18.07.2016

 

Kai, womit startet Dein Tag, Kaffee oder Tee?

Noch vor dem Zähneputzen schreibe ich mir tatsächlich erst einmal die ersten Gedanken und Ideen des Tages auf. Ich bin über die Zeit ein Morgenmensch geworden und hab vor dem ersten Kaffee immer die besten Einfälle. Ich bereite das Frühstück für meine Familie vor, gehe mit Hund raus und bringe die Kinder zum Bus. Auf dem Weg zur Arbeit lese ich am liebsten Fachbücher oder Magazine – für mich die optimale Zeit zur Weiterbildung. Erst, wenn ich bei TWT bin, gibt es den ersten Kaffee – das aber nie alleine.

Wie sieht ein "typischer Arbeitstag" bei Dir aus?

Bei mir gibt es eher so etwas wie die “typische Woche” – und die besteht zu 75 Prozent aus Meetings. Was die Aufgaben und Inhalte angeht, ist aber jeder Tag ganz individuell und verschieden. Ich arbeite sehr projekt- und teamgetrieben und die Meetings sind sehr unterschiedlich und abwechslungsreich: Die Bandbreite reicht von Feedbackgesprächen und Kundenworkshops bis hin zu Einsatzplanung, Fachbereichsrunden, Projektstatusrunden, Vorstellungsgesprächen und übergreifenden Infrastrukturthemen.

Welche Kernaufgaben hast Du als Technical Director?

Ich beschäftige mich im Kern mit der geschäftsbereichsübergreifenden Weiterentwicklung der TWT Entwicklungs- und Qualitätsstandards. Im Fokus hierbei steht die Förderung technologischer Innovationen für die gesamte TWT Group sowie der disziplinarischen Verantwortung aller Entwicklerteams des Geschäftsbereiches Experience Platforms – gemeinsam mit meinen Führungskräften. Hierbei behalte ich immer vier Dimensionen im Blick:

  • Innenausrichtung Experience Platforms: Die disziplinarische Verantwortung für die Entwicklerteams innerhalb des Geschäftsbereiches Experience Platforms

  • Innenausrichtung TWT: Die aktive Weiterentwicklung, Festlegung und Durchsetzung der TWT Entwicklungs- und Qualitätsstandards

  • Außenausrichtung Projekte und Kunden: Die technologieübergreifende, technische Gesamtverantwortung aller Projekte des Geschäftsbereiches.

  • Außenausrichtung Technologie: Die aktive öffentliche Vermarktung unserer Technologiekompetenz in Rahmen von Vorträgen, Fachartikeln uvm.

Meine Arbeit als Technical Director besteht weniger aus eigenem Coding, als aus Qualitätssicherung aller Projekte und dem Schreiben von Konzepten und prüfen von Dokumentationen. Ich rolle meinem Team Steine aus dem Weg und mache so Platz für gute Ideen. Als Wegweiser und Kompass für mein Team helfe ich dabei, die Potenziale meiner Mitarbeiter zu entfalten, und unsere Vision und Mission mit Leben zu füllen. Wie alle Führungskräfte bei TWT treffe ich richtungsweisende Entscheidungen zu unserem Leistungsportfolio. Brauchen wir dieses CMS nicht mehr, brauchen wir dafür vielleicht ein anderes? Zusammen mit meinem Team hinterfrage ich Gegebenes und behalte neue Technologien im Blick, um sie für uns und unsere Kunden gewinnbringend einzusetzen.

Warum ist die Aufgabe eines Technical Directors Deiner Meinung nach wichtig?

Gerade im Rahmen einer nachhaltig angelegten Wachstumsstrategie, wie TWT sie verfolgt, ist es wichtig, für die Mitarbeiter einen Anker und Leuchtturm zu haben. Als Technical Director ist man Dreh- und Angelpunkt der Entwicklung und muss immer alle Informationen im Überblick haben. Ein Technical Director ist wichtig, um Prozesse einzuhalten sowie bei allen Projekten zwischen Overhead und Kontrolle abzuwägen. Er ermöglicht eine schnelle Problemlösung durch teamübergreifende Kommunikation und ist somit Ansprechpartner zu bereichsübergreifenden Themen. Die Kombination aus Techniker und Koordinator bietet für Entwickler nicht nur die nötige Außenperspektive, sondern auch einen Ansprechpartner, der sich in technische Fragestellungen hineinversetzen kann.

Was begeistert Dich am meisten an Deinem Job?

Ich begeistere mich am meisten dafür, Menschen dabei zu helfen, ihre Ziele zu erreichen. Meine Leidenschaft für das erfolgreiche Teamwork hat sich über Jahre etabliert. Hierbei ist die Förderung von Mitarbeitern und zufriedene Kunden für mich das A und O.

Ich brenne dafür, TWT immer weiter voranzutreiben und – manchmal auch durch "Schweiß und Tränen" - am Ende ein tolles Projekt geschaffen zu haben. Für mich persönlich sind auch die Vorteile, die TWT seinen Mitarbeitern im Rahmen der Elternzeit bietet, enorm wichtig. Es gibt flexible Arbeitszeiten, Gesundheitsprogramme, Massagen und Obst umsonst.

Was war bisher Dein spannendstes Projekt oder Erlebnis bei TWT?

Das war tatsächlich mein allererster erster Arbeitstag bei TWT, vor 5 Jahren. Ich hatte bis Mittag noch die Einführungsveranstaltungen und das Bootcamp. Direkt nach dem Mittagessen sind wir dann zu einem großen Kunden gefahren. Natürlich war ich super nervös, aber wir haben das Projekt an Land gezogen und wir arbeiten auch heute noch, 5 Jahre später, für genau diesen Kunden. Das war für mich ein super Start und ein unvergessliches Erlebnis.

Welche Eigenschaften sollte ein Technical Director mitbringen?

Strukturiertes Arbeiten, Führungsqualität und Vertrauenswürdigkeit sind wichtig, aber er oder sie sollte vor allem Lust haben, mit Menschen zu arbeiten. Man sollte ein breites Interesse für diverse Technologien mitbringen und eine schnelle Auffassungsgabe haben. Es sollte einem klar sein, dass man zwar weniger aktiv programmiert, dafür aber Projekte übergeordnet koordinieren kann. Technisch einwandfreies Know-how sowie eine professionelle und zielorientierte Kommunikation sind Grundvoraussetzung. Ein Technical Director muss an jeder Stelle im Projektfortschritt dafür sorgen, dass der Kunde sich gut aufgehoben fühlt.

Und welchen Job hättest Du, wenn Du nicht Technical Director bei TWT wärst?

Während meines Studiums der Kommunikationswissenschaften war ich immer auch in wissenschaftlichen Forschungs-Projekten involviert und ich komme aus einer Lehrerfamilie. Mir macht es Spaß, Wissen aufzubauen und es auch weiterzugeben. Vermutlich hätte ich eine universitäre Laufbahn eingeschlagen.