24.01.2018

Ähnlich einem Sammelspiel wie Pokemon können beim Game Cryptokitties virtuelle Katzen gekauft, gezüchtet und verkauft werden. Bezahlt und gehandelt wird in der Kryptowährung Ether, dem Token des Etherum-Netzwerks. Gebaut ist das Spiel als Decentralized App (DApp) auf der Etherum-Blockchain. Zwischenzeitlich war das Interesse an den Katzen so groß, dass 30.000 Cryptokitti-Transaktionen in der Warteschlange steckten und damit andere Transaktionen auf der Blockchain verhinderten.

100.000 US Dollar für eine digitale Katze

Eine der vielen interessanten Phänomene ist sicherlich, wieviel Geld manche Nutzer für eine virtuelle Katze ausgeben. Allein in der ersten Woche wurden 3 Millionen US-Dollar in der Spielplattform cryptokitties.com ausgegeben. Die teuerste Katze verkaufte sich für 254 Ether, was Anfang Dezember über 100.000 US Dollar waren. Das lässt sich wohl nur durch den allgemeinen Hype um die Kryptowährungen erklären. Viele hoffen wohl, dass die Katzen zu einem späteren Zeitpunkt mehr wert sein könnten und spekulieren mit Ihnen wie mit anderen digitalen Assets.  

Proof of Concept

Es lohnt sich allerdings, hinter die Kulissen von virtuellen Katzen und der enormen Kapitalflüsse zu schauen. Die Cryptokitties sind die erste Decentralized Application auf der Etherum-Blockchain, die eine so starke Nutzung durch private Kunden erfahren hat und ist die bis dato erfolgreichste Applikation. Dadurch hat auch die zugrunde liegende Technologie ein höhere Bekanntheit erreicht, zumal viele tradtionelle Medien das Thema aufgegriffen haben. Deshalb ist das Spiel ein wichtiger Proof of Concept für die Blockchain-Technologie von Etherum und ist in dieser Funktion kaum zu überschätzen.

Who let the Dogs out?

Ein so großer Erfolg ruft natürlich Nachahmer auf den Plan. Auf die virtuellen Katzen folgen die Crypto Dogs im Spiel “Pet Planet” nach dem gleichen Konzept. Das Spiel basiert auf der TRON-Blockchain, die in China entwickelt wurde. 2018 ist das Jahr des Hundes im technologie- und spielaffinen Land - ein großer Marketingerfolg ist durchaus zu erwarten. In China ist das Spiel bereits live, eine englische und japanische Version sollen umgehend folgen. 

TRON - das nächste große Ding in China?

TRON ist eine blockchain-basiertes, dezentralisiertes Protokoll. Die Idee dahinter ist die Schaffung eines Netzwerks zum kommerziellen Austausch von Entertainment-Dateien wie Games, Video oder Musik. Die Blockchain in Kombination mit der virtuellen Währung TRONIX (TRX) ermöglicht direkte Transaktion ohne Mittelsmänner wie Verlage und Banken. TRON hat den Vorteil, eine sehr bekannte Gallionsfigur zu haben. Gründer und CEO der TRON Foundation ist Justin Sun, der durch die App Peiwo zu einem der großen Tech-Stars in China geworden ist. Die App mit 10 Millionen Nutzern wird im Westen als chinesisches Äquivalent zu Whats App gesehen. In der Roadmap der TRON Foundation ist geplant, Peiwo zur ersten TRON-kompatiblen Entertainment APP zu entwickeln.