25.03.2014

Parallel zum TV-Konsum einen zweiten Bildschirm wie das Smartphone oder Notebook zu nutzen ist üblich geworden. Das Fernseh-Programm wird zunehmend mit Apps und Webseiten verknüpft, die um die Aufmerksamkeit des Nutzers buhlen. Neben der Kommunikationsstrategie wird der Einsatz der passenden Technologie immer wichtiger, um Produkte in der Lebenswelt der Konsumenten zu verankern. Marken und Unternehmen sollten daher jetzt Second Screen-Technologien implementieren. 

TV trifft auf Second Screen

43 Prozent der Deutschen nutzen parallel zum TV-Programm das Smartphone, Tablet oder den Laptop. Das ergibt eine repräsentative Umfrage von Kabel Deutschland. Stärker denn je kämpfen Werbetreibende im TV um die Gunst der Zuschauer. Second Screen nennt sich das Nutzer-Phänomen, das Anlass für neue Geschäftsmodelle bietet. Vor allem im eCommerce greift dieses Modell: Der Zuschauer sieht einen TV-Spot eines Fashion-Labels, sucht sich über das Tablet sein Lieblings-Shirt aus und legt es in den Warenkorb. So sieht der Idealfall aus – doch dieser lässt sich nur mit Kreativität und der passenden Technik umsetzen. Zum einen muss der Spot animierend genug sein, damit der Konsument zum mobilen Endgerät greift und anfängt, sich durch das Sortiment zu scrollen, zum anderen bedarf es einer innovativen Entwicklung einer Online-Applikation, die der Nutzer dazu passend auswählen kann.

 

Neue Technologien für die Second Screen-Anwendung

Lösungen, die Second Screen-Apps und den Fernseher zusammenbringen, sind aktuell in aller Munde. Das Münchner Unternehmen wywy hat eine Technologie entwickelt, die eine Interaktion zwischen Zuschauer und der Sendung in Echtzeit ermöglicht. Dazu wird das TV-Signal mit der Second Screen-App synchronisiert. Verzögerungen im TV von 5 bis 60 Sekunden entfallen somit. Ein Beispiel: Der Basketballer steigt gerade zum Sprungwurf auf, während im Second Screen bereits über den gelungenen Wurf gesprochen wird. Das stört den Austausch in Echtzeit. Die wywy-Technologie schafft Abhilfe und bietet anhand einer eigenen App sekundengenaue Interaktivität. Die Technik dahinter nennt sich Automatic Content-Recognition, kurz ACR. ACR findet heraus, welches TV-Programm der Nutzer gerade schaut und wie groß die Verzögerung ist. wywy bietet TV-Sendern, Second Screen Anbietern, Content Managern und der Werbewirtschaft so die Option, zeitnah mit dem Nutzer zu interagieren.

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Ein weiteres Best Practice ist die Anwendung Miso aus den USA. Die Social TV Plattform belohnt ihre Nutzer mit Punkten, wenn sie in ihre Lieblingssendung “einchecken”. Über die App lassen sich die errungenen Punkte via Twitter und Facebook teilen, sodass man schnell zum Punktekönig aufsteigt. Zusätzlich werden Interaktionselemente während der Sendung geboten: Nutzer, die zu Beginn der Sendung online sind, können parallel Fragen zur Sendung stellen und Hintergrundinformationen erhalten.

 

Das ist Ihre Chance

Die Tatsache, dass Nutzer ihre Aufmerksamkeit nicht mehr nur exklusiv einem Medium schenken, muss bei allen Aktivitäten in Betracht gezogen werden. Unternehmen sollten herausfinden, in welcher Beziehung Nutzer mit jedem Bildschirm stehen und wie diese miteinander interagieren. Daraufhin können Erlebnisse entwickelt werden, die sich über eine Reihe von Touchpoints erstrecken. Hier ist wichtig, dass TV und digitale Screens so verknüpft werden, dass sie nahtlos ineinander übergehen und den User involvieren. Second Screen animiert zum Teilen von Inhalten und Meinungen, sodass Fernsehen zu einem sozialen Erlebnis wird. Unternehmen müssen daher Kampagnen nicht mehr für jeden Kanal einzeln entwickeln, sondern ihre Kommunikationsstrategie an das veränderte Nutzerverhalten anpassen.

Folgende Umsetzungen sind möglich:

 

  • Die Werbepause eignet sich als Startpunkt für Werbung auf anderen Kanälen, z.B. mit einem zeitoptimierten Newsletter
  • Alternative Screens werden zur Erweiterung des Showrooms genutzt
  • Calls-to-Action in TV-Spots leiten auf die Internetseite des Unternehmens, wo der Nutzer das Produktportfolio interaktiv entdecken kann

TWT versteht sich als begleitender Umsetzungspartner Ihrer Second Screen-Kampagne. Nehmen Sie hier Kontakt auf.