17.04.2013

Gute Ideen für Apps gibt es viele. Meist scheitert es im zweiten Schritt jedoch an der Umsetzung und am Konzept. Welchen Mehrwert schafft meine App? Wie soll das Design aussehen? Und wie sieht es überhaupt mit den Rechten aus? Wir geben Ihnen Tipps für die Entwicklung Ihrer App:

 

Ziele festlegen

Bevor eine App überhaupt in Auftrag gegeben und umgesetzt wird, müssen die Ziele und das Konzept feststehen. Bestimmen Sie messbare Ziele, die im Nachgang analysiert werden können.

 

Usability anpassen

Es reicht nicht aus, eine App einfach als eine „kleine Website” zu designen. Lediglich alle Funktionen zu übernehmen, ist kein gutes Konzept für eine App. Der User befindet sich in einer ganz anderen Nutzungssituation als am PC. Er hat meist weniger Zeit und hat eine geringere Aufmerksamkeitsspanne. Identifizieren Sie die wichtigsten Features, die dem Nutzer mobil Mehrwert bieten und integrieren Sie diese in Ihre App.

 

Lean

Die Erwartungen der Nutzer an Apple-Produkte sind meist höher als im Netz. Veröffentlichen Sie zuerst eine App mit der wichtigsten Funktion, um zu testen, ob die App überhaupt angenommen wird. Die Anwendung muss zwar „Lean” sein, aber fehlerlos funktionieren – und ein gutes Design schadet auch nicht.

 

Code-Rechte

Die Rechte am Code einer App bleiben immer beim Entwickler, insofern dies vertraglich nicht anders vereinbart wurde. Eigene Entwickler im Team machen sich zwar bezahlt, doch Agenturen bieten oftmals die höhere Professionalität und Leistungsfähigkeit für große Kunden-Projekte.

 

Nativ oder Framework

Auf Basis des Konzeptes muss vor Beginn der Entwicklung die technische Basis entschieden werden. Native, also in der Sprache des jeweiligen Betriebssystems programmierte Apps, bieten die beste Performance und alle Möglichkeiten der Nutzung von Funktionen des Gerätes. Diese Art der Umsetzung eignet sich für komplexe und rechenintensive Anwendungen, muss aber pro Betriebssystem individuell entwickelt werden. Plattformübergreifend können Apps auf einer HTML5/Javascript Basis erstellt werden. Eine Reihe von Frameworks bieten hier eine gute Grundlage. Diese “Web-Apps” lassen sich direkt im Browser ausführen, oder mit einem nativen Container kombiniert, als “Hybrid Apps” auch in den App Stores platzieren. Besonders für leichte Inhalte mit geringer Datenlast kann diese Technologie seine Stärken ausspielen.

 

Manueller Test mit altem Gerät

Die manuellen Tests sollten auch mit einem älteren Endgerät umgesetzt werden, dessen Erscheinungsdatum mindestens 3-4 Jahre zurück liegt. Crasht eine App, hagelt es Ein-Sterne-Bewertungen – da fragt keiner nach dem Alter des Nutzer-Geräts. Bei Android-Geräten spielen die Version des Betriebssystems und sogar der Hersteller und das einzelne Gerät selbst eine sehr wichtige Rolle, hier kann es große Unterschiede geben. Es sollte deshalb möglichst breit mit vielen Geräten getestet werden.  Bei Apple-Geräten zählt vor allem die Version des installierten iOS.

 

Automatische Tests

Die Durchführung von automatischen Tests für die Hauptfunktionen der App ist wichtig. Es ist ärgerlich, wenn die App final im Store ist und dann lediglich eingeschränkt nutzbar ist. Automatisierte Tests sind kein Allheilmittel, aber sie verringern die Fehlerquote deutlich.

 

Launch

Ein großer Launch mit begleitender Presse- und Marketingkampagne ist in den meisten Fällen nicht ratsam. Ein Launchdatum wird meistens verschoben oder es treten in der ersten Phase noch Probleme auf. Wenn es sich um eine iOS-App handelt, muss außerdem noch der Prüfprozess von Apple abgewartet werden, der zwischen fünf und zehn Tagen liegt. Jedoch kann eine erneute Korrekturschleife stattfinden, sobald die App nicht den Kriterien entspricht und so kann sich der Prozess hinziehen.

 

Kaufbare digitale Inhalte meiden

iOS Apps die Links zu Websiten enthalten, in denen Bücher, Filme, Musik und Ähnliches verkauft werden sollen, überstehen den Review-Prozess nicht. Verkäufe bei Apple werden lediglich über das In-App-Purchase-Programm ausgeführt, das benutzerfreundlicher ist und höhere Conversions aufweist. User müssen nur das iTunes-Passwort angeben, statt einer langen Kreditkartennummer.

 

Keyword-Optimierung

Appstore Search Optimization (ASO) ist recht neu und gestaltet sich noch schwierig. Da es keine Referrer für einzelne Downloads gibt kann man teilweise nur raten, woher sie eigentlich stammen. Dennoch lohnt es sich, etwas Zeit in Suchwortoptimierung zu investieren. Ein sehr geeignetesTool dafür ist Appcodes.