17.04.2012

Nicht nur die Verpackung muss glänzen, sondern auch der Inhalt. Eintauchen und erleben lautet die Devise von Editorial Shopping und beschreibt die Verknüpfung von Content und Commerce zum entscheidenden Verkaufstreiber. Der Einsatz von redaktionellen Beiträgen gepaart mit inspirierenden Fotostrecken und Videos, zielt auf ein erlebnisorientiertes Shopping-Vergnügen des Nutzers ab und führt ihn geradewegs in einen emotionalen Verkaufskanal. 

Das journalistische, zielgruppengerechte Inszenieren von Produkt- und Themenwelten durch Editorial Shopping gehört zu den aufstrebenden Segmenten im E-Commerce. Wie eine aktuelle Studie des Branchenverbandes Forum Corporate Publishing e.V. (FCP) unterstreicht, sehen rund 80 Prozent der Befragten für das Editorial Shopping in den kommenden Jahren eine relevante Rolle in ihrem Unternehmen.

 

Fashion-Liebling Editorial Shopping

Geradezu prädestiniert für Editorial Shopping scheint die Fashion-Branche. Erkannt haben diesen erfolgsversprechenden Verkaufsansatz bereits einige Online-Retailer. Neben dem Modekatalog-Konzept von Zalando gehört 7trends zu den Vorreitern für eine gelungene Symbiose aus Editorial Content und modernem Online-Shop. Persönlich und zugleich mehrwertstiftend: Aus dem Blickwinkel der Modebranche berichten Mitarbeiter etwa auf dem Corporate Blog über Trends, Lieblingsstücke oder andere spannende Modethemen. Zentrales Element ist der Styleguide des Fashion-Portals. Dieser setzt auf Nähe und behandelt Leser nicht als potenzielle Kunden, sondern vielmehr als Informationssuchender auf Freundschaftsebene - und wer vertraut einem freundschaftlichen Rat nicht mehr, als einem von unzähligen Werbeslogans?

 

 

Content und Commerce siegt im crossmedialen Einsatz

Editorial Shopping gewinnt vor allem im Verbund von Print und Digital ebenfalls zunehmend an Bedeutung. Gedruckte Informationen als sogenannte Magaloge (Kombination aus Magazin und Katalog) werden beispielsweise mit Produkt-Codes versehen und ermöglichen Lesern den direkten Online-Kauf von Produkten oder Dienstleistungen. Jedes Produkt im Heft ist quasi nur einen Mausklick entfernt: Mit dem Kundenmagazin “MeinPaket” setzt DHL beispielsweise auf einfache Produkt-Codes, die auf verschiedene digitale Kanäle führen und direkte Bestellungen ermöglichen - stets mit redaktionell angereichertem Content. Die Produktvielfalt ist breit, angefangen bei affinen Fashion-Produkten über Technik bis hin zu Tierspielzeug. Die zunehmende Nutzung mobiler Endgeräte unterstützt diese Entwicklung, sodass ein digitaler Kaufprozess via Code-Scanner ohne Unterbrechungen ermöglicht wird.

 

 

Auf den Content gekommen?

Für Shop-Betreiber stellt sich zu Recht die Frage nach den individuellen Einsatzmöglichkeiten und damit auch dem ROI von Editorial Shopping: Zum Start in den E-Commerce ist die Relevanz noch gering, da das Konzept auf Vorlieben und Interessenschwerpunkte der Kunden setzt sowie einen nicht zu verachtenden Anteil an redaktioneller Betreuung bedarf. Eine gute Datenbasis sowie redaktionelle Ressourcen gehen zumeist erst mit einer gewissen Größe des Online-Shops einher. Web Analyse Tools helfen bei der exakten Messung von momentanen Trendprodukten im Shop und ermöglichen dem Redaktionsteam entsprechend zu reagieren und die Kunden in ihren Interessenschwerpunkten abzuholen. Ob über Kundenmagazine, Webseiten, Apps, Newsletter, Videos oder auch soziale Medien, die Chancen aus Interessenten Käufer zu generieren sind vielfältig. Das Kauferlebnis durch Editorial Shopping zeigt sich besonders erfolgsversprechend im crossmedialen Einsatz.