07.06.2011

Im vergangenen Jahr verzeichnete der deutsche Online-Handel einen Umsatz von 18,3 Milliarden Euro. Immer mehr Menschen sind online und nutzen verstärkt den unkomplizierten und schnellen Weg der Bestellung per Internet.

Ein wichtiger Aspekt beim Online-Shopping ist das sichere Bezahlen. Zunächst geht das wie im realen Leben. Man füllt seinen Warenkorb und geht zur Kasse. Ob Paypal, Kreditkarte oder Abrechnung über das Handy: Im Online-Handel ist ein offenes Rennen um das führende Bezahlverfahren ausgebrochen. Generell gilt: Je mehr Arten des ePayments, electronic payment, angeboten werden, desto geringer ist die Abbruchquote des Einkaufs. Laut Analysen bricht jeder vierte Onlinekäufer den Kaufprozess ab, wenn die präferierte ePayment-Lösung nicht angeboten wird.

Mögliche ePayment Zahlarten sind:

 

•    Kreditkarten

•    Onlineüberweisung

•    Lastschrift/Rechnung

•    Bezahlen über mobile Endgeräte

•    Micropaymentaccounts oder

•    Wallets, elektronische Geldbörse zum Aufladen

Beliebte ePayment Lösungen: Sicherheit überzeugt

Die Kreditkarte als Payment war 2010 zum ersten Mal die beliebteste Zahlart in deutschen Online-Shops. 38 Prozent shoppten mit Ihrer Kreditkarte. In Zeiten von Datenschutz und Datenklau hat das Thema Sicherheit oberste Priorität. Vertrauenswürdige Versandhäuser bieten deshalb ein Verschlüsselungssystem für die Kartendaten an, z.B. SSL. Vor allem für kleine Anbieter lohnt sich die Akzeptanz der Kreditkartenzahlung. Damit wäre es möglich, auch für ausländische Kunden attraktiver zu sein, da in anderen Ländern die Kreditkarte eine weitaus größere Verbreitung hat als in Deutschland.

 

50 Prozent der Online-Shops bieten Paypal an, denn neun von zehn Käufern kennen den Bezahldienst. Paypal ist weltweit einsetzbar und garantiert einen sicheren Transfer. Auch das Bezahlsystem von Amazon Payments besitzt mittlerweile eine achtbare Reichweite: 14,5 Prozent der Händler bieten diese Lösung an. Mit „Bezahlen über Amazon“ können hundert Millionen Kunden weltweit, sicher und bequem auf Websites in ganz Deutschland einkaufen.

 

Mehr als 1 Million Nutzer vertrauen dem Shopping Center „gimahot“:  Das Geld wird  erst an den Verkäufer ausgezahlt, wenn der Käufer den Erhalt der Ware bestätigt. Doch die Händler stehen ebenfalls auf der sicheren Seite, da gimahot eine Zahlungsgarantie übernimmt. Die Bezahlung erfolgt auf ein  Zwischenkonto, so dass Händler ihre Ware erst versenden, wenn der Käufer schon gezahlt hat.

 

Händler, die mobile Shopper abholen möchten, sind beim Dienst Mpass gut aufgehoben. Dazu gibt der Käufer seine Handynummer und eine Mpass-PIN ein. Anschließend erhält der Nutzer eine SMS mit dem Namen des Händlers und dem Gesamtbetrag. Durch Antworten mit „Ja“ wird der Betrag per Lastschrift von dem Mobilfunkanbieter hinterlegt oder bei Angabe des Girokontos abgebucht. Das Risiko von Datendiebstahl wird minimiert, weil jede Transaktion einzeln über das Handy bestätigt wird.

 

Wallets versprechen der Trend im ePayment zu werden: Sogar Google führt mit seiner „Google Wallet“ ein elektronisches Handy-Bezahlsystem ein. Das Handy wird zum Portemonnaie. Mit der Wallet können Teilnehmer mit ihrem Smartphone an Terminals des PayPass Systems von Mastercard zahlen. Die App wird zur Sicherheit der Kunden mit einem PIN geschützt.

 

Die Zahlungssysteme sollen den Handel und das Online-Shopping einfacher und sicherer machen. Eine Garantie, dass der Webshop seriös ist und die eingekaufte Ware wirklich schickt, können sie nicht geben.

Vorteile von ePayment

Der Vorteil von ePayment lässt sich in einem Wort ausdrücken: Flexibilität. Als Kunde ist man beim Bezahlvorgang weder an einen Ort noch an ein bestimmtes Medium gebunden. Das beste Beispiel ist die Kreditkarte MasterCard: Nutzer können bei mehr als 25 Millionen Unternehmen aus über 210 Ländern bezahlen. Teure Geldwechsel entfallen und auch im eCommerce kann über weite Distanzen sicher bezahlt werden.

Für Online-Händler liegt der Vorteil in der automatisierten Abwicklung: Reduzierte Kosten der Zahlungsabwicklung und schneller, sicherer Zahlungseingang.

 

Die Nutzung von ePayment Lösungen nimmt immer weiter zu. Das Bezahlen soll für Kunden langfristig so komfortabel wie möglich gestaltet werden. Klassische Bezahlverfahren wie die gute, alte Direktüberweisung oder per Nachnahme werden stetig abnehmen, da sie mit zusätzlichem Aufwand und höheren Kosten verbunden sind. Moderne Bezahlverfahren wie „Paypal“, „Amazon Payments“ oder Mpass gehören mittlerweile zu den gängigen Zahlarten im Internet und sollten von jedem Shopbetreiber angeboten werden.