02.01.2014

Das Haus der Zukunft ist digital – da sind sich sowohl Ingenieure als auch Branchen-Experten einig. Während der Kaffee noch durchläuft, bestellt der Kühlschrank schon die aufgebrauchte Kaffeesahne nach. Was nach Science-Fiction klingt, ist zum Teil schon heute möglich.

Vor allem im Energiebereich wird an praxistauglichen Technologien getüftelt. Heizung, Rolläden und Sensoren, die aufeinander abgestimmt sind, oder das Hochfahren der Heizung per Smartphone: Die digitale Heimvernetzung ist auf dem Vormarsch. Für 2014 sollten Sie diese drei smarten Anwendungen im Blick behalten:

 

1.Connected TV & Multimediale Vernetzung

2013 haben bereits 60 Prozent der US-Breitband-Haushalte einen Fernseher mit dem Internet verbunden, so Barbara Kraus, Director of research bei “Connected CE”. Unter dem Begriff “TV Everywhere” entstehen intelligente, verbraucherorientierte Technologien. Die multimediale Vernetzung kann über das herkömmliche Computernetzwerk kabellos im ganzen Haus eingerichtet werden. Musik, Videos und Bilder lassen sich so über einen zentralen Server auf jedem Bildschirm im Haus anzeigen. Ein Film, der auf dem TV im Wohnzimmer unterbrochen wurde, kann so während des Kochens über das Tablet weiter angeschaut werden. Doch auch der Big Player Amazon soll sich zu einem “Technik-Goliath” entwickeln, der mit dem Kindle-TV ein individuelles Programm kreieren wird.

 

2. Home Automation

Ein voll automatisiertes Zu Hause ist der neueste Trend. Selbstgesteuerte Sicherheit, Forschung im Energie-Bereich und verbundene Produkte sollen den Verbrauchern ein angenehmes Wohnen ermöglichen. Wi-Fi, Netzwerke und Co. sind die Basis für das “Connected Home”. Innovative Entwicklungen gibt es beispielsweise von Philips. Ein LED-Leuchtsystem namens “Philips Hue” ermöglicht es, Lampen per mobile Device zu steuern. Über eine App können Nutzer Lampen aus der Ferne regeln und zeitlich terminieren. Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Trendradar:

 

3. Ambient Assisted Living (AAL)

Diese Entwicklung spricht vor allem Senioren an, denn Technik muss nicht immer nur für junge Leute bestimmt sein. AAL bietet ein sicheres und eigenbestimmtes Wohnen. Klingelt es beispielsweise an der Tür, kann per TV-Bedienung die Türkamera aktiviert werden. Die Unterschiede zwischen Smart Home und AAL verschwimmen, da sie sowohl von jungen als auch von älteren Menschen genutzt werden können. Assistenzdienste bietet aktuell das Wohnungsunternehmen THAMM & PARTNER in Potsdamer Wohnungen an. Ein sogenannter Web-Concierge läuft als Software auf dem PC oder Smartphone. Lieferdienste für Speisen, die mobile Buchung des Friseurs oder das Versenden von Informationen an den Hausmeister gehören zu den Services.

 

Forsa sieht intelligente Haustechnik vor dem Durchbruch

Connected Home ist ins Rollen gekommen. 57 Prozent der Deutschen halten innovative Hausautomation für wichtig und wollen darin investieren, so Forsa. Vor allem die Nachfrage nach Energiespartechnologien steigen. Ob sich die neuen Technologien langfristig durchsetzen liegt vor allem an der Nutzerfreundlichkeit. Smartphones pushen das “Connected Home”, da die Steuerung vor allem über Apps läuft. Eine mobile Bedienung erweitert den Spielraum und schafft Verknüpfungen zur Markenerfahrung. Das größte Potenzial liegt wohl im Lebensmittelhandel, in der Möbel-Industrie sowie bei Elektroanbietern. Marketing-Entscheider stehen nun vor der Herausforderung, den Nutzwert des smarten Zuhauses bei der Zielgruppe zu platzieren und von den Erleichterungen durch die Anwendungen transparent zu berichten.