11.04.2013

Ein passender Blog lohnt sich für nahezu jede Dienstleistung oder Produkt. Mit einem guten Unternehmensblog können Sie sich bei Ihrer Zielgruppe strategisch als qualifizierter Ansprechpartner platzieren. Doch ziellos „drauf los bloggen” kann Ihrem Unternehmen mehr Schaden als Nutzen bringen. Wir zeigen Ihnen, mit welchen Tipps und Tricks Sie die optimale Blogstrategie finden.

Ein Blog bietet die Möglichkeit, Informationen in Form von redaktionellen Inhalten in chronologischer Reihenfolge einem breiten Publikum bereitzustellen. Dabei stehen die neuesten Artikel immer an oberster Stelle und Nutzer haben idealerweise die Möglichkeit, Beiträge zu kommentieren und auf sozialen Netzwerken zu teilen.

Ein weiteres charakteristisches und nutzerorientiertes Element ist die sogenannte “Blogroll”. Diese Liste weiterer relevanter Blogs kann genau wie die “Tag-Cloud”, die alle Schlagwörter zu den einzelnen Artikeln in einer Begriffs-Wolke sammelt und so als alternatives Themen-Menü dient, eingesetzt werden kann.

 

Wichtiger Teil im Content-Marketing

Unternehmensblogs ermöglichen und intensivieren den Dialog zwischen dem Unternehmen und seinen Lesern und sind deshalb ein wichtiger Teil des Content Marketings. Ein Blog bietet Unternehmen die Chance, der Marke oder einem Produkt ein persönliches und vielschichtiges Gesicht zu geben.

Die Artikel eines Unternehmensblogs können darüber hinaus sehr gut für die Pressearbeit verwendet werden, indem sie als Fachbeiträge für Zielmedien aufbereitet werden. So werden zusätzliche Kontakte zu Fachleuten, Geschäftspartnern und Journalisten, sowie zu neuen Kunden und Interessenten aufgebaut. Die Inhalte von (guten) Blogs sind stets aktuell und helfen, die Suchmaschinen-Positionierung zu verbessern.

 

Qualität und Aktualität

Der Zeitaufwand für die Realisierung eines Blogs ist hoch, da regelmäßig längere und vor allem qualitative Beiträge verfasst werden sollten. Dieser Aufwand und die benötigte Expertise dürfen von Marketing-Verantwortlichen nicht unterschätzt werden. Professionelle Digital-Dienstleister helfen bei der strategischen Planung und Umsetzung von Corporate-Blogs.

Viele Unternehmen nutzen bereits erfolgreich die Möglichkeiten, die ihnen Blogs bieten. Dennoch haben die Social Media-Netzwerke Blogs in den Hintergrund gedrängt, da sie vermeintlich weniger Aufwand verlangen und eine sehr große Leserschaft erreichen.

Im Kontext des aktuellen Siegeszugs des Content-Marketings erlangt Corporate-Blogging jedoch langsam wieder einen höheren Stellenwert. Die Leser von Facebook und Twitter schätzen es, inhaltsstarke Posts und Tweets der favorisierten Unternehmen zu erhalten. Aktuell wird in der Marketing-Szene bereits von einem Blog-Revival gesprochen.

 

Technische Aspekte

In Abstimmung mit Ihren Unternehmenszielen, Ihrer Kommunikationsstrategie, dem Firmenimage und bereits vorhandenen Designvorstellungen sollte auch der Coporate Blog erstellt werden, um dem Benutzer die größtmögliche Usability zu bieten. Eine ansprechende Ästhetik muss hier im Einklang stehen mit einer nachvollziehbaren Navigation und einer sinnvollen Aufteilung der Inhalte.

Das Open Source Content Management System WordPress eignet sich als ganzheitliches System optimal zur Erstellung von Unternehmens-Blogs und bietet umfangreiche Funktionen. Die komfortable Bedienung macht es möglich, einen Blog auch ohne HTML-Kenntnisse zu realisieren und Beiträge zu erstellen. Durch ein übersichtliches Backend mit einfachem Redaktions-System können Inhalte über das Web von überall eingestellt und bearbeitet werden. WordPress bietet standardmäßig fünf unterschiedliche Benutzerrollen:

  • Administrator: hält das volle, uneingeschränkte Eigentum an einem Blog und kann absolut alles tun
  • Redakteur:  kann jede(n) Artikel/Seite ansehen, bearbeiten, veröffentlichen und löschen
  • Autor: kann seine eigenen Artikel bearbeiten, veröffentlichen und löschen sowie Dateien/Bilder hochladen
  • Mitarbeiter: kann seine eigenen Artikel bearbeiten, kann sie aber nicht veröffentlichen
  • Leser: keine Bearbeitungsrechte

Jedem Mitarbeiter kann so eine ganz konkrete Benutzerrolle zugeteilt werden, so dass er nur die für ihn bestimmten Inhalte und Funktionen erhält. Über Plugins lassen sich noch weitere Features installieren:

  • Social Media Integration über Widgets mit den Informationen aus Twitter, Facebook und vielen mehr
  • YouTube Video-Integration
  • Social Bookmarking
  • Suchmaschinen-Optimierung (SEO)
  • Passwortgeschützte Bereiche
  • etc.

