18.05.2015

Die Sprechstunde per Video-Chat rückt in greifbare Nähe. Insbesondere für ältere Patienten und dünn besiedelte Regionen bietet die Arztpraxis 2.0 viele Vorteile.

eHealth

Eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands BITKOM hat ergeben, dass jeder vierte Internetnutzer ab 65 Jahren (24 Prozent) grundsätzlich dazu bereit ist, sich online von einem Arzt beraten zu lassen.

„Künftig wird es ganz normal sein, per Smartphone oder Smartwatch seine Vitalwerte zu messen und an den Arzt oder medizinische Analysezentren zu schicken“, erklärt Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des BITKOM. „Eine ärztliche Online-Beratung, zum Beispiel per Video-Chat, kann den Praxisbesuch häufig ersetzen, etwa bei vielen chronisch Kranken.”

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Die neue Technik birgt vor allem für Patienten älterer Bevölkerungsschichten eine deutliche Entlastung. Lange Anfahrtswege und Wartezeiten fallen durch die Online-Beratung gänzlich weg. „Gerade auch in dünn besiedelten und medizinisch schlecht versorgten Regionen kann eine Online-Beratung [daher] eine sinnvolle Alternative zu einem Gang zum Arzt sein“, sagt Rohleder.

Schon heute informieren sich zwei von drei Internetnutzern ab 65 Jahren (68 Prozent) bei medizinischen Angelegenheiten über das Internet. Auch bei Nutzern ab 80 Jahren sind es mehr als die Hälfte (57 Prozent).

(Quelle: e-health-com.eu)