04.11.2011

E-Mail bleibt der wichtigste und effektivste Umsatztreiber im Marketing. Social Media arbeitet sich innerhalb des letzten Jahres auf Platz Drei vor. Dies ergab eine Studie des Marktforschungsunternehmen Focus Research und belegt damit den ungeschlagenen ROI des E-Mail-Marketings.

E-Mail: Stärkstes Marketing-Instrument

39 Prozent der Befragten sehen E-Mail Marketing auf Platz Eins der einflussreichsten Marketing-Instrumente. E-Mails werden dabei im B2C-Bereich wichtiger erachtet als im B2B-Segment. Trends wie Trigger-Mails oder E-Mails mit Einbezug von übergreifenden Nutzerprofilen stehen bei vielen Unternehmen auf dem Plan, warten allerdings noch auf Umsetzung. Dreiviertel der Befragten belassen es aber beim Verschicken von Massen-Mails. Nur rund ein Drittel setzt bereits auf anlassbezogene Nachrichten wie z.B. Geburtstags-Angebote. 47,9 Prozent der Entscheider wünschen sich eine zeitnahe Umsetzung von Trigger- und Lifecycle-Mails.

Social Media bringt zusätzliches Potenzial

Trotz mangelnder Messbarkeit: Social Media Aktivitäten gewinnen immer mehr an Bedeutung. Hinter redaktionellen Inhalten platzieren sich die Sozialen Netzwerke mit 28 Prozent auf Rang Drei im “Relevant Set” der befragten Entscheider. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Marketingverantwortliche in den nächsten zwölf Monaten verstärkt auf die Bereiche Social Media und Online-Redaktion setzen. Manche Experten prognostizieren zwar, dass Social Media E-Mails ersetzen wird, stattdessen geht die Entwicklung eher dahin, dass diese derzeit zur Ergänzung der Kundenkommunikation dienen. Integrierte Ansätze von Social Media und E-Mail-Marketing können in diesem Kontext weiteres Potenzial schaffen, um etwa einzelne Angebote oder Inhalte aus E-Mail-Kampagnen unmittelbar in Sozialen Netzwerken zu teilen.

 

Focus Research untersuchte ebenfalls den strategischen Einsatz der einzelnen Marketing-Instrumente: Im B2C überholt Social Media mit einer Angabe von 51 Prozent in den nächsten zwölf Monaten das E-Mail Marketing. Im B2B bleiben die E-Mails unangefochten das bedeutendste strategische Werbemittel.

 

Klassische Kanäle erleiden Einbruch

Die Studie belegt deutlich den Einbruch der klassischen Kanäle. Nur noch 19 Prozent erachten klassische Direkt-Mailings als werbewirksam. Print (15 Prozent) und Display-Werbung (neun Prozent) folgen weit abgeschlagen. Auf dem letzten Platz hingegen befindet sich ein Tool mit Potential: Mobile Marketing.

 

Für die Studie wurden Entscheider unterschiedlicher Branchen zur Werbewirksamkeit verschiedener Marketingmittel befragt.