21.03.2018

Mehrere Anleger klagen gegen Facebook wegen Verstoßes gegen FirmenpolitikDer Börsenschock hat eine weitere Krise ausgelöst: Mehrere Aktionäre haben eine Klage gegen Facebook eingereicht. Das soziale Netzwerk habe „sachlich falsche und irreführende Aussagen“ zur Firmenpolitik gemacht, wie es in der am Dienstag eingereichten Klageschrift nach Berichten amerikanischer Medien heißt. 

Boykottaufrufe nehmen zu 

Zudem mehren sich populäre Stimmen, die zu einem Boykott des sozialen Netzwerks aufrufen. Der Milliardär Brian Acton schreibt auf Twitter: "It is time. #deletefacebook". Acton ist nicht irgendjemand - er ist durch Facebook reich geworden, weil er als Mitgründer von WhatsApp 2016 an der Verkaufssumme von 16 Milliarden US-Dollar partizipiert hat. Umso erstaunlicher, dass er jetzt so deutlich Kritik übt. Und damit ist er nicht allein: Der ehemalige Facebook-Expansions-Leiter Chamath Palihapitiya hat Ende 2017 bei einer Podiumsdiskussion mit Studenten gesagt, dass die Mechanismen von Facebook zu einer Spaltung der gesellschaftlichen Basis führten. 

Verstärkte Regulierungen als Ausweg?

Seit geraumer Zeit wird ein Diskurs über die enorme Marktmacht der großen Tech-Konzerne geführt. Auch eine Zerschlagung steht dabei immer wieder im Raum. Aus dem US-Kongress dringt jetzt der Ruf nach stärkeren Regulierungen. So twittert beispielsweise die Senatorin Amy Klobuchar: “Es ist klar, dass diese Plattformen sich nicht selbst überwachen können”.