11.06.2015

Pinterest ist der Underdog unter den sozialen Medien und wird oft unterschätzt. Ihm hängt der Ruf an, lediglich bei einer sehr engeschränkten Zielgruppe beliebt zu sein. Das Bildernetzwerk bietet jedoch gerade für das Content Marketing von Unternehmen enormes Potenzial und erreicht die verschiedensten User-Gruppen. Wir zeigen, worauf es ankommt und wie Sie Pinterest in Ihre Multichannel Marketing-Kampagnen integrieren. 

Pinterest hebt sich von anderen visuellen Netzwerken, wie z.B. Instagram, vor allem durch den Pinnwand-Charakter ab. Dieses Feature ermöglicht es Unternehmen, eigene in sich geschlossene Themenwelten mit Kampagnen-Charakter zu erschaffen. So können die Abonnenten auch nur einzelne für sie relevante und interessante Pinnwände liken und folgen.

Social Commerce meets Content Marketing

Unternehmen können außerdem, anders als bei Instagram, einen Link zu jedem Pin hinterlegen. So bietet sich Pinterest optimal als Social Commerce-Plattform an. Entdeckt der Pinner ein schönes Produkt auf einem Unternehmens-Board, gelangt er mit nur einem Klick in den Shop und kann es direkt bestellen. Mode-Unternehmen können eigene Themen-, Trend- und Style-Boards erstellen, auf denen die Nutzer noch leichter an ihr Lieblingsstück gelangen.

Laut einer Studie von shopify sind Pinterest-User beim OnlineShopping aktiver als andere Social Media-User und geben mehr Geld aus, als beispielsweise Facebook-Nutzer es tun. Für Händler bieten sich hier große Umsatzpotenziale. Doch verwechseln Sie Pinterest nicht mit einer Produktliste oder einem Online Shop. Wer lediglich lieblos gestaltete Produktfotos mit Preisangaben pinnt, wird schnell den kürzeren ziehen. Pinterest-Nutzer wollen begeistert und in eine Ideenwelt entführt werden.

So nutzen Sie Rich Pins

Sogenannte “Rich Pins” sind speziell für Unternehmen angelegte Pin-Varianten. Sie sind durch ein rot-weißes Pin-Symbol markiert und geben zusätzliche Informationen, wie es beispielsweise bei Meta-Tags der Fall ist. Pinterest bietet hierfür fünf Kategorien: Ort, Artikel, Produkt, Rezept, Film. Unternehmen müssen die Nutzung der Rich Pins beantragen, bevor sie auf das Feature zugreifen können. Durch das hauseigene Analyse-Tool Pinterest Analytics können Messzahlen und Statistiken für den Impact der Aktivitäten ausgewertet werden.

Ein Pin – Eine Story

Wer exklusive Content-Kampagnen schaltet, kann dafür auch geheime Pinterest-Boards nutzen, auf die lediglich ausgewählte Nutzer Zugriff haben. Hier lassen sich Marketing-Aktionen umsetzen, die auf User-generated Content setzen oder sensible Storybuilding-Kampagnen nutzen. Storybuilding-Aktionen sollten jedoch im Idealfall stets für die breite Öffentlichkeit zugänglich sein.

Geschichten werden nicht nur von Menschen erzählt, sondern auch von ihnen im sozialen Netz gelebt und erzählt. Das Storytelling hat für Unternehmen im Zeitalter von Echtzeit-Kundendialog immer mehr an Bedeutung gewonnen und nun werden auch die Inhalte der Kunden mit einbezogen. Der Nutzer könnte so z.B. sein schönstes Erlebnis oder seinen besten Moment mit einem Produkt an die Markenpinnwand posten.

Best Practice Sony: Storybuilding und ein Pinterest-Newsletter

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Sony verschickt eigens einen Pinterest-Newsletter, in dem die Abonnenten ausgewählte Pins und neue Boards mit Produkten der Marke erhalten. Laut Pinterest verzeichnet dieser Newsletter sehr gute Öffnungs- und Response-Raten. Das Best Practice zeigt, wie Pinterest auch in die Multichannel Marketing-Aktivitäten Ihres Unternehmens eingebunden werden können. Außerdem stellt das Unternehmen Pinnwände zur Verfügung, an denen Nutzer eigene Fotos posten können, die mit Sony-Produkten aufgenommen wurden.

Thomas Schröpfer, Creative Director bei TWT, zeigt, wie Pinterest im Unternehmensmarketing zum Einsatz kommt:

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Fazit

Für Pinterest-User kann jede Recherche im Netzwerk zu einer (ungewollten) Markenreise werden. Solche Unternehmen, die ihre Produkte und Services gekonnt und attraktiv in Szene setzen, werden die Konversion am Ende in den eigenen Shop bringen. Auch Sie möchten die virtuelle Pinnwand für Ihr Marketing nutzen? Kommen Sie auf uns zu!

(Quelle: absatzwirtschaft)