22.03.2021

Allein im Jahr 2020 hat der Onlinehandel einen Zwei- wenn nicht sogar Drei-Jahres-Sprung in die Zukunft gemacht. Doch wer im E-Commerce erfolgreich bleiben möchte, muss seinen Kunden gerade während der Corona-Pandemie ein besonderes Einkaufserlebnis bieten. Gängige Features wie Produktbewertungen oder verschiedene Filter reichen längst nicht mehr aus, um Kunden zu begeistern. Sie suchen online Inspiration, Unterhaltung oder Informationen. Jene Shops, die ihren Internetauftritt besonders kreativ und einladend gestalten (ihn zum Beispiel wie ein Magazin aufziehen), haben damit bereits großen Erfolg. Insbesondere in den Branchen Mode, Kosmetik und Lebensmittel hat sich das Content Commerce-Prinzip bewährt. Und, es lohnt sich für Händler noch aus einem weiteren Grund ihren Shop mit relevantem Content anzureichern. Denn die Pandemie verstärkt die Kundenbindung: Wenige Lieblingshändler werden beim Einkauf bevorzugt. Wer es also schafft, sich einen festen Kundenstamm aufzubauen, profitiert. 

Vorteile von Content Driven Commerce

“Content Driven Commerce” – kurz Content Commerce – ist ein Ansatz, der sowohl Content Marketing als auch E-Commerce verschmilzt. Anders als bei Anzeigen oder Bannern steht nicht die positive Selbstdarstellung des Unternehmens im Mittelpunkt. Vielmehr geht es darum, die Kund*innen während des gesamten Kaufprozesses mit relevanten Inhalten zu inspirieren, die sich je nach Unternehmen und Zielgruppe unterscheiden. Das können zum Beispiel Produktvorstellungen im Videoformat sein, Stylingtipps, oder auch eine persönliche Beratung online.  

Neben der Kundenbindung, erhöht dieses Konzept auch die Conversion-Rate. Shopbetreiber*innen können sich zudem positiv zum Wettbewerb differenzieren. Und auch Google und andere Suchmaschinen werden Ihr Engagement mit besserer Sichtbarkeit in den Suchergebnissen belohnen und es Kund*innen erleichtern, Ihren Onlineshop überhaupt zu finden. 

Technische Verschmelzung von Shop und CMS

Um die Vorteile von Content Commerce voll auszuschöpfen, müssen Shop und Inhalte eng verzahnt werden. Kunden müssen so nicht mehr zwischen unterschiedlichen Plattformen hin und her wechseln, weil sie alles integriert finden. Für den Projekterfolg ist die richtige technologische Systemarchitektur absolut entscheidend.

Jedes System hat seine Stärken. Die CMS-Funktionalitäten eines E-Commerce-Systems wie Shopware, OXID oder Magento können keineswegs mit dem Funktionsumfang eines ausgewachsenen Enterprise-CMS wie TYPO3, Drupal oder FirstSpirit mithalten. Daher müssen sich Unternehmen bewusst machen, worauf sie den Fokus legen möchten”

erklärt Gregor Mönks, Teamleiter Entwicklung eCommerce bei TWT.

Beide Systeme sollten bestmöglich zusammenpassen. So bieten sich beispielsweise Systeme mit einer ähnlichen oder gleichen Softwarearchitektur sowie gleichem Technologiestack an. Dies erlaubt Synergien beim Betrieb wie auch in der Entwicklung.

Für die Integration von Shop und CMS gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: Entweder laufen sie gleichrangig nebeneinander oder eines der Systeme ist wahlweise führend.

Shopsystem und CMS sind gleichrangig

Diese Variante lässt sich schnell umsetzen, da nur eine lose Verbindung besteht. Das jeweils andere System steuert seine Inhalte über eine API (Schnittstelle) bei. Ein Nachteil: Navigation, Suche, Empfehlungen oder Personalisierung lassen sich nur schwer integrieren.

Ein System ist führend

Bei dieser Variante werden beide Systeme vollständig headless betrieben. Das heißt sie liefern ihre Inhalte über eine zumeist RESTfull-API (Schnittstelle) an ein entkoppeltes Frontend. Hier hat sich React mehr und mehr als Standard etabliert. 

Das sollten Sie bei der Wahl einer Lösung beachten:

Jedes Unternehmen hat natürlich andere Anforderungen an ein System. Dennoch gibt es ein paar Kriterien, die eine integrierte Content-Commerce Lösung erfüllen sollte:

  • Produkt und Inhaltsseiten sollten sich auf eine einfache Weise kombinieren lassen. So können Mitarbeiter*innen Kampagnen und Aktionen effizient umsetzen.
  • Das CMS sollte eine flexible Gestaltung der Inhalte ermöglichen und Bilder sowie Videoformate unterstützen.
  • Das System sollte personalisierte Inhalte ausliefern können, die auf das Benutzerprofil, den Warenkorb oder den Interessen Ihrer Zielgruppen zugeschnitten sind.
  • Eine modulare Struktur ermöglicht es jederzeit individuelle Anpassungen vorzunehmen.

 

Um lange und kostspielige Experimente zu vermeiden, ist es ratsam sich den Rat von Experten einzuholen, die mit E-Commerce und Shopware-Lösungen bestens vertraut sind. Wir beraten Sie gern rund ums Thema E-Commerce und unterstützen Sie bei der Integration von CMS und Shopsystem.