TWT Interactive

 

Fazit: Nutzbare Informationen sind Trumpf

Daten im E-Mail-Marketing zu analysieren bietet Unternehmen große Möglichkeiten. Dennoch ist Vorsicht und Fingerspitzengefühl gefragt. Seitenlange Formulare bei der Newsletter-Anmeldung ausfüllen zu lassen, ist nicht produktiv. Reduzieren Sie die Komplexität der Daten auf nutzbare Informationen. Empfänger erwarten relevante Inhalte und auf sie zugeschnittene Angebote. Mit Big Data-Technologien können Sie dies realisieren. Wir beraten Sie gerne hinsichtlich einer praktischen Umsetzung. Sprechen Sie uns hier an.