19.07.2012

Die sichere Verwahrung von Daten, Zeit- und Geldeinsparung sowie der Austausch zwischen verschiedenen Geräten:  Cloud Computing ist mittlerweile so gut wie flächendeckend in deutschen Unternehmen angekommen. Nach einer Schätzung der „International Data Corporation” wird der Branchenumsatz europäischer Cloud-Dienste 2013 sechs Milliarden Euro betragen. Die Metapher “Cloud” (engl. Wolke) steht dabei  für die Vereinfachung der vielschichtigen IT-Infrastruktur. Der klassische Arbeitsplatz-PC mit lokal gespeicherten Anwendungen ist somit ein Auslaufmodell.  Welche Vorzüge die Wolke bietet und was Unternehmen bedenken sollten, lesen Sie hier.

Cloud Computing: Was ist das?

Beim Cloud-Prinzip werden Software sowie Daten nicht mehr auf lokalen Rechnern und Servern abgespeichert, sondern bei externen Anbietern. Via Web-Seite greift der Nutzer auf seine Daten zu. In Echtzeit können so IT-Leistungen über Datennetze verwendet werden. Die Bezeichnung Cloud Computing umfasst alle Tätigkeiten, bei denen ein Unternehmen anderen anbietet, seinen zentral organisierten Rechnerverbund zu verwenden.

 

http://www.youtube.com/watch?v=xJCOzUk76GQ  

Global Player machten Cloud Computing stark

Cloud Computing verdankt seinen Boom den Global Playern wie „Amazon”, „Yahoo“ und „Google“. In Amazons Webservices  lassen sich Anwendungen in virtuellen Maschinen ausführen oder Dateien speichern (S3). Bei Amazon S3 handelt es sich um Speicher für das Internet. Es ist darauf ausgelegt, Entwicklern die Webskalierung der Rechenleistung zu erleichtern. Google bietet mit „Google Apps”vor allem Dienste wie E-Mail-Verwaltung, Textverarbeitung und Tabellenkalkulation an. Ein weiterer bekannter Cloud-Anbieter ist „Salesforce“, der  sich auf Unternehmenssoftware spezialisiert hat. Mittlerweile können es sich auch kleinere Unternehmen nicht mehr leisten, das Thema Cloud zu ignorieren.  Die Angebote der Cloud-Lösungen sind dabei vielfältig. Ob private oder geschäftliche Nutzung: Die Bandbreite der Dienstleistungen kann individuell angepasst werden.

Kategorien „As-a-Service”

Cloud-Dienste lassen sich in drei Kategorien unterteilen:

Infrastructure-as-a-Service (IaaS)

Platform-as-a-Service (PaaS)

Software-as-a-Service (SaaS)

 

Zu IaaS gehören Angebote, die Zugriff auf virtualisierte Rechner-Ressourcen geben, z.B. Server-Umgebungen oder Festplattenspeicher. Greift ein Nutzer auf Infrastructure-as-a-Service zurück, mietet er die für sein Rechenzentrum benötigte Hardware wie Server, Rechenleistung oder Netzwerkfunktionen als virtuellen Service. PaaS befindet sich eine Ebene über den Infrastructure-Diensten.  Hier werden Plattformen für Entwickler bereit gestellt. Zu PaaS gehören Datenbanken, Programmierumgebungen oder Verwaltungswerkzeuge. Ein Platform-as-a-Service ist beispielsweise das Web-Betriebssystem Google Chrome oder die Google App Engine. SaaS bildet die oberste Ebene der Cloud-Dienste. Hierunter versteht man komplette Anwendungen, die in einer Cloud laufen und von Kunden verwendet werden können. Die klassische Wolken-Anwendung stellt  Services und Programme bereit wie die Windows Live-Dienste sowie über den Browser abgerufene Anwendungen wie Google Docs.

 

Besonders kleinen und mittelständischen Unternehmen eröffnet die Cloud ganz neue Möglichkeiten bei der IT-Unterstützung der Geschäftsprozesse. Gegenüber konventionellen Hosting Angeboten erreicht Cloud Computing eine höhere Kosteneffizienz. Sogar öffentliche Verwaltungen haben den Cloud-Boom für sich erkannt. Die Stadt Los Angeles ersetzte 2011 das alte E-Mail-System durch die Online-Bürosoftware Googe Apps. Kollaboratives Arbeiten hält dank der Cloud immer mehr Einzug in Unternehmen.

Kollaboratives Arbeiten im Projektmanagement

Mit Hilfe von Cloud Computing lässt sich ein effizientes Projektmanagement realisieren. Alle Informationen sind an einem zentralen Ort abgelegt und aufrufbar. Die Arbeitsprozesse gestalten sich produktiver, da alle Mitarbeiter Zugriff auf dieselben Daten haben. Kollegen, die einmal nicht an einem Meeting teilnehmen können, erhalten schnell, oder sogar in Echtzeit, Einblicke in Dokumentenänderungen. Auch Kunden können von jedem beliebigen Ort auf Projektinformationen in der Cloud zugreifen. Das Software-as-a-Service-Modell macht Admin-Tickets oder lange Installationsprozesse einer Software überflüssig. Hinzu kommt, dass für ein cloud-basiertes Tool keine zusätzlichen Kosten für Hardware oder Wartungen anfallen.

Rechtliche Hürden meistern

Sicherheit und Governance: Das waren beim Cloud Computing bislang die wichtigsten Gegenargumente. Fragen rund um den Datenschutz sorgen immer wieder für Diskussionen. Dass die Daten innerhalb einer Cloud überall auf der Welt verwaltet werden können, sorgt ebenfalls für Wirbel. Für das Internet gibt es keine geografischen Grenzen. So kann der Cloud-Service schnell mit den für Unternehmen geltenden Rechtsvorschriften kollidieren. Dabei gibt es zuverlässige Möglichkeiten, in der Cloud zu arbeiten und gleichzeitig das unternehmerische Risiko gering zu halten. Ob Sie Daten ohne Personenbezug in die Wolke verlagern oder eine räumliche Begrenzung der Datenspeicherung per Vertrag abschließen: Für jede individuelle Cloud-Nutzung lässt sich das passende Modell finden. Profitieren Sie noch heute von den Vorteilen der Cloud und bleiben Sie parallel auf der sicheren Seite!