04.11.2013

Der deutsche Automobilhandel steht vor einem gewaltigen Umbruch. Mit dieser Aussage eröffnet das Fachmagazin “automotive IT” sein Editorial der Ausgabe 10/2013. Die zunehmende gesellschaftliche Vernetzung macht vor der Automobilbranche nicht Halt. Eine neue, digitalisierte Kundenansprache wird daher notwendig. Händler, die lediglich darauf warten, dass Kunden von selbst in den Showroom kommen, werden über kurz oder lang scheitern. Wie Sie mit einer optimalen Datenkenntnis neue Konzepte erstellen und Kunden besser kennenlernen, lesen Sie hier.

78 Prozent der Bundesbürger fordern höhere Investitionen der öfffentlichen Hand in intelligente Verkehrssysteme. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom hervor. Das Interesse an Multimedia- und Elektronikfunktionen im Auto ist laut der Umfrage ebenfalls sehr hoch. Marktforscher von Juniper Research gehen davon aus, dass 2017 jedes fünfte Auto in Westeuropa durch Apps verbunden ist. Nicht nur die Ansprüche der Nutzer und die Technologie verändern sich, sondern auch die digitalen Präsentationsflächen am Point of Sale. Fakt ist: Die Automobilbranche wird digital. Dies beweist die Digital-Offensive für das Beetle Cabriolet:

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Dem Smart-Car gehört die Zukunft

Smart-Cars bieten sowohl Herstellern als auch Fahrern diverse, spannende Möglichkeiten. Benzinspar-Apps, Wifi-Zugang oder Servicebenachrichtigungen: Die Lösungen stehen für Innovation und Fahrkomfort. Verschiedene Marktstudien gehen davon aus, dass bereits 2016 80 Prozent der weltweiten Neuwagen mit vernetzten Diensten ausgestattet sein werden. Produkte werden u.a. durch Fernwartung, Navigation, Mobilität und Infotainment angereichert. Wie genau die Hersteller bei der Vernetzung und Vermarktung vorgehen werden ist allerdings noch unbestimmt.

 

Erste Partnerschaften entstehen

Erste Partnerschaften zwischen IT und Automobilbranche fangen gerade an zu wachsen. Die Daimler AG kooperiert beispielsweise zukünftig mit der Deutschen Telekom bei Online-Diensten und Webapplikationen. In Frankreich wurde ebenfalls eine Allianz zwischen Renault und Atos geschlossen. Nun gilt es, das vorhandene Datenmaterial zu Kundenwünschen oder Fahrverhalten optimal auszuwerten.

 

Big Data überzeugt immer mehr Autohändler

Automobilhersteller prüfen zunehmend die Möglichkeiten von Big Data für sich. Kosteneinsparungen und Produktverbesserungen überzeugen die Händler. Das Potenzial wird allerdings noch lange nicht ausgeschöpft, denn viele Entscheider wissen oft nicht, wie sie Big Data-Technologien konkret nutzen können. Wie sieht der unmittelbare Wert durch Big Data aus? Welche Anwendungsfälle gibt es? Hier ist Aufklärungsarbeit durch professionelle Dienstleister gefragt.

 

 

Datenmengen kommen aus verschiedensten Quellen: Sensoren im Auto, interne Datenbanken oder Werkstätten. Doch auch im klassischen Marketing sammeln sich zahlreiche Datensätze aus Sozialen Netzwerken und durch die PR-Arbeit an. Die Daten liegen dabei strukturiert und unstrukturiert vor. Big Data-Technologien verknüpfen die Daten schnell und intelligent, so dass Marketingentscheider ihre Schlüsse daraus ziehen können. Auf Kundenwünsche gezielter eingehen, Kostenersparnis und ein verbessertes Markenimage lassen sich dank Big Data realisieren. Der US-Motorsportverband NASCAR ist hier als Best Practice zu nennen. Das Fan- und Media-Management wird über ein eigenes Center abgedeckt. Stimmungen der Social Media-Fans werden aufgezeigt, so dass die Marketer von NASCAR Entscheidungen ableiten können. Im Center laufen Text-, Audio- und Video-Dateien sowohl aus klassischen als auch aus neuen Medien ein. Personalisierung wird dank Big Data immer einfacher und sollte auch zum Einsatz kommen, um den Kunden individuellen Mehrwert zu bieten.

 

 

Showrooms, mobile Verkaufsberater & Co.

Cross-Commerce-Stores bieten sich ideal für die Automobilbranche an. Innerstädtische Showrooms mit mobilen Verkaufsberatern sind ein alternatives Vertriebskonzept mit Zukunft. Positive Erfahrung konnte Mercedes mit diesem Konzept machen. Seit 2011 besteht in Tokio ein innerstädtischer Shop namens “Mercedes-Benz Connection”, den bislang rund eine Million Menschen besucht haben. Online- und Offline-Welt verschmelzen zunehmend. Der große Vorteil: Sowohl ältere Kunden als auch neue, junge Autofahrer können erreicht werden. Von Augmented Reality über 3D-Animationen bis hin zu Mobile Pop-Up-Stores: Flexible Präsentationen werden in der Automobilbranche nicht mehr belächelt, sondern gar gefordert, um neue Zielgruppen zu erschließen.

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