06.03.2013

Vielen Männern bereitet das Bummeln durch Geschäfte oder das „Schlendern” durch die zahllosen Seiten eines Online-Shops schlichtweg kein Vergnügen. Es ist anstrengend, zeitraubend und oft finden die Modemuffel nicht das passende Outfit. Doch jetzt ist Hilfe da: Curated Shopping.

Was ist Curated Shopping überhaupt?

Curated Shopping heißt so viel wie „betreutes” Shoppen. Das Grundprinzip funktioniert so: Online-Händler reduzieren beim Curated Shopping-Modell die Fülle ihres Angebots für den Kunden. Interessierte Käufer füllen einen Fragebogen zu ihrem Kleidungsstil, Kleidergröße, Beruf oder Vorlieben bei Farben aus. Daraufhin erhält der Kunde ein Paket mit ausgewählten Kleidungsstücken, zusammengestellt durch den persönlichen Fachberater des jeweiligen Online-Shops. Bezahlt wird nur das, was auch gefällt. Die restlichen Kleidungsstücke können als Retoure zurückgeschickt werden. Diese Vorfilterung durch den Händler verfolgt das „Weniger-ist-mehr-Prinzip”. Als Zielgruppe spricht Curated Shopping in erster Linie Männer an, die oft Modemuffel sind, aber auch Frauen, die in ihrem Alltag sehr eingespannt sind. Die Kundenwünsche präzise abzudecken, ist die erste Prämisse im Curated Shopping.

Welche Möglichkeiten eröffnen sich Händlern?

Der personelle Aufwand macht sich für Online-Händler bezahlt, denn die männliche Zielgruppe ist bindungsfreudig. Sein Vertrauen wächst nach dem ersten Kauf stetig und der Stylist lernt seinen Kunden mit jedem Paket besser kennen. Curated Shopping ist auf eine langfristige Kundenbeziehung ausgelegt. Glückliche Kunden lassen die Retourenquote schnell sinken. Denn diese kann bei diesem Geschäftsmodell schnell zum Problem werden, vor allem für kleine Versandhändler. Um die Retouren-Quote weiter zu minimieren, kann sogar ein digitaler Showroom zur vorherigen Auswahl eingerichtet werden. So gehen Sie als Händler sicher, dass der Kunde garantiert nur das bestellt, was ihm in der Auslage des Beraters zusagt.

 

In Deutschland sind zurzeit zwei Anbieter unterwegs, die auf Männer zugeschnittene Mode anbieten: Modomoto und Modemeister:

 

Modomoto: „Was ist Dein Look?“ Damit wirbt der Online-Shop Modomoto. Styletest, Vorauswahl, persönliche Beratung und Auswahl für zu Hause. Das bietet Modomoto Männern an. Der Zeitaufwand ist gering, die Kosten nicht höher als im Einzelhandel.

 

Modemeister: Bei Modemeister.com stellt ein ganzes Fashion-Team individuelle Herren-Outfits zusammen. Eine hochwertige Auswahl an Marken und exklusivem Service bietet Männern ein Einkaufserlebnis der besonderen Art. 

Ursprünglich kommt der E-Commerce-Trend aus den USA. Hier gibt es auch einige Start-Ups, die Männern das für sie lästige Shoppen abnehmen.

 

Frank & Oak: Männern in der Zielgruppe zwischen 20 und 35 wird das lästige Shopping abgenommen. Nach Angabe der Vorlieben erhalten sie einen monatlichen Newsletter. Fünf Kleidungsstücke können daraus ausgesucht werden, die dann nach Hause geschickt werden.

 

Curated Shopping für Frauen

Auch Frauen müssen auf persönliche Online-Modeberatung nicht verzichten. Der Fashion- und Stylingservice „JustFab” aus den USA bietet modebewussten Frauen einen Einkaufsspaß der besonderen Art und der Trend ist bereits in Deutschland angekommen. Nach dem Ausfüllen eines Fashion-Persönlichskeit-Quiz, erhalten Mitglieder eine monatliche, individuelle Auswahl an Schuhen, Taschen uvm.

Curated E-Commerce: Zukunft des Mode-Handels

Wenn eine einzelne Online-Suche Tausende von Produkten anzeigt, unterstützt Curated E-Commerce die Käufer bei ihrer Entscheidung. Curated Shopping überschneidet sich dabei mit einigen anderen Marketing-Strategien, wie dem Social Shopping oder dem Empfehlungs-Marketing. Nicht nur die Modebranche profitiert von dem Trend, auch andere Branchen wie Innenausstattung oder der Lebensmittelhandel können von dem E-Commerce-Modell profitieren.