12.09.2012

Die diesjährige dmexco steht unter dem Motto „The Digital Transformation: Shaping Models – Creating Business“. Heute Vormittag diskutierten Vertreter von Ford, Nestlé, spotify und Media COM im gleichnamigen Panel über die digitale Transformation. Wie müssen digitale Geschäftsmodelle aussehen? TWT war live für Sie vor Ort und fasst hier die wichtigsten Aussagen zusammen.

Ford setzt auf Bewegtbild und Mobile

Der Automobilhersteller Ford nutzt das digitale Business, um Kunden noch besser zu erreichen. Als Beispiel führt Ford Marketing-Chef Roelant de Vaard die Videokampagne „Ford City stop Domino“ auf, dessen Videos 2,5 Millionen Views auf YouTube erzielt haben. Viele Fans konnte das spritzige Modell über Facebook und virale Videos gewinnen. De Vaard betont: „TV ist wichtig um das Neue zu zeigen, aber heute gibt es so viel mehr zu sagen. Und das geht dann Online.“ Auch der mobile Sektor wird für den Konzern immer wichtiger: Das Informations- und Kaufverhalten der Kunden ist zunehmend kanalübergreifend; während sie am Point-of-Sale das Produkt begutachten, werden mobil Bewertungen und Preisvergleiche abgefragt. Ford setzt gezielt auf diesen Showrooming-Effekt und stellt als zusätzliche Serviceleistung iPads in den Stores zur Verfügung. So wird das Business optimal an die crossmedialen Kundenbedürfnisse angepasst.

 

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Nestlé und die drei Säulen der Digital Transformation

Nestlé, die seit Juli 2012 auf Facebook ein Wachstum der Fanzahlen von 25 Prozent verzeichnen können, zeigt wie schnell digitale Kampagnen zur Markenbekanntheit beitragen. Listening, Engaging und Inspiring sind laut Pete Blackshaw, Global-Chef Digitalmarketing von Nestlé, die drei Säulen der digitalen Transformation. Unternehmen, die ihren Usern im Social Web zuhören, sich engagieren und sich von den Kunden inspirieren lassen, werden digitalen Erfolg erzielen.

Spotify: Desktop wird im Schrank landen

Jeff Levick, Marketingchef von spotify, bereichert das Panel mit einer provokanten Aussage: „Desktops will be in the closet within 12 month.“ Die nächste digitale Herausforderung liegt in der Hardware. Durchbrüche seien hier vor allem im mobilen Bereich zu erwarten. Desktops werden ihre Wichtigkeit verlieren und innerhalb eines Jahres in den Schränken der Nutzer verbannt werden.

Mediacom: Mit Datenflut umgehen können

Vertrauen beim Kunden lässt sich laut Mediacom über Social Media aufbauen. Präsenzen im Social Web werden daher immer bedeutender für Unternehmen. Die riesigen Datenmengen, mit denen Marken und Firmen heute umgehen müssen, stellen nicht das eigentliche Problem dar. Data erlaubt uns über mehr Wissen zu verfügen, so Harvey Goldhersz, Global COO. Unternehmen müssen jedoch noch den intelligenten Umgang mit den Kundendaten lernen.

Die nächsten Big Things in digital

Mobil wird feste Internetzugänge bald überholen, so das Fazit des Panels. Vor allem in Ländern, in denen viele junge Menschen leben, z.B. in Asien und Lateinamerika, wird die Digitalbranche noch stärker wachsen als in Europa. Die nächste Generation, die in der mobilen Welt aufwächst, mit ihren Wünschen zu verstehen, wird die zentrale Aufgabe der Unternehmen sein. Im Bereich Social Media finden die Teilnehmer ein klares Statement: Marken müssen ein Teil der Konversation im Social Web sein und ihre Botschaft in den Netzwerken relevant machen.