02.06.2016

Immer häufiger bieten Marken ihre Produkte nicht nur im eigenen Online Shop an, sondern nehmen auch am stationären Handel teil. Einer Studie der Kölner Handelforschung EHI zu Folge, haben rund 5.000 bekannte Online Marken auch mindestens einen Laden eröffnet. Zu den großen Multichannel-Anbietern gehören auch mymuesli oder Zalando.

Markenerlebnis vom Online-Handel mit stationären Handel verbinden

Durch die Multichannel-Strategie, der Erweiterung des Vertriebs um einen Kanal, ist es den Unternehmen möglich auch Zielgruppen, die sie mit ihrem Online Shop nicht erreicht hätten, anzusprechen. Der Großteil des Umsatzes der Multichannel Commerce-Betreiber wird ohne Einfluss des Online Shops erzielt. Im Ladengeschäft hat der Kunde die Möglichkeit, ein Produkt näher zu begutachten. Er kann Waren direkt anprobieren oder anfassen. Das Markenerlebnis wird durch den stationären Handel verlängert. Für den Shop mymuesli, der zunächst ausschließlich online personalisierte Mischungen von Haferflocken und Co anbot, ist der Offline-Handel ein wichtiger Vertriebsweg. Im Lebensmittelbereich spielt die Möglichkeit, an Produkten zu riechen oder sie zu probieren eine noch größere Rolle. Durch ein Geschäft bietet sich dem Unternehmen zudem die Möglichkeit, Cross Channel-Angebote einzusetzen. Das bedeutet: Der Kunde kann seinen Kauf kanalübergreifend abschließen. Auch die Beratung im Geschäft, mit anschließendem Online-Kauf, ist so möglich. Durch diesen Service steigt die Kundenbindung. In Geschäften kann dem Verbraucher auch nach dem Online-Einkauf Service geboten werden, so zum Beispiel, wenn das Produkt an spezielle Bedürfnisse angepasst werden muss. Die kanalübergreifende Dienstleistung optimiert einerseits das Kauferlebnis, andererseits wirkt es sich positiv auf das Vertrauen des Kunden in eine Marke aus. Dass sich die Eröffnung eines Geschäftes lohnt, zeigt das Beispiel mymuesli. Inzwischen hat das Unternehmen rund 30 Läden innerhalb Deutschlands eröffnet. Dort kann das Müsli getestet, zusammengestellt und direkt mitgenommen werden.

Mobile und Online Erlebnis im Store umsetzen

Zu einer guten Cross Channel Commerce-Strategie gehört es, Online- oder Mobile-Anwendungen mit dem stationären Kauferlebnis zu verbinden. Viele Unternehmen verlängern bereits ihren Service durch die persönliche Beratung im Geschäft. Kunden können ein gewünschtes Produkt vor Ort kaufen oder online erwerben. Click & Collect, dreht das Prinzip um. Die online erworbene Ware kann unmittelbar nachdem sie im Warenkorb abgelegt ist, im Geschäft abgeholt werden. Bei einigen Marken kann man beim Kauf eines Produktes im Geschäft Punkte in einer Mobile App sammeln und erhält durch diese Zugang zu speziellen Angeboten im Online Shop. Eine solche Lösung bietet zum Bespiel H&M mit dem H&M Club an.

Mit Pop Up Store oder Partnerschaften Offline-Wert der Marke testen

Mit der Eröffnung eines stationären Geschäfts haben Marken die Möglichkeit, ihre Kompetenz über einen weiteren Kanal zu präsentieren. Kunden, die online nicht mit der Marke dem Unternehmen in Kontakt gekommen wären, werden am Point of Sale abgeholt. Abgesehen von der Kundenbindung, lässt sich durch die Eröffnung eines Geschäfts mehr zusätzlich Umsatz generieren. Der Anteil deutscher Online Händler liegt aktuell bei 12 Prozent. Stationäre Vertriebswege werden zukünftig erhalten bleiben. Unternehmen müssen nicht direkt den Schritt der Ladeneröffnung wagen. Durch die Eröffnung eines Pop Up Stores oder Partnerschaften kann der Offline Markenwert ermittelt werden.

Wollen auch Sie Ihren Kunden kanalübergreifende Kauferlebnisse bieten, sprechen Sie uns gerne an. Wir entwickeln mit Ihnen eine optimale Strategie.