26.08.2013

Meister Proper, Dr. Best oder das Michelin-Männchen: Was einst bei einer breiten Masse funktionierte, lockt heute nur noch wenige Kunden hinter dem Ofen hervor. Die klasssiche Werbung hat zwar noch immer ihre Berechtigung, doch sie funktioniert im digitalen Zeitalter nur noch sehr begrenzt. Die Generation Y verlangt nach Inhalten, mit denen sie etwas anfangen kann und die nah an ihrem Alltag sind. Vor allem Bewegtbild funktioniert hier gut. Doch auch andere Content-Formen können Sie für das Marketing Ihrer Marke oder Ihres Unternehmens optimal einsetzen.

 

Content Marketing bietet die Chance, als Publisher eine neue Art der Kundenbindung aufzubauen. Gutes Content-Marketing zieht die Produkt- oder Unternehmens-Zielgruppe auf sachlicher und emotionaler Ebene an und bindet sie dadurch nachhaltiger an Sie als Anbieter. Der verarbeitete Content preist weniger eine konkrete Dienstleistung an, als dass er eine Story um diese Leistung oder das Produkt spinnt. Das Credo: Weg von der Schweinebauchanzeige hin zum Viral-Video. Zugegeben, dieses Konzept eignet sich nur bedingt für den Tante Emma-Laden von nebenan, aber für mittlere und große Unternehmen hat der Einsatz von Content-Marketing viele Vorteile:

 

  • der Aufbau und die Pflege von Beziehungen zu Kunden und Geschäftspartnern
  • die Anerkennung als Experte auf einem bestimmten Gebiet
  • die Neukundengewinnung
  • die Reichweitenerhöhung bei Social Media
  • Virale Verbreitung von Botschaften

www.youtube.com/embed/moiP89dWyok 

 

Neue Kundenansprüche verändern das Marketing

Der Siegeszug der digitalen Medien und die Nutzung von sozialen Netzwerken durch alle Gesellschaftsschichten hinweg, bilden die Grundlage für den Erfolg von Content Marketing. Heutzutage lassen sich viel schneller direkte Kontakte zum Kunden herstellen, der durch die neue Schnelllebigkeit und Informationsflut auch höhere Ansprüche an eine Marke hat. Insbesondere im Corporate Publishing gehört die neue Disziplin schon zum neuen Must-have. Im digitalen Bereich zählen hier vor allem Microsites und eigene Videos auf YouTube zu den neuen Erfolgsfaktoren. Diese Tipps sollten sie beachten:

  • Produzieren Sie echten Mehrwert für Ihre Zielgruppe
  • Verwenden Sie eine für Google optimierte Überschrift (max. 63 Zeichen, 3 Keywords)
  • Drücken Sie sich klar und verständlich aus
  • Denken Sie an eine übersichtliche Struktur des Textes
  • Setzen Sie Hyperlinks
  • Verwenden Sie Keywords nur in Maßen (2-3 Prozent Keyword-Dichte)

 

Beratende und unterhaltende Inhalte statt Werbeanzeigen

Produktseiten können beispielsweise bei redaktionellen Inhalten wie Reportagen oder Best Practices eingebunden werden. Jede Zielgruppe hat andere Fragen: Wie wende ich das Make-up richtig an? Wie spare ich Steuern? Oder wie kann ich Prozesse optimieren? Geben Sie Antworten auf Fragen Ihrer Zielgruppe. Hier bietet sich ein Corporate Blog an, über den regelmäßig fachlicher Content gepostet wird. Ein Blog eröffnet die Möglichkeit, Informationen in Form von redaktionellen Inhalten in chronologischer Reihenfolge einem breiten Publikum bereitzustellen.

Die Artikel eines Unternehmensblogs können darüber hinaus sehr gut für die Pressearbeit verwendet werden, indem sie als Fachbeiträge für Zielmedien aufbereitet werden. So werden zusätzliche Kontakte zu Fachleuten, Geschäftspartnern und Journalisten, sowie zu neuen Kunden und Interessenten aufgebaut. Die Inhalte von (guten) Blogs sind stets aktuell und helfen, die Suchmaschinen-Positionierung zu verbessern.

 

Weg von lauten Claims, hin zu echtem Mehrwert

Eine Studie von Facit Research zeigt, dass mehr als die Hälfte von 60 befragten Marketingverantwortlichen bereits über entsprechende Maßnahmen im Content Marketing verfügen. 37 Prozent planen bereits, Content Marketing in Ihre Unternehmens-Strategie aufzunehmen. Lediglich 8 Prozent gaben an, dass das Marketing mit Inhalten für Ihr Unternehmen keine Rolle spielt.