TWT Interactive berät zu WordPress, zeigt auf was es leisten kann, und was nicht, und analysiert welche Informationen besser über ein Enterprise Content Management System wie TYPO3 publiziert werden sollten.

http://www.youtube.com/embed/zQaIWozb_Oo 

 

Die richtigen Inhalte

Bei einer guten Auswahl von relevantem und qualitativ hochwertigem Content bleiben User einer Marke eher treu, als mit rein werblichen Inhalten. Beiträge können sowohl Texte als auch Bilder, Infografiken und Audio- bzw. Videodokumente etc. enthalten. Unternehmen müssen die für sie passenden Nischen besetzen oder gar erst entwickeln, um Interesse zu wecken und den Markt mit einzigartigen Informationen zu bedienen.

Eine gute Recherche ist dabei das A und O, um den besten Content für Ihren Unternehmensblog zu produzieren und nicht in der Masse anderer ähnlicher Inhalte unterzugehen. Bei der Erstellung wird lediglich indirekt auf das Produkt oder die Dienstleistung hingewiesen, wobei die Kaufabsicht im Hintergrund bleibt.

Ist der Blog-Content erstellt, können Sie mit der Verteilung in weitere Kanäle beginnen. Die Inhalte sollen die potenziellen Kunden auf möglichst vielen Wegen erreichen. Über soziale Netzwerke oder auch Themenportale wird der Blog dann optimalerweise auch viral bekannt. Für einen hohen Widererkennungswert sorgen regelmäßiger, multimedialer Content, Personalisierung sowie Einblicke ins Unternehmen.

 

Best Practices

Daimler zeigt mit seinem Unternehmens-Blog, wie gute Unternehmenskommunikation mit digitalen Mitteln aussehen kann:

blog.daimler.de

Bereits seit 2007 berichtet Daimler in seinem Blog über das Arbeitsleben seiner Mitarbeiter und behandelt unternehmensrelevante Ereignisse.

Coca Cola greift auf seiner US-Konzernseite bereits Techniken auf, die viel mehr aus der Blog-Welt bekannt sind als aus der klassischen Unternehmenskommunikation:

www.coca-colacompany.com

Es sind nach dem Login über externe Accounts wie Facebook, Twitter oder WordPress beispielsweise direkte Kommentare möglich.

 

 

5 Tipps, wie Ihnen der Unternehmensblog gelingt:

  • Finden Sie die richtige Content-Strategie

Neben einer Agenda brauchen Sie eine kontinuerliche Themenplanung sowie eine passende Content-Strategie. Eine gute Strategie spürt auch der Leser, da er sich besser in der Themenwelt zurechtfinden wird. Ohne Content-Fahrplan wird es sowohl für Absender als auch für Adressat schwierig, Nutzen aus einem Blog zu ziehen.

  • Nehmen Sie das Bloggen ernst

Ein Blog soll langfristigen Erfolg bringen – und das bedeutet Planung und Arbeit. Sowohl Endverbraucher als auch B2B-Entscheider gehen auf der Suche nach interessanten und für sie relevanten Informationen und Lösungen zuerst über Suchmaschinen. Eine gute Visibilität der eigenen Themen und Dienstleistungen durch einen guten Corporate- oder Themen Blog helfen Ihnen dabei.

 

  • Jeder Beitrag zählt

Von den Suchmaschinen wird jeder Beitrag einzeln gewertet. Deswegen sollten Sie mit jedem Blogeintrag genau wissen, welches Ziel Sie verfolgen. Geben Sie Ihren Texten Struktur und Inhalt. Nur so können Sie mit jedem Beitrag in Ihrer Zielgruppe punkten. Bei Google und Co. belegen relevante Blogbeiträge oftmals die oberen Plätze, wenn sie dem Leser echten Mehrwert bieten.

 

  • Nehmen Sie sich Zeit

Gut Ding will Weile haben – das gilt auch beim Bloggen. Die ersten Artikel eines Blogs werden meist nur von sehr wenigen Lesern wahrgenommen. Promoten Sie Ihren Blog auf Facbeook und anderen Kanälen. So erhalten Sie im Laufe der Zeit mehr Leser und die Inhalte verbreiten sich viral.

 

  • Kommentieren Sie

Kommentare von Besuchern sind beim Bloggen kein lästiges Übel, sondern eine gute Möglichkeit, in Dialog mit Ihren Lesern zu treten. Achten Sie dabei auf eine vertretbare Beantwortungsfrist. Leserreaktionen sollten Sie im Auge behalten, um zeitnah adäquat zu reagieren.

  • Verlinken Sie

Für Leser, die weitergehende Informationen zu Ihrem Blogbeitrag suchen, sind Links innerhalb eines Textes ein guter Service. Wenn sie andere Quellen verlinken, können Sie auch auf entsprechende Backlinks in anderen Blogs, auf Facebook oder Twitter hoffen. Natürlich sind auch Verlinkungen zu anderen Beiträgen Ihres eigenen Blogs immer gut.