07.04.2014

AdWords Anzeigenerweiterungen sind eine Ergänzung für die klassischen Textanzeigen. Zusätzliche Elemente wie Telefonnummern oder Produkthinweise optimieren die Anzeigen und geben so mehr Anreize zum Klick. Wie Sie über die Zusatzinformationen zu Ihrem Unternehmen Ihre Produkte mit Google verkaufen, erfahren Sie im Folgenden.

Google Shopping: Effektiv und kostengünstig zugleich

Google Shopping ist eine einfache und effektive Methode, um die eigenen Produkte zu bewerben. Die Funktion ist zwar nicht mehr kostenfrei, doch weiterhin bei wohl jedem Händler gern gesehen. Online-Händler können sich eintragen lassen und erscheinen mit ihren Produkten bei relevanten Suchanfