07.12.2011

Stationäre Rechner und Festplatten werden als Speicherort immer irrelevanter, da Business-Know-how über die Grenzen der Desktops einzelner Mitarbeiter hinweg für einen unabhängigen Zugriff zur Verfügung stehen muss. Cloud Computing oder “Die virtuelle Daten-Wolke” ist ein moderner, intelligenter Ersatz zum traditionellen Hosting. Die Cloud speichert nicht nur alle Dateien extern ab, sondern vernetzt sie gleichzeitig mit allen relevanten Endgeräten. Jedoch setzen bislang nur 12 Prozent der Unternehmen auf Cloud Computing, um Geschäftsabläufe zu optimieren und den Unternehmensumsatz zu steigern.

 

Hinter dem Business-Know-how in der Wolke steckt enormes Potenzial: Cloud Computing ermöglicht Unternehmen, komplexe Prozesse auf Basis einer On-Demand-Infrastruktur und On-Demand-Software zu betreiben und zu managen. Diese werden jeweils an die Erfordernisse von Geschäftsprozessen angepasst, um Ressourcen für Rechnerkapazitäten, Datenspeicher und Anwendungen zu sparen und die Effektivität interner Workflows zu erhöhen.

Cloud Computing was ist das?

Cloud Computing ermöglicht den vielseitigen, flexiblen Einsatz von Anwendungen in verschiedenen Business-Kontexten. Dabei setzt die Cloud auf eine Integration von Plattformen und Endgeräten, um allen Mitarbeitern mit Zugriffsrechten den Abruf von hinterlegtem Wissen sowie das direkte Arbeiten in der Cloud zu ermöglichen. Eine stetige Kontrolle der Software und der verwalteten Datensätze sowie die Einbindung der relevanten Provider ist dabei stets gewährleistet, um unbefugten Zugriffen vorzubeugen.

Die Cloud ermöglicht Unternehmen die Skalierung der IT-Leistungen beliebig und flexibel nach oben oder nach unten zu einem nutzungsabhängigen Budget. Alle Dienste für Datenzugriff, -verarbeitung und -speicherung werden in einem “As a Service”-Kontext geliefert, unmittelbar und direkt zugänglich:

     

    • Software-as-a-Service: SaaS reichern die Cloud durch Software-Sammlungen und Anwendungsprogramme an, die auf der IT-Infrastruktur inklusive aller administrativen Aufgaben des Anbieters laufen. Das Unternehmen kann die Komponenten eines Rechenzentrums auslagern. Im Bereich Collaboration sowie im Costumer Relationsship Management haben sich SaaS bereits bei rund der Hälfte der Unternehmen etabliert. Kollaborationstools wie Google Apps oder Microsoft SharePoint ermöglichen die Organisation von Dokumenten, Daten sowie Anwendungen und schaffen Möglichkeiten zur Zusammenarbeit in der Cloud.
    • Platform-as-a-Service: Auf Basis einer webbasierten Programmierplattform gewährleistet PaaS, Anwendungen direkt im Cloud-Kontext zu betreiben und Programmierer bei der Nutzung und Entwicklung von Web-Applikationen zu unterstützen. Der Service umfasst eine Hardware- und Softwarekombination. IBM liefert mit z.B. der GROUP Live Cloud-Plattform ein Projekt zur automatisierten Anwendungsbereitstellung im Mittelstand.
    • Infrastructure-as-a-Service: Als Erweiterung von PaaS bieten IaaS Rechnerinfrastrukturen nicht zum Kauf, sondern bei Bedarf zur Miete an. Auf diesem Weg ist ein bedarfsgerechtes und flexibel erweiterbares Geschäftsmodell geschaffen.

     

Mehr Flexibilität, weniger Aufwand

Besonders kleinen und mittelständischen Unternehmen eröffnet die Cloud ganz neue Möglichkeiten bei der IT-Unterstützung der Geschäftsprozesse. Gegenüber konventionellen Hosting Angeboten erreicht Cloud Computing eine deutliche Kosteneffizienz.  Im Cloud-Konzept nicht mehr benötigte Infrastrukturen werden durch ausgelagerte Provider abgelöst, bei bleibender Rechnerkapazität. Eine aktuelle PricewaterhouseCoopers-Befragung belegt, dass bereits 66 Prozent der Unternehmen SaaS, 42 Prozent IaaS und 37 Prozent PaaS einsetzen. Die ganzheitliche Vernetzung zwischen sämtlichen Endgeräten und Anwendung gewährleistet einen transparenten Datentransfer innerhalb des Unternehmens.

Abbau von Vorbehalten

Laut aktueller PwC-Studie sehen Nicht-Nutzer des Cloud Computing besonders die Sicherheit ihrer Daten in Gefahr. Allerdings haben sich bislang 54 Prozent der Entscheider von kleinen und mittelständischen Unternehmen noch nicht mit diesem Thema beschäftigt. Als mögliche Risikofaktoren gegenübr Cloud Computing werden in verschiedenen Befragungen aufgeführt:

     

       

      • Verlust der Datenhoheit: Entscheider tun sich vielfach schwer mit dem Vertrauen an einen virtuellen Softwaredienst und hegen konkrete Bedenken über den Verlust der Datenhoheit.
      • Potenzielle Worst-Business-Cases: Die Befürchtung ist, aufgrund eines fehlerhaft prognostizierten Geschäftsszenario betriebswirtschaftliche Konsequenzen davon zu tragen.
      • Zu hohe Koordinationsressourcen: Den Aufwand für die Überwachung, Kontrolle und Delegation der Services sowie die Kosten für die Koordination mit den Cloud-Anbietern schätzen Entscheider vielfach als enorme Investition ein.
      • Technische Hürden zur Systemintegration: Vorbehalte gegenüber Migrations- und Integrationshürden der einzelnen Systeme in Verbindung mit möglichen Umsatzeinbußen erschweren die Entscheidung für das Cloud Computing-Konzept.

       

     

Ihr Start in die Daten-Wolke

Cloud Computing ist die innovative, intelligente Datenspeicheralternative zu klassischen Festplatten bzw. komplexen Serverstrukturen für Ihr Unternehmen. Die zentrale Verwaltung von sensiblen Daten, Kundenprojekte und -anwendungen ist ein essenzieller Bestandteil der Cloud, um den Zugriff von jedem verbundenen und zugangsberechtigten Endgerät zu ermöglichen. Cloud Computing wird sich bei anwachsenden Informationsflut von Daten und Business-Know-How sowie steigender Mobilität der Mitarbeiter auf lange Sicht als Speicherortalternative durchsetzen. Profitieren Sie vom Speichervolumen der Rechnerwolke und konsolidieren Sie Ihr Business-Know-how.