11.12.2013

Qualitativ hochwertige Abbildungen und großflächige Visuals sind heute wichtiger denn je. In Zeiten aufwendig gestalteter Websites, erwarten die Nutzer auch von Ihren E-Mails eine grafisch ansprechende Aufmachung. Externe Abbildungen werden allerdings oft vom Anbieter geblockt und daher nicht direkt im Posteingang des Empfängers angezeigt. Wie Sie trotz der Blockierung von externen Bildern eine attraktive Darstellung Ihrer E-Mails sicherstellen können, zeigen wir Ihnen anhand von drei effektiven Praxistipps.

 

Abbildungen in E-Mails, welche von externen Servern nachgeladen werden müssen, sind aus Datenschutz- und Sicherheitsgründen in den meisten Fällen als kritisch einzuschätzen. Nicht berechtigte Personen können über die Bilder beispielsweise das Nutzerverhalten ausspionieren oder sogar Schadcode auf dem betroffenen Gerät ausführen. Aus diesem Grund blocken die meisten Anbieter bereits über den User Agent alle Abbildungen, die nachgeladen werden müssen. Dem Nutzer werden nur Bilder von Quellen angezeigt, die er schon im Vorfeld als vertrauenswürdig eingestuft hat.

Was auf den ersten Blick durchaus sinnvoll und richtig erscheint, stellt für Werbende teilweise eine große Herausforderung dar. Diese wollen natürlich, dass Grafiken ohne Umwege angezeigt werden um dem Empfänger auch die bestmögliche User Experience bieten zu können. Wir stellen Ihnen daher im folgenden drei effektive Mittel vor, wie Sie trotz der Bildunterdrückung Ihre Abbildungen sofort im Posteingang des Empfängers sichtbar machen können.

 

1. Akkreditierung und Reputation (Vertrauen bei Nutzern und Anbietern)

Wie bereits erwähnt, können Nutzer Abbildungen von vertrauenswürdigen Quellen zulassen, indem sie diese manuell bestätigen. Meist erfolgt dies über eine zusätzliche Option, um die Bilder anzeigen zu lassen oder über die Funktion, den Empfänger generell für die Anzeige jeglicher Grafiken zuzulassen.

Versuchen Sie daher wenn möglich Ihre Empfänger davon zu überzeugen, dass Sie ein Absender sind, der als vertrauenvoll einzustufen ist. Sollte der Nutzer Sie in sein Adressbuch aufnehmen oder Ihnen bereits mehrfach auf Ihre E-Mail geantwortet haben, so hat dies für die meisten Anbieter denselben Effekt.

Alternativ können Sie sich auch direkt bei den verschiedenen E-Mail-Services zertifizieren lassen. Im Gegenzug verpflichten Sie sich jedoch hohe Qualitätsstandards einzuhalten. Bei vielen Betreibern ist es außerdem üblich, eine zusätzliche Gebühr für diese Qualitäts-Validierung zu entrichten.

 

2. Embedded Images (Offline HTML Code)

Als kostenlose Alternative können Sie sich auch bei den sogenannten “Embedded Images” bedienen. Als Embedded Images werden Grafiken bezeichnet, die als Anhang an die E-Mail mit verschickt werden. Da die Bilder nicht von externen Servern nachgeladen werden müssen, Stufen die meisten Anbieter diese als weniger gefährlich ein und werden deshalb auch direkt angezeigt. Dieses Verfahren funktioniert mit zwei kleinen Ausnahmen (Hotmail und Yahoo! Mail) äußerst zuverlässig.

Je nach Menge und Größe der Abbildungen kann es jedoch passieren, dass Ihre E-Mail deutlich höhere Ladezeiten aufweist und auch der Traffic für Nutzer und Anbieter steigt. Um diese Hürde relativ leicht zu umgehen, können Sie die Skalierung der Bilder anpassen und so deren Größe reduzieren. Weiterhin stehen Ihnen verschiedene, komprimierte Abbildungs-Formate zur Verfügung, mit denen Sie darüber hinaus die Größe nochmals verringern können.

Grundsätzlich gilt: Es lohnt sich immer die eingebetteten Grafiken nachträglich noch einmal zu optimieren. Sollte Ihre E-Mail trotzdem überdurchschnittlich groß werden, so können sie auch darauf ausweichen nur bestimmte Schlüsselgrafiken als Anhang mit zu senden.

 

3. Konvertierung in HTML Tabellen

Eine noch relativ unbekannte aber dennoch sehr interessante Möglichkeit Grafiken in reduzierter Form direkt in E-Mails einzubinden, wird in dem umfassenden “E-Mail-Marketing Paxis-Handbuch” von René Kulka beschrieben. Kulka schlägt vor, die Abbildungen zusätzlich in feinstrukturierte HTML-Tabellen umzuwandeln und somit die Bildunterdrückung zu umgehen. Der Vorteil dieser Technik ist, dass praktisch jeder Anbieter HTML-Tabellen unterstützt und auch sofort beim Öffnen der E-Mail anzeigt. Allerdings steigt die Größe extrem schnell an – abhängig von der gewünschten Detailtreue der Grafiken.

Aus diesem Grund bietet es sich meist nicht an, alle vorhandenen Abbildungen 1:1 in Tabellen umzuwandeln. Das Verfahren eignet sich jedoch sehr gut, wenn Sie beispielsweise Button oder kleinere Bilder in relativ abstrakter Form darstellen möchten.

Als Best Practice hat der Newsletter von “Pizza Express” alle wichtigen Grafiken in HTML-Tabellen übertragen, die bei aktivierter Bildunterdrückung automatisch angezeigt werden.

  

 

 

Fazit

Alle drei vorgestellten Techniken sorgen dafür, dass Ihre Abbildungen direkt im Postfach des Empfängers zu sehen sind. Es muss dabei allerdings immer vor dem jeweiligen Anwendungsfall entschieden werden, ob sich der Aufwand im Hinblick auf den erzielten Mehrwert auch tatsächlich lohnt. Digital First Agenturen wie TWT Interactive helfen Ihnen dabei, dieses Potenzial abzuschätzen und die Darstellung Ihrer E-Mails anschließend kundenorientiert zu optimieren.