 

Content Marketing-Prozess:

Unternehmen können sich durch den Einsatz von Content Marketing als kompetenter Ansprechpartner für Fachthemen bei Ihrer Zielgruppe platzieren. Doch es gilt einiges zu beachten:

1. Ziele

Setzen Sie sich konkrete Ziele, bevor Sie blind drauflos texten oder posten. Welche Kanäle bieten sich für mein Unternehmen an und welche Erwartungen haben unsere Kunden an uns? Seien Sie sich ganz sicher, wer Ihre Zielgruppe ist und welche Mehrwerte Sie Ihnen bieten wollen. Je konkreter und zielsicherer Sie im Voraus planen und messbare KPIs festlegen, desto besser lassen sich im Nachhinein Schwachstellen ausmerzen.

2. Produktion

Gerade die Erstellung der Inhalte nimmt einen Großteil der Ressourcen in Anspruch und ist ein immer wiederkehrender Aufwand. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, sogenannten Unique Content zu erzeugen, also Inhalte, die einzigartig sind und Wiedererkennungswert besitzen. Grenzen Sie sich mit Ihrer Themenwahl und dem Design von Ihren Mitbewerbern ab. Behalten Sie stets die Wünsche und Interessen Ihrer Zielgruppen im Kopf. Für die Content-Produktion sollten fixe Ansprechpartner eingestellt werden, sodass die Ressourcen auch optimal geplant werden können.

3. Distribution

Prüfen Sie bei jedem einzelnen Beitrag, welche Medien sich zur Streuung anbieten. Entscheiden Sie, ob auch die Nutzung mehrerer Kanäle, wie z. B. Blog und Soziale Netzwerke gleichzeitig, sinnvoll ist. Sie sollten bedenken, dass eigene Plattformen, wie z. B. der unternehmenseigene Blog zunächst keine große Reichweite haben. Deswegen sollten Sie die Kooperation mit etablierten Blogs und die Streuung in sozialen Medien immer in Betracht ziehen. Erst durch die Verbreitung und Erreichung möglichst hoher, aber gezielter, Reichweite zahlt sich die Investition in Content Marketing für Sie aus. Gute Kanäle zur Verbreitung können zum Beispiel sein:

 

  • Soziale Netzwerke (Facebook, twitter, Google+, Pinterest, XING etc.)
  • Gastbeiträge in Fachzeitschriften
  • Unternehmenseigener Blog
  • Fachvorträge (z. B. Konferenzen)
  • Videoplattformen (Vimeo, Youtube)
  • Präsentation-Plattform (Slidesahre)
  • User-Foren

Egal welche Kanäle Sie wählen, ein gut gepflegter und durchdachter Social Media-Auftritt erzeugt meist mit realtiv wenig Ressourcen hohe Reichweiten.

4. Interaktion

Die wahre Power Ihres Contents entfaltet sich dann, wenn Sie in direkte Kommunikation mit Ihren Zielgruppen treten. Bei Print-Content ist der unmittelbare Dialog nicht so einfach wie beispielsweise in sozialen Netzwerken. Hier können über Kommentare Fragen geklärt und eine persönliche Bindung zum Unternehmen hergestellt werden. Kommentare sollten (so gut wie) immer und möglichst zeitnah beantwortet werden.

5. Analyse

Um auch die Strategie richtig anpassen zu können, müssen die Content Marketing-Aktivitäten beobachtet und ausgewertet werden. In der Planungs-Phase müssen messbare KPIs erarbeitet werden, um im Anschluss genaue Zahlen wie Klicks, Besuche, Besuchsdauer, Social Shares etc. bewerten zu können. Im Laufe der Zeit können und sollten diese Zahlen angepasst werden. Zu Beginn der Aktivitäten sind Follower- und Fanzahlen noch ein gutes Erfolgskriterium. Auf Dauer sollten jedoch Interaktions-Kennzahlen wie Shares und Kommentare als wichtiger eingestuft werden. Hier gilt: Gut Ding will Weile haben. Beim Content Marketing können manchmal erst nach Monaten die ersten Erfolge eintreten. Es heißt am Ball zu bleiben und Geduld zu bewahren.

Die neue Strategie verändert langfristig auch die klassische Werbung. Sie kann sich nicht länger auf Platitüden stützen, sondern wertvolle Inhalte mit einbeziehen. TWT Interactive unterstützt Sie bei der Planung und Umsetzung Ihrer Content-Strategie. Kommen Sie gern auf uns zu.