17.04.2013

Viele neue Technologien des E-Commerce drängen in den stationären Handel. Mobile-Payment, digitale Lounges, eCouponing oder das stationäre Shoppen von digitalen Gütern sind längst Realität. In der aktuellen Studie „Future Store 3.0 - Fashion Shopping im Jahr 2020” beurteilen Experten die wichtigsten Entwicklungen hinsichtlich ihrer zukünftigen Umsetzung. Hier erfahren Sie alles über die wichtigsten Ergebnisse.

Auf Grundlage eines Projekts der Hochschule der Medien in Stuttgart, ist in diesem Jahr die Studie „Future Store 3.0 - Fashion Shopping im Jahr 2020” erschienen. Die Expertenstudie behandelt den Einfluss der Technologietreiber aus den Bereichen Social, Local und Mobile, auf den zukünftigen stationären Handel.

Dargestellt wird in der Trendstudie unter anderem was zukünftig aus Sicht der Kunden bzw. der Verkäufer passiert und was sich im stationären Handel, aufgrund der technologischen Entwicklungen, verändern wird. Insgesamt wurden elf Kategorien durch die Studie abgebildet und dessen Entwicklungpotential eingeschätzt.

 

Allgemeine Trendentwicklung

Bis zum Jahr 2020 wird, laut Ergebnissen der Studie, die Individualisierung im stationären Handel weiter zunehmen. Knapp 85 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass eine Production-to-One-Economy für den Premium-Bereich realisiert wird.

 

Omni-Channeling

86 Prozent der befragten Experten halten den ortsunabhängigen Einkauf von Gütern im Mittelfeld-Segment für vorstellbar. Instant Delivery und die Möglichkeit, sich Ware liefern zu lassen, werden sich sowohl im Online- als auch im Offline-Geschäft weiter durchsetzen.

 

Mobile Trends

Zum Mittelpunkt mobiler Trends, gehört unter anderem die vorschreitende Angleichung und Ergänzung  zwischen Online- und Offline-Angebot der Händler. 79 Prozent der Experten gehen von einer zunehmenden Verschmelzung realer Produkte mit digitalen Inhalten aus.

 

Social Shopping

Jeder Zweite Befragte der Studie hält es für möglich, dass im Mittelfeldbereich des stationären Handels zunehmend mehr Umsatz durch Person-to-Person-Economy generiert wird. Der Kunde wirbt über soziale Netzwerke selbst für Produkte, ohne auf externe Empfehlungen zurückgreifen zu müssen.

 

Schaufenster

Transparente Touchscreens und weitere innovative Technologien werden in Zukunft auch den bekannten Stadtbummel verändern. Für 71 Prozent sind neben Kreativität auch weitreichende Aktions- und Interaktionsmöglichkeiten Erfolgsgarant für die Konzeption von Schaufenstern.

 

Shop-Design

Das Shop-Design soll demnächst zu noch längerer Verweildauer einladen. Der Modehandel im Premium-Segment wird sich nach Ansicht von 90 Prozent aller Experten zum reinen Showroom verwandeln. Dabei werden vor allem multimediale Inhalte und die Verbindung von neuen Technologien eingesetzt.

 

Umkleidekabine

Zum Shop-Design gehört auch die Anprobe. Die Befragten der Studie sind sich einig, dass bis 2020 auch hier einiges ändern wird. Beispielsweise halten 60 Prozent der Teilnehmer digitale Spiegelkonzeptionen in den Umkleidekabinen für realistisch.

 

Human Resources

Personalintentsive Bereiche wie das Discountgeschäft werden zunehmend durch digitale Technologien unterstützt. Hier geht jeder zweite Experte von einem Rückgang des klassischen Verkäufers zugunsten von Smartphone und Tablets aus.

 

Bezahlsysteme

Neben Design und Personal, wird es auch im Bereich der Bezahlsysteme deutliche Veränderungen geben. Der Großteil der Experten (75 Prozent) geht davon aus, dass im Mittelsegment das Smartphone demnächst zum wichtigsten Zahlungsmittel wird.

 

Consumer Tracking / CRM

Auch beim Consumer Tracking wird das Smartphone in Zukunft die wohl größte Rolle spielen. In allen Preissegmenten prognostizieren die Experten den Ersatz der Kundenkarte durch ein digitales Penadant.