25.05.2020

Wie viele Mailings sollte ich im Monat versenden?

2019 haben Unternehmen durchschnittlich vier Mailings pro Monat versendet. Dabei variiert die Versandfrequenz jedoch stark in Abhängigkeit von der Zielgruppe und Branche. So platziert sich der Fashion-Bereich mit 31 Mailings weit über dem Durchschnitt. Weitere Durchschnittswerte nach Branchen:

  • Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen versenden ca drei Mails 
  • Die Finanzbranche sendet fünf Mails
  • In der Chemie & Pharmaindustrie sind es rund vier 
  • In der allgemeinen Gesundheits- und Medizinbranche drei Mails, ebenso wie in der IT-Branche. 
  • In der Fertigungsindustrie erhalten die Leser zweimal Post 
  • Marketing- und Werbebranche: ein Newsletter pro Monat. 

An die B2B-Zielgruppe wurden rund drei Mailings monatlich versendet, im B2C waren es mit sieben Mailings mehr als doppelt so viele. Bei Letzteren haben saisonale Events wie Weihnachten und Ostern die Versandfrequenz verdoppelt. 

Wann ist der beliebteste Versandzeitpunkt?

Die meisten Mailings wurden donnerstags versendet, am häufigsten zwischen 9 und 12 Uhr. Über ein Drittel aller Versendungen fand in diesem kurzen Zeitraum statt. Doch ist das wirklich der ideale Versandzeitpunkt? „Finden Sie den richtigen Zeitpunkt für Ihren Newsletter durch kontinuierliches Testen heraus. Berücksichtigen Sie hierbei auch die Ergebnisse der Website-Analysen“, rät Manuel Hammes, Teamleiter Data & Analytics bei TWT Interactive..  

Wie viele Empfänger öffnen einen Newsletter?

Eine hohe Öffnungsrate dient insbesondere als Indikator für eine ansprechend formulierte Betreffzeile. Diese sollte prägnant und kurz formuliert sein – höchstens 30 Zeichen. Andernfalls wird sie gerade bei mobilen Geräten abgeschnitten. “Genauso wichtig sind aber auch die Bekanntheit des Absenders sowie relevante Inhalte von früheren Versendungen. Wissen die Leser, dass sie wertvolle Inhalte erhalten, sind sie motivierter die Mail zu öffnen”, erklärt Hammes. 

Insgesamt wurden mehr als ein Viertel (27,4 Prozent) aller versendeten E-Mails in 2019 von den Empfängern geöffnet, sowohl im B2B als auch im B2C. Besonders hohe Öffnungsraten (über 48 Prozent) konnten die Versender der Kunst & Kultur Branche erzielen. Die Energiewirtschaft belegt mit einer Öffnungsrate von knapp 40 Prozent den zweiten Platz, dicht gefolgt von der Fahrzeugindustrie, Maschinenbau sowie Versicherungen (alle zwischen 35-38 Prozent). In der Gesundheits- und Medizinbranche wird jedes fünfte Mailing geöffnet.

Wann ist die Klickrate besonders hoch?

Wenige B2B-Unternehmen versenden am Wochenende, sind damit jedoch erfolgreich. Vom Versand am Mittwoch ist hingegen tendenziell abzuraten. Mailings an B2B-Empfänger, die werktags zwischen 3- und 6 oder 12 und 18 Uhr versendet wurden, waren besonders erfolgreich. Da nachts nur sehr wenige Business-Mails versendet werden, war hier auch die Klickrate überdurchschnittlich erfolgreich (8,9 Prozent Klickrate). B2C-Empfänger lesen Mailings besonders gern zwischen 12 und 15 Uhr. Analog dazu ist besonders samstags um diese Zeit die Klickrate mit 5,6 Prozent über den allgemeinen Durchschnitt ( 3,4 Prozent).

Doch nicht nur auf das Timing kommt es an: “Wichtig ist, dass jedes Mailing ein durchgehendes Handlungsziel fokussiert. Platzieren Sie die wichtigsten Call-to-Actions oben im sichtbaren Bereich und testen Sie verschiedene Varianten, etwa mit kontrastreichen Farben oder kreativen Aufforderungen”, empfiehlt Hammes. Auch die Größe des Verteilers spielt eine Rolle. Je kleiner der Verteiler, desto höher die Klickrate. Denn das A und O für eine hohe Öffnungsrate ist die Pflege des Verteilers. Kleine Verteiler mit bis zu 100 Empfängern wurden doppelt so oft geöffnet wie Mailings an über 10.000 Empfänger.

Was macht einen qualitativen Verteiler aus?

Die Pflege und stetige Aktualisierung des Verteilers sowie ein sauberes Double-Opt-In zeigen Wirkung: Die durchschnittliche Bouncerate (nicht erreichbare Empfänger) aller Mailings lag bei nur 0,4 Prozent. Im Jahr 2016 lag diese Kennzahl noch doppelt so hoch. Die Bouncerate ist generell aufgrund der Fluktuation in Unternehmen bei B2B-Mailings mehr als dreimal so hoch wie im B2C.

Responsive Design für eine optimale Darstellung 

Während B2C-Empfänger Mails primär über mobile Geräte öffnen und lesen (55,7 Prozent), bevorzugen B2B-Leser weiterhin den Desktop (46,3 Prozent). Die Zielgruppe B2B liest Mails primär zu Geschäftszeiten. Hingegen öffnen B2C-Empfänger ihre Mails auch abends. 

Die meisten B2B-Kunden nutzen Microsoft Outlook als Desktop-Client. Im mobilen Bereich werden sowohl Business als auch Consumer Inhalte am häufigsten via Apple-Geräte konsumiert. Überprüfen Sie, welche E-Mail-Clients Ihre Leser einsetzen. So können Sie sicherstellen, dass Ihre Mailings korrekt dargestellt werden und den Lesegewohnheiten entsprechen.


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*Datenbasis: Für die Studie wurden circa drei Milliarden anonymisierte E Mails aus mehr als 170.000 versendeten Mailings ausgewertet.  Alle E-Mails wurden mit Inxmail Professional im Jahr 2019 versendet.

Kostenloser Download der kompletten Studie.