12.09.2011

Mobile Endgeräte mit Kamerafunktion gehören zum Alltag. Smartphones und Tablet-PCs sind auf dem besten Weg endgültig den stationären PC in der Nutzungshäufigkeit zu überholen. Beste Voraussetzung für den zweidimensionalen Strichcode, den QR-Code.

 

QR steht für “quick response” und bedeutet so viel wie “schnelle Antwort”. Die zweidimensionalen Barcodes wurden bereits 1994 von einem Toyota-Zulieferer entwickelt, um die Logistik zu vereinfachen. Heutzutage verwandeln Apps den QR-Code in lesbare Botschaften.

QR-Code Nutzung um ein Vielfaches gestiegen

Nach einer ComScore Studie scannten im Juni 2011 9,8 Prozent aller europäischen Smartphonebesitzer einen QR-Code. Der Boom aus den USA ist nicht aufzuhalten: 6,2 Prozent aller US-Nutzer mit einem mobilen Endgerät scannten allein im Juni einen Barcode. Das entspricht 14 Millionen Verbrauchern. Auf den ersten drei Plätzen der Top 10 QR-Code-Nationen liegen die USA, Deutschland und Großbritannien. Das stärkste Wachstum wird für Australien, Deutschland und die USA erwartet.

Nutzerschaft: Jung, männlich, printorientiert

Rund 60 Prozent der Scanner sind männlich. Die stärkste Altersgruppe belegen mit 53 Prozent die 18 bis 34 Jährigen. Gescannt wird  hauptsächlich von iPhones (68 Prozent). In Europa wird vorwiegend von zuhause gescannt. Auf der Arbeit scannen 22,6 Prozent, von unterwegs 20 Prozent und in Geschäften 18 Prozent. Die beliebteste Quelle für QR-Codes ist das Printmagazin. Ca. 50 Prozent der Nutzer stoßen beim Blättern auf die Codes. Rang Zwei belegt die Produktverpackung mit 35 Prozent.

Präsentation QR-Codes Nutzerzahlen herunterladen.

Vielfältige Welt der Informationsvermittlung

QR-Codes findet man überall: In Zeitschriften, auf Visitenkarten, Plakatwänden oder T-Shirts. Oberfläche und Größe sind keine Grenzen gesetzt. 2D Codes auf Geschenkpapier sind genauso realisierbar, wie QR-Map Routenplaner oder QR-Codes auf Keksen. Eine vielfältige Welt der Informationsvermittlung eröffnet sich für Konsumenten, sobald diese den Code via Smartphone einscannen. Sie lesen Texte, landen auf Landingpages, erleben Videos, hören Musik und mehr. Sogar Überweisungen via Smartphone sind über einen QR-Code möglich. Dabei erreichen die Unternehmen eine Vielzahl an Nutzern. Kostenlose QR-Code-Reader und Applikations für Smartphones fördern eine schnelle Verbreitung und eine breite Erreichbarkeit der Zielgruppen.

Tesco Home Plus macht es vor

Wie erreicht man eine Steigerung von 130 Prozent der Online-Verkäufe? Der südkoreanische Filiale „Home Plus“ des Einzelhändlers Tesco PLC ist dies durch den Einsatz einer innovativen QR-Code-Kampagne gelungen: In U-Bahnstationen hat Tesco eine Reihe von Plakaten als “Virtuelle Geschäfte” installiert. Alle Produkte, die die Kunden aus einem „Home Plus“ Geschäft kannten, waren mit einem integrierten QR-Code abgebildet: Nach dem Einscannen mit einem Smartphone wurden die gewünschten Lebensmittel direkt in einem virtuellen Warenkorb transferiert.