06.02.2019

Bitcoin hat, möchte man Experten-Meinungen Glauben schenken, seine besten Zeiten hinter sich. Die Blockchain-Technologie boomt weiter und gewinnt unter Publishern an Bedeutung. Eine Studie des Weltverbands der Zeitungen und Zeitungsverlage (BDZV) hat sich dem Potential Blockchain gewidmet. Wir fassen die Ergebnisse zusammen. 

Redaktionelle Inhalte über die Blockchain sichern

Eine Blockchain basiert auf einem kryptographischen Verfahren. Datensätze sind in “Blöcke” aufgeteilt. Diese Blöcke sind miteinander verkettet. Jeder Block enthält dabei einen kryptographisch sicheren Hash des vorherigen Blocks. In diesem Hash sind Zeitstempel und Transaktionsdaten enthalten. Nicht nur Banken profitieren von der Blockchain, um betrugssichere Datensätze zu versenden. In Verlagen boomt die Technologie ebenfalls. Wer Quellen und Original-Dokumente sicherstellen möchte, kann von der Blockchain profitieren. Die Entstehung eines redaktionellen Beitrags kann über die Blöcke komplett dokumentiert werden. 

Vertragswesen über die Blockchain 

Publisher können Autorenverträge oder andere Abschlüsse mit Medienpartnern über die Blockchain abwickeln. Die Blockchain bietet hier ein Transaktionsprotokoll. So lassen sich rechtliche Dokumente, deren Authentizität jederzeit sichergestellt ist, für alle Vertragsparteien transparent machen.  Die Blockchain schützt geistiges Eigentum. Inhalte können unter Einhaltung von Urheber- und Lizenzrechten an Abnehmer lizensiert werden. Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) verfolgt solch einen Ansatz bereits. Über ein Lizenzsystem können Unternehmen Inhalte der dpa und anderen Publishern rechtssicher veröffentlichen. 

Die Technologie entwickelt sich rasant weiter. Wir behalten die Entwicklung für Sie im Auge.