14.12.2017

Die große Nachfrage und mediale Aufmerksamkeit für die digitalen Sprachassistenten Google Home und Alexa von Amazon zeigen die Relevanz von Sprachsteuerung. Google arbeitet im Hintergrund schon verstärkt an der Umstellung der Logiken seiner Suchmaschine auf Sprachbefehle, denn bereits über 20 Prozent der Suchen werden bei dem Software-Riesen über Sprache eingegeben.

Gestensteuerung

Auch hier sind die Ingenieure von Google wieder vorne mit dabei. Im Projekt Soli arbeitet Google an einem Radarsensor, der Handbewegungen aufnimmt, analysiert und in Befehle übersetzt. Nicht nur das bekannte Wischen mit den Händen soll damit möglich werden, sondern diffizile Bewegungen mit den Fingern. Rudimentäre Funktionen werden bereits jetzt schon von Automobilherstellern eingesetzt: Der Fahrer kann damit die Soundanlage steuern und beispielsweise ein Lied skippen, ohne Richtung Display schauen zu müssen. Andere Hersteller erlauben das Verstellen der Sitze oder das Einfahren des Schiebedachs mit Gestensteuerung. 

Die Marke muss haptisch erfahrbar werden 

Interessant aus Marketing-Perspektive: Wenn die Bedeutung des digitalen Displays durch zunehmende Gesten- und Soundsteuerung nachlässt, schmilzt auch der Raum für die visuelle Vermittlung von Inhalten. Dadurch wächst gleichzeitig die Bedeutung von Sound-Logos zur Erkennung einer Markenidentität. Perspektivisch ist auch eine Weiterentwicklung von Vibrationsmustern interessant, wie sie von Smartphones und Wearables bekannt sind.