09.02.2011

Nach der Studie „Der deutsche eCommerce Markt 2010“ von „EHI – Forschung für den Handel“ und dem Hamburger Statistikunternehmen „Statista“, ist der deutsche eCommerce Markt der bedeutendste Wachstumstreiber des Versandhandels. Die aktuellen Hochrechnungen des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels belegen, dass die top 1.000 Online-Shops 2010 einen Gesamtumsatz von 20 Milliarden Euro erwirtschaftet haben. Dabei entfielen allein 6,2 Milliarden Euro (30 Prozent) auf die Top 10 der Händler. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Anteil um vier Prozent gestiegen. Das umsatzstärkste Produktsegment bilden Computer, Unterhaltungselektronik sowie Handys und Zubehör mit 2,14 Milliarden Euro (10,7 Prozent). Knapp dahinter platzieren sich Bekleidung, Textilien und Schuhe mit 1,95 Milliarden Euro, was einem Marktanteil von 9,7 Prozent entspricht. Die Generalisten, also Händler, die Produkte in mindestens fünf Segmenten anbieten, erwirtschafteten 6,65 Milliarden Euro bzw. 33,2 Prozent des Online-Umsatzes.

 

Die meisten Online-Shops bieten ihren Kunden eine Auswahl verschiedener Zahlungsmöglichkeiten an. Am häufigsten wird den Kunden mit 68,5 Prozent die Vorauskasse angeboten, gefolgt von Zahlung mit Kreditkarte (67,1 Prozent) und per Nachnahme (59 Prozent). PayPal (50,3 Prozent), Lastschriftverfahren (39,3 Prozent) und Zahlung auf Rechnung (37,7 Prozent) sind weitere häufig angebotene Zahlungsarten.

 

Bei zahlreichen Online-Händlern wird mittlerweile Social Media zur Kundenbindung genutzt. 33 Prozent der Shops verfügen über ein Profil auf Facebook, 21 Prozent speisen einen Twitter Account. Anzunehmen ist, dass sehr schnell weitere Versandhändler die Verzahnung zu Facebook & Co. initiieren werden, um das Potential durch Produkt- und Shopbewertungen der Kunden zu nutzen.

 

Nachholbedarf sehen die Studieninitiatoren beim Thema Transparenz, denn 43 Prozent der Online-Shops informieren auf ihrer Webseite nicht oder nur unzureichend über die Versandarten; 28 Prozent verlassen sich auf das Gütesiegel „EHI Geprüfter Online-Shop" und erzielen damit zusammen 37 Prozent des Marktumsatzes.