25.08.2014

Mit einer guten Idee steht und fällt der Erfolg einer Kampagne. Diese Tatsache gilt in der Werbewelt nicht erst seit gestern, dennoch gibt es gerade im Bereich Online-Kreation noch viel Nachholbedarf. Welche Dos und Don’ts es für Kreative gibt und was Big Data damit zu tun hat, erfahren Sie in unserem Fachbeitrag.

Die Zeitschrift Acquisa berichtet in einem aktuellen Beitrag, wie wichtig die Kreation für den Erfolg einer Kampagne und die Markenkraft tatsächlich ist. Eine Kampagne ist nur so gut, wie seine uninspirierteste Kreation. Die zunehmende Marketing-Automatisierung steht hierbei aber keinesfalls im Kontrast zu einer kreativen Idee. Im Gegenteil, denn so entstehen intelligente Kampagnen über alle Kanäle hinweg. Die neue Technisierung im Campaigning ist zweifelsohne ein großer Vorteil, doch die besten Tools und Messinstrumente sind nutzlos, wenn die Kreatividee dahinter nicht funktioniert.

AIDA lebt

Das altbewährte Werbewirkungsmodell AIDA hat auch in Zeiten von Mobile- und Crosschannel-Campaigning nicht an Gültigkeit verloren. Doch wir sind heute deutlich mehr Botschaften als früher, nämlich ca 10.000 Stück am Tag, auf unzähligen Kanälen ausgesetzt. Unsere Aufmerksamkeitsspanne ist geringer und wir blenden Uninteressantes aus. Machen Sie sich interessant und heben Sie sich von der Masse mit kreativen Ideen und einem Eye-Catcher ab. Differenzierung ist hier die beste Möglichkeit sich abzuheben. Finden Sie daher Ihre eigene Kampagnensprache und bleiben Sie ihrer Marke treu.

Das Marketing verändert sich stärker denn je

Laut einer aktuellen Studie von Adobe glauben mehr als zwei Drittel der europäischen Marketingprofis, dass sich das Marketing in den letzten zwei Jahren stärker verändert hat als in den 50 Jahren davor. Diese Zahl zeigt den immensen Handlungsbedarf im Marketing und die Relevanz für ein Umdenken. Vor allem die Integration neuer Digital- und Mobile-Kanäle sollte oberste Priorität haben. Die wichtigsten Treiber im neuen Kreativ-Prozess sind:

  • zunehmende Zahl von Kanälen, Plattformen und Touchpoints in der Zielgruppenansprache
  • neue Denkweisen über das Kundenmanagement
  • neue Technologien
  • nie dagewesene Datenflut

Gerade die enorm wachsenden Datenmengen bieten für die Kreativarbeit Chancen. Die bestehenden Datenquellen zu kombinieren und somit innovative Ideen zu generieren, ist der Schlüssel zum Erfolg. Je größer und besser die Datenmenge strukturiert ist, desto cleverer und individueller die Kreation. Datenprofis, Techniker und Kreative gehören mehr denn je an einen Tisch.

“Hat meine Idee Viralitäts-Potenzial?”

Ein wichtiger Faktor, der bei der Kreativ-Arbeit nicht erst seit gestern beachtet werden muss, ist das Viralitäts-Potenzial. Ist die Idee knackig genug, um in den sozialen Medien Beachtung zu finden? Hier gilt es für Unternehmen, auch mal Mut zu zeigen und sich aus seiner Komfort-Zone herauszubewegen. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Die Supergeil-Kampagne von Edeka oder die #IceBucketChallenge für einen guten Zweck zeigen, welches Potenzial eine einzige gute Idee haben kann.

Gute Kreation bringt Aufmerksamkeit und Umsatz

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Die Kreation macht den Unterschied from TWT Interactive

 

Laut der Studie “The Power of Creation” des OVK und BVDW kann die Qualität der Kreation die Betrachtungsdauer von Display-Werbung bis auf das Sechsfache steigern und die Kaufabsicht sogar verdoppeln. Der Faktor Kreation entscheidet knapp zur Hälfte (47%), ob digitale Kampagnen in Premium-Werbeumfeldern überhaupt wahrgenommen werden. Auch die Betrachtungsdauer für ein Standard-Display-Werbemittel ist zu 30 Prozent von dieser Einflussgröße abhängig.

Ist Material Design das neue Flat Design?

Auch das richtige Design entscheidet natürlich über Erfolg oder Misserfolg einer Kampagne. Aktuell prägt vor allem das bekannte Flat-Design die Kampagnen-Landschaft:

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Doch es gibt bereits einen neuen Stern am Design-Himmel: Material Design. Im Juni stellte Google auf seiner Entwicklerkonferenz die neue und produktübergreifende Designsprache Material Design vor. Einige Produkte des Suchmaschinen-Riesen setzen bereits fast vollständig auf den neuen Look, so zum Beispiel  auch Google+.

Was auf den ersten Blick an Flat-Design erinnert, bringt auf den zweiten Blick eine neue Dimension in Spiel. Bei Material Design geht es aus Kreativ-Sicht nicht nur um den oberflächlichen Look, sondern auch um die User Interface-Elemente und deren konzeptionellen Aufbau. Die Ähnlichkeit zum Flat-Design beruht auf der Tatsache, dass auch beim Material Design Icons und Schriftarten als grundelgende Design-Elemente eingesetzt werden.

Darüber hinaus sind großflächige, einfarbige Elemente mit kontrastreichen und sehr bunten Farben zentrale Bestandteile. Im Vergleich zum Flat-Design verfügendie UI-Elemente im Material Design jedoch nicht nur über eine X- und Y-Koordinate auf dem Bildschirm, sondern auch über eine Z-Koordinate, also einen dreidimensionalen Aspekt.

In diesem Case wurde das neue Material Design testweise schon auf WhatsApp angewendet:

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Fazit

Die Kraft einer Marke entsteht nicht hauptsächlich durch Vernunft, perfekte Messbarkeit und gekonnte Automatisierung. Dies sind wichtige Begleit-Prozesse, doch den Kern einer erfolgreichen Marke macht eine gute Kreation und dazugehörige Design-Kompetenz aus. Auch Sie möchten Ihre Kunden kreativ und lead-stark an allen Touchpoints erreichen? Wir sind der richtige Partner dafür.