12.06.2015

Im Mobile Marketing gibt es eine Vielzahl von standortbasierten Strategien für die Kundenansprache. Der Trend geht zum Geoconquesting, bei dem der Mobile-User gezielt von der Konkurrenz angesprochen wird, wenn er sich gerade im oder vor einem anderen Geschäft befindet. Mit Anreizen und Rabatten können Händler so Kunden abwerben und nachhaltig für sich gewinnen.

Geoconquesting ist eine Form des Targetings, ähnlich wie Geofencing. Allerdings erhält der Kunde hierbei nicht die Werbung des eigenen Unternehmens, sondern gezielt die Werbung des Konkurrenten. Ein Lidl-Kunde, der gerade Einkäufe erledigt, empfängt beispielsweise Angebote von REWE auf seinem Smartphone.

Diese neue Form des Targetings bietet sich vor allem für den Handel an. Retailer wie Megastores, Elektrofachmärkte oder Warenhäuser können ihre Produkte automatisch an einen weiten Kundenkreis bringen. Auch in der Gastronomie, bei Finanzdienstleistern, Travelunternehmen, Telekommunikationsanbietern oder sogar Tankstellen kann Geoconquesting eingesetzt werden.

Welcher Content für das Geoconquesting geeignet ist

Angebote, bei denen die Kaufentscheidung klar auf der Hand liegt, eignen sich am besten für eine Geoconquesting-Kampagne. Produktangebote sollten eine kurze Beschreibung beinhalten, damit der Kunde nicht von einer umfangreichen Recherche abgelenkt wird. Auch eine Wegbeschreibung zu Ihrem Geschäft kann hilfreich sein, denn der Kunde soll sich nach kurzem Betrachten der Push-Nachricht direkt entscheiden können.

Best Practice: Täglicher Mittagstisch von Outback Steakhouse

Ein eindeutiges und kurzes Angebot kann zum Beispiel das Lunch-Angebot für den Mittagstisch sein. Die US-Restaurantkette Outback Steakhouse setzt seit längerer Zeit auf Geoconquesting und kann innerhalb einer Reichweite von circa 15 Kilometern Lunch-Angebote schalten. Bei unentschlossenen Gästen konnte das Unternehmen punkten und gewann so viele neue Stammgäste. Die Conversion-Rate erhöhte sich nach der Schaltung der Kampagne um ganze 11 Prozent.  

Sechs Eckpunkte einer erfolgreichen Geoconquesting-Taktik:

  • Das Hauptziel im Blick behalten: Es gilt, möglichst viele Kunden in das Geschäft zu locken, um eine Umsatzsteigerung zu bewirken
  • Mit dem Targeting-Radius experimentieren: Die Reichweite kann auch über einige Kilometer variieren und auf diese Weise mehr Kunden erreichen
  • Mit Zusatzangeboten Anreize schaffen: Durch ein limitiertes Angebot, einen Rabatt oder eine direkte Wegbeschreibung gelangen Kunden oftmals schneller zu einer konkreten Kaufentscheidung als ohne zusätzliche Informationen
  • Die Kreation an die Situation anpassen: Je nach Ort, Zeit und Umgebung kann sich das Angebot unterscheiden. Eine sommerliche Botschaft lohnt sich zum Beispiel für Outdoor-Aktionen, die den Kunden mit einbinden
  • Die Prozesse einfach halten: Jeder Klick zu viel kostet Kundschaft, daher sollten Angebote eindeutig und klar strukturiert sein und nicht mehr als zwei weiterführende Links beinhalten
  • Die Datenbanken fortlaufend ergänzen: Jede zusätzliche Information hilft die Kampagne sowie den Ausspielungsort gezielter zu erfassen. Durch Analysen aus den Kundendaten können Sie deren Erwartungen direkt in der Kampagne bedienen

Sensibilisierung für Geoconquesting-Kampagnen

Beim Geoconquesting hängt die Conversion vor allem mit der Bereitschaft des Kunden zum Kauf zusammen. Eine klare Kampagne erleichtert daher die aktive Bereitschaft, auf das Mobile Device zuzugreifen und das Angebot zu nutzen. Auch per App kann diese Form des Targetings umgesetzt werden.

Geoconquesting mit TWT

Wir entwickeln für Sie gerne ein maßgeschneidertes Produkt, wie zum Beispiel eine Mobile Apps, und erstellen zusätzlich eine passende Online Marketing-Strategie, mit der Sie Ihre Kunden zur richtigen Zeit mit dem richtigen Angebot ansprechen. Lassen Sie sich persönlich von einem TWT Experten beraten.


(Quelle: acquisa.de 03/2015)