22.06.2012

Suchmaschinen können auf Bildern nichts erkennen, daher sind sie auf die Informationen der Webseiten-Betreiber angewiesen, die zu den Bildern hinterlegt werden können. Online-Shops, die ihre Produktbilder nicht für die Suchmaschine optimieren, oder Blogbetreiber, die keine sprechenden Dateinamen verwenden, verschenken enormes Traffic-Potenzial. Die Bilder landen so im hinteren Teil des Indexes und werden von Internetnutzern kaum wahrgenommen.

 

Grundlegende Informationen für die Suchmaschine kommen nicht aus dem Bild selber, sondern aus seiner unmittelbaren Umgebung. Bei der Suchmaschinenoptimierung von Visuals sollten daher Dateiname, der Alt-Text, die Umgebung sowie der Page Title ausgefüllt sein. Die externe Verlinkung eines Bildes folgt, im Gegensatz zur klassischen Suchmaschinenoptimierung, erst nach der Pflege dieser vier Eigenschaften. Mit diesen sechs Tipps können Sie Ihre Medienelemente suchmaschinengerecht für Online-Shops, Blogs oder Unternehmensseiten optimieren:

Tipp 1: Vergeben Sie einen aussagekräftigen Dateinamen

Der Dateiname sollte beschreiben, was auf dem Bild zu sehen ist. Vergeben Sie keine aussageleeren Bezeichnungen wie “shutterstock_75673350.jpg”, sondern sprechende Dateinamen wie “Bilder-für-Suchmaschinen-optimieren”. Bereits hier sollte ein relevantes Keyword im Bildnamen vorkommen. Mehrere Wörter werden durch einen Bindestrich getrennt. Der Dateiname sollte allerdings nicht zu lang werden, sondern einen kurzen aber präzisen Charakter haben.

Tipp 2: Pflegen Sie den Alt-Text mit relevanten Keywords

Der Alt-Text hat sich zu einer der wichtigsten Informationsquellen für Suchmaschinen entwickelt. Hier wird eine Beschreibung zum Bild hinzugefügt, die Google & Co. auswerten. Daher sollten die relevanten Keywords im Alt-Text vorhanden sein. User, die ein Visual auf Ihrer Seite einmal nicht angezeigt bekommen, können durch die Alt-Text Pflege die Informationen zum Bild erschließen.

Tipp 3: Erhöhen Sie die Benutzerfreundlichkeit durch Ausfüllen des Page Titles

Bei einem Mouseover des Bildes wird der dahinterliegende Page Title angezeigt. Hier können ergänzende Informationen oder Beschreibungstexte eingetragen werden. Setzen Sie den Page Title richtig ein, um die Usability Ihrer Webseite zu erhöhen.

Tipp 4: Achten Sie auf die Bildgröße und richtige Dateiendung

Denken Sie benutzerfreundlich: Bilddateien in einer Größe von 3 Megabyte sind für Ihre Besucher nur schwer zu laden und lösen Frustrationen aus, die zum Verlassen des Internetauftritts führen können. Bei Google werden Sie mit 800x600 Pixel großen Medien weiter vorne im Ranking landen, als mit 100x100 Pixel kleinen Bildern. Die Logik der Suchmaschine besagt, das auf kleinen Bildern nicht genug relevante Informationen enthalten sein können, so dass es im Ranking abgestuft wird. Die optimale Kantenlänge liegt zwischen 250 und 1280 Pixeln pro Kante.

Werden Medien auf einem Webserver gespeichert? Dann sollten Sie den korrekten Dateinamen auswählen. Suchmaschinen vermuten hinter JPEGs Fotos, hinter GIF oder PNG verstecken sich zumeist Grafiken. Entscheiden wird dies, wenn ein Nutzer den Begriff “Grafik” zu einem Suchbegriff hinzufügt und Ihr Medium nicht in den Treffern erscheint, da es als JPEG angelegt und damit als Foto interpretiert wurde.

Tipp 5: Die Umgebung macht´s: Positionieren Sie Text um das Bild

Die Suchmaschinen analysieren den Text um das Bild, um so Folgerungen zur Beschreibung des Mediums zu schließen. Daher spielt die Position eines Bildes im Text eine große Rolle. Platzieren Sie das Visual nahe an den dazugehörenden Keywords. So wird seitens Google ein Zusammenhang zwischen Bild und Text gezogen.

Tipp 6: Weisen Sie auf die Bildbeschreibung durch einen zusätzlichen Link hin

Eine Möglichkeit den Nutzer zusätzlich auf die Bildbeschreibung aufmerksam zu machen, ist ein Link unmittelbar nach dem Bild. Der Gebrauch des sogenannten “Longdesc-Attributes” setzt einen Linkverweis zum Bild. Dieser führt auf eine Site, die Zusatzinformationen zum Medium bereit hält. Für Menschen mit Handicap ist dieser Service ein weiterer Schritt zur digitalen Chancengleichheit. Der Link kann man mit CSS aus dem sichtbaren Monitorbereich verschoben werden, so dass er den Nutzern von Screenreadern vorgelesen wird. Auch für andere Nutzer kann das Longdesc-Attribut von Vorteil sein. Komplexe Grafiken, die nicht auf den ersten Blick verständlich sind, lassen sich durch den zusätzlichen Linkverweis erläutern.