13.12.2017

Damit die IT einheitlich stabil und flexibel bleiben kann, müssen die Abteilungen neu gestaltet werden. Experten der Projektgruppe Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer-Instituts haben ein einheitliches Verfahren mit sieben Dimensionen entwickelt, wie sich agile IT-Struktur realisieren lassen. Mit Hilfe dieser Gliederung können bestehende und geplante Digital Labs gekennzeichnet werden.

Drei Praxisbeispiele für Ausgestaltungsvarianten des Digital Labs

  • Finanzdienstleister: Unternehmen der Finanzbranche stehen vor der Herausforderung, dass sie trotz der typischen Regulierungen am Finanzmarkt, ihren Kunden innovative Lösungen und Ideen bieten wollen. Damit sie sich von der Konkurrenz abheben können ist die Umsetzung einer agilen IT-Einheit sinnvoll. Ein Ansatz für ein Digital Lab kann sein, dass Prototypen für innovative Lösungen entwickelt werden, damit diese in die traditionelle IT übergehen können, sobald erste lauffähige Produkte vorhanden sind. Das Digital Lab sollte deshalb im Unternehmen selbst verankert sein.
  • Produktionsunternehmen: Auch in der Industrie steht für viele Unternehmen das Erschließen neuer Märkte und Innovationen im Vordergrund. Deshalb ähnelt diese Variante der des Finanzdienstleistern. Der Unterschied ist, dass das Digital Lab als separate Abteilung aufgebaut wird. Allerdings ist das Lab teilweise technisch integriert, so dass eine einfache und schnelle Übergabe von Prototypen möglich ist.
  • Informations- und Kommunikationsunternehmen: Bei diesem Beispiel handelt es sich um ein Unternehmen, dass Cloud-Lösungen für Unternehmenskunden anbietet und deshalb das Ziel verfolgt schnell auf sich ändernde Kundenbedürfnisse einzugehen. In ihrem Digital Lab liegt daher der Schwerpunkt auf der Entwicklung von Individuallösungen sowie einer schnellen Bereitstellung für Kunden. Die Abteilung ist technisch vollständig in das Unternehmen integriert und setzt die Ressourcen aus traditioneller IT und den Fachbereichen ein.

Experten wollen anhand der Dimensionen weitere agile IT-Einheiten analysieren. Nach der Analyse sollen Profile erstellt werden, so dass Best Practices und Handlungsempfehlungen aufgezeigt werden können. Ziel ist es, das Verständnis für agile IT-Einheiten zu verbessern.