24.07.2015

Ob eShop, Shopping-App oder Click-to-Collect: Moderne Technologien verändern den traditionellen Handel bereits seit einigen Jahren. Vor allem Unterhaltungselektronik, Haushaltswaren, Sportartikel und Wohnaccessoires werden zunehmend online bestellt. Preisvergleichsportale machen den Markt dabei transparent und werden von den Konsumenten gerne am Point-of-Sale zu Rate gezogen. Dass Menschen Produkte im Store anfassen und die Kaufberatung vor Ort nutzen, um im Anschluss den günstigsten Preis online zu ermitteln, ist zu einem gängigen Nutzerverhalten geworden. Diese Entwicklung zwingt vor allem regionale Händler oftmals in die Knie. Heutige lokale Anbieter können bereits morgen vom Markt verschwinden, da der Online-Shopping-Anteil immer mehr zunimmt. Für Händler bedeutet das, sich vom bisherigen Geschäftsmodell zu verabschieden und die Online-Welt nicht länger als Feind zu sehen.

Retailer sollten diese Trends nicht unterbinden, sondern sie zu einem neuen Kauferlebnis umwandeln. Der digitale Point of Sale schafft optimierte Einkaufserlebnisse. Nur wer die verschiedenen Kanäle geschickt miteinander verknüpfen kann und dem Kunden ein kanalübergreifendes Einkaufserlebnis bietet, wird erfolgreich sein. Das bedeutet aber auch: Die Unterscheidung zwischen Online- und Offline-Handel wird haltlos, da die Grenzen verschwimmen.

Die Transformationsphase im Handel

Die digitale Transformationsfähigkeit des Händlers wird entscheidend sein für seinen individuellen, zukünftigen Erfolg. Ein Shop-im-Shop-Konzept kann hier die richtige Lösung sein. Was versteht man darunter? Produkte werden in einem “Showroom” auf ganz neue Weise dargestellt. Was aussieht wie eine moderne Lounge, ist in Wirklichkeit ein voll digitalisierter Store. Die Londoner “Audi City” nutzt beispielsweise die Wände als Projektionsfläche für lebensechte Autos. Jedes noch so kleine Highlight wird im Maßstab 1:1 gezeigt. Auch Ferrari begeistert seine Kunden mit einem virtuellen Showroom. Über eine iPad-App bietet der legendäre Sportwagenhersteller Interessenten ein neuartiges Augmented Reality-Erlebnis in ausgewählten Showrooms.

TWT Trendradar: Augmented Reality im Ferrari-Showroom from TWT Interactive

Der neue Handel: Tipps für Retailer

  • Finden Sie passende Technologie-Partner: Zuallererst sollten Händler geeignete Technologie-Partner bzw. externe Dienstleister finden, um die eigene Digital-Strategie voranzutreiben. Die Expertise von professionellen Dienstleistern verhindert teure Fehler und spart wertvolle Zeit auf dem Weg zum digitalen Point of Sale.
  • Seien Sie offen für neue Commerce-Modelle: Ob Same-day-delivery Modelle, Click-to-Collect oder Augmented Reality: Vor allem lokale Händler sollten sich zeitnah für neue Commerce-Modelle öffnen, um den Anschluss nicht zu verpassen.
  • Nutzen Sie Web Analytics: Die Möglichkeiten der Web Analytics werden von vielen Händlern noch nicht ausgeschöpft. Die Folge: Die Retailer wissen überhaupt nicht, an welchen Touchpoints sich ihre Kunden aufhalten. Dies ist allerdings unerlässlich, um die eigene Zielgruppe dort mit den eigenen Produkten und Services zu erreichen, wo sie sich aufhalten. Monitoring- und Steuerungstools führen Shop-Betreiber zum Kunden entlang der gesamten Customer Journey.
  • Platzieren Sie sich an relevanten Touchpoints: Sind die relevanten Touchpoints definiert, eignen sich lokale Ads, Social Media-Kanäle und Co., um spezifische Händler-Informationen zu platzieren. Treten Sie über Touchpoints in den Dialog mit Ihrer Zielgruppe.

Fazit

eCommerce, lange ein rotes Tuch für den stationären Handel, wird zunehmend als Schlüssel für den langfristigen Erfolg eingesetzt. Händler lernen und adaptieren zunehmend, um den digitalen Fortschritt voranzutreiben. Virtuelle Einkaufswelten können Produkte dabei auf eine emotionale Weise inszenieren und die Online- mit der Offline-Welt verknüpfen. Wir unterstützen Sie gerne dabei!

Quelle: techcrunch.com