14.11.2017

Virtual Reality kommt inzwischen vermehrt in Krankenhäuser zum Einsatz und bringt beispielsweise Auszubildenden und Studenten auf anschauliche Weise neue Methoden und Techniken bei. Dadurch werden nicht nur Kosten gespart, sondern angehende Ärzte und Pflegekräfte können sich besser auf die Behandlung ihrer zukünftige Patienten vorbereiten.

Chirurgisches Training in der virtuellen Realität

Um die Anforderungen der chirurgische Grundversorgung in Zukunft decken zu können, muss die Belegschaft bis 2030 verdoppelt werden. Mit Hilfe von Virtual Reality könnten tausende Chirurgen in einer virtuellen Realität gleichzeitig ausgebildet werden. Komplexe Operationen oder auch ein einfacher Zahnarztbesuch können beispielsweise am virtuellen Patienten geübt werden. In Zukunft soll eine Plattform entstehen, die als virtuelles Büro fungiert, in das sich Ärzte von überall einloggen können, um Patientenfälle zu diskutieren. Innerhalb dieses virtuellen Büros erhalten die Ärzte dann Zugriff auf Krankenakten und weitere Informationen zum Patienten.

Nutzen für Patienten

Spezielle VR-Apps werden bereits zur Schmerzlinderung eingesetzt oder helfen in der Psychotherapie bei der Bewältigung von Phobien und Traumata. Auch Patienten, die einen längeren Aufenthalt im Krankenhaus haben, können von der VR-Technologie profitieren. Über VR-Headsets kann ihnen ein Ort, zum Beispiel das eigene Zuhause, gezeigt werden, welches den Wohlfühlfaktor steigert und dadurch die Krankenhausbehandlung angenehmer macht. 

Ausblick in die Zukunft

Virtuelle und erweiterte Realität schaffen neue Methoden im Gesundheitswesen, Training und in der Zusammenarbeit von Ärzten. VR wird die Arbeit der Mediziner leichter und effizienter gestalten und birgt auch für den Patienten ein großes Potenzial.