18.03.2015

Der Einkaufsbummel zählt trotz unzähliger Online-Shops und dem zunehmenden mobilen Komfort noch immer zu den liebsten Beschäftigungen der Deutschen. Für den stationären Handel lohnt es sich also zusätzlich, digitale Kaufanreize anzubieten, um aus Besuchern auch Käufer zu machen. Inspiration und Lösungsansätze liefert der eCommerce.

Ladengeschäfte müssen ebenso wie eine Website oder die App stets auf dem neusten Stand gehalten werden. Dies heißt im Jahr 2015, auch digitale Elemente und mobile Kontaktpunkte zu integrieren. Der Einsatz von digitalen Technologien am Point of Sale hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Nicht nur die Kunden selbst nutzen vermehrt ihr Smartphone im Geschäft, um zum Beispiel Preise zu vergleichen, auch die Händler wollen ihren Besuchern zunehmend digitale Mehrwerte bieten, um das Shopping-Erlebnis im Store zu vervollständigen. Insbesondere große Ketten sollten nicht mehr strikt zwischen Online- und Offline-Geschäft unterscheiden, denn Grenzen sind immer fließender und an welchem Touchpoint der Kunde seinen Euro ausgibt ist am Ende des Tages zweitrangig.

Diese Best Practices vereinen Online- und Offline-Welt

Kenzo’s Pop-up-Store

Kenzo hat im September 2014 einen Pop-up-Store in Paris eröffnet, der die aktuelle Herbst-/Winterkollektion auf einer farbenfrohen Verkaufsfläche präsentiert. Neben dem modischen Angebot, wurde eine spezielle mobile App entwickelt, die Nutzer direkt zum Pop-up-Store führte. Des Weiteren konnten mobile Kunden an einem exklusiven Gewinnspiel teilnehmen.

iBeacon revolutionieren den Handel

iBeacon verändern den Handel aktuell auf revolutionäre Weise. Über kleine Funksender, die sogenannten Beacons, im Ladengeschäft können Informationen auch ohne Internetverbindung an Smartphones von Kunden geschickt werden. Die Londoner Regent Street wird u.a. mit Beacons ausgestattet, sodass Passanten über eine entsprechende App Angebote der Stores erhalten. iBeacons machen das Shopping in den kommenden Jahren wieder zum Erlebnis.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=CODY58Nn3i8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>

Shopping trifft Entertainment

Die US-Boutique Story vereint Shopping und Unterhaltung. Alle sechs Wochen wird ein neues Thema gewählt, das sich an Magazinen, News und Kunstgalerien orientiert. Passend zu den Themen werden Events im Shop veranstaltet. Darunter fallen Buchpräsentationen, Konzerte, Diskussionsrunden und vieles mehr.

Magic Mirror im Store

Der Flagship-Store von Burberry in London ist mit riesigen Bildschirmen ausgestattet, auf denen Videos laufen, die die Kleidung gekonnt in Szene setzen. Die Kleidungsstücke sind zudem mit RFID-Chips versehen, so dass sie mit den digitalen Elementen am PoS interagieren können. Die Spiegel in den Umkleidekabinen sind mit Sensoren ausgestattet, die sich in einen “Magic Mirror” verwandeln, sobald sich der Kunde betrachtet. Ergänzend werden Zusatzinformationen zum gewählten Produkt werden angezeigt.

Intelligente Suchfunktion einbauen

Wissen Sie, was sich Ihre Kunden wünschen, bevor sie beginnen zu suchen? Dies zu gewährleisten ist der Königsweg für Händler. Eine intelligente Produktsuche versteht sowohl den Klickpfad des Kunden als auch seine Kaufhistorie und zeigt ihm daraufhin passende, individuelle Angebote im eShop an. Dies führt zu begeisterten Kunden und gesteigerten Conversion Rates. Kombiniert mit diversen Lieferoptionen, wie Abholung in der Filiale, verlängern Händler ihre eCommerce-Aktivitäten zudem in den Store.

Der PoS ist nicht tot, aber er muss sich neu erfinden – und dazu verhilft ihm der eCommerce. Anbei finden Sie 5 ToDos für stationäre Händler:

  • Seien Sie offen für neue Technologien.
  • Informieren Sie sich über mögliche Tools für Ihr Business.
  • Verteufeln Sie die Digitalisierung nicht als Feind, sondern betrachten Sie sie als Chance.
  • Schauen Sie sich erfolgreiche Best Practices im Crosschannel Commerce an.
  • Lernen Sie Ihre Kunden kennen und kreieren Inhalte, die auf Ihre Zielgruppe abgestimmt sind

Point of Sale = Point of Success

eCommerce – lange ein rotes Tuch für den stationären Handel, wird zunehmend als Schlüssel für den langfristigen Erfolg eingesetzt. Virtuelle Einkaufswelten inszenieren Produkte auf emotionale Weise und verknüpfen Online- und Offline-Welt. Entertainment und Interaktion sind zu den entscheidenden Wettbewerbsvorteilen im Retail geworden. Unsere eCommerce-Experten unterstützen Sie gerne und erschließen Ihre individuellen Potentiale. Sprechen Sie uns einfach an.

In unserem nächsten Artikel zur “Digitalisierung im Handel” informieren wir Sie, welche Kompetenzen Händler von morgen benötigen.