03.12.2014

Im Fahrzeug der Zukunft gehört der Internetzugang zur Grundausstattung. Der Autositz wird uns in regelmäßigen Abständen massieren und die Klimaanlage ist mit dem Online-Wetterdienst vernetzt. Doch nicht nur das: Fahrer erwarten zudem mehr Sicherheit und eine bessere Umweltverträglichkeit vom vernetzten Auto. Die Ansprüche an das “Connected Car” sind groß. Welche Hürden die Autoindustrie noch umschiffen muss und wie das gelingt, erfahren Sie hier.

Android und Apples iOS haben nach Smartwatch und Co. den Bereich “Connected Car” ebenfalls für sich entdeckt. Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O 2014 stellte Google zum Beispiel das “Android Auto” vor, welches Schnittstellen beinhaltet, die Smartphone, Apps und weitere Mobileservices anbinden. Analog zu diesem Konzept stellt Apple das CarPlay in Kooperation mit Microsoft und Ford bereit. Das vernetzte Auto der Zukunft beinhaltet allerdings viel mehr als einen Internetzugang. Infotainment, Sicherheit und Effizienz beim Fahren machen das Connected Car aus.

Das Auto der Zukunft denkt mit

Die Autos der Zukunft bewegen sich intelligent vernetzt, ähnlich wie Vogel- oder Fischschwärme. Staus können so deutlich verringert und Unfälle vermieden werden. Ein voranfahrendes Auto kann den Nachfolger zum Beispiel vor Glatteis warnen, das hinter der nächsten Kurve lauert. Der Bordcomputer leitet automatisch das Bremsen ein, ohne menschlichen Einfluss. Auf diese Weise kann in Wohngebieten auch das Tempo vollautomatisch auf 30 km/h beschränkt werden. In den Niederlanden wird dies bereits erfolgreich getestet.

PKW fügt sich in digitalen Lifestyle ein

Autokäufer von heute erwarten, dass sich ihr Fahrzeug nahtlos in den digitalen Lifestyle einfügt. Dazu gehört unter anderem ein digitales Adressbuch, Musik-Streaming-Dienste oder die Nutzung von Cloud-Diensten. Überdies arbeiten der Internetkonzern Google wie auch zahlreiche Autohersteller am autonomen PKW. Autos, die gänzlich ohne Fahrer auskommen, könnten schon bald Realität werden. Zudem ergänzen autonome Elemente wie ein Parkassistent, der am Straßenrand das lästige Einparken selbsttätig übernimmt, den Fahrkomfort. Mobilität wird damit entspannter, dank intelligenter Echtzeit-Verkehrssteuerung zugleich schneller und durch das Minimieren von Fahrfehlern auch sicherer.

Die Herausforderung für die Auto-Industrie

Ob das mobile Büro auf vier Rädern oder das fahrerlose Auto: Die Anwendungsfälle sind zahlreich. Dennoch ergeben sich für Automobilhersteller auch einige Hürden, die es zu umschiffen gilt. Da das Auto zunehmend mit Mobilfunkanbietern, Autoversicherern und weiteren Dienstleistungen vernetzt wird, ergibt sich eine gesteigerte Datenschutzanforderung. Um die Akzeptanz der Nutzer zu erzielen, müssen die Features an Bord begeistern und vertrauenswürdig sein. Das sollte die Mission der Automobilindustrie sein.

Mobile Verkaufsberater und Co.

Das Verkaufen und Präsentieren von Automobilen verändert sich analog zur zunehmenden Vernetzung. Cross-Commerce-Stores bieten sich hier ideal für die Automobilbranche an. Innerstädtische Showrooms mit mobilen Verkaufsberatern sind ein alternatives Vertriebskonzept mit Zukunft. Positive Erfahrung konnte Mercedes mit diesem Konzept machen. Seit 2011 besteht in Tokio ein innerstädtischer Shop namens “Mercedes-Benz Connection”, den bislang rund eine Million Menschen besucht haben. Online- und Offline-Welt verschmelzen zunehmend. Der große Vorteil: Sowohl langjährige Kunden als auch neue, junge Autofahrer können erreicht werden. Von Augmented Reality über 3D-Animationen bis hin zu Mobile Pop-Up-Stores: Flexible Präsentationen werden in der Automobilbranche nicht mehr belächelt, sondern gar gefordert, um neue Zielgruppen zu erschließen.

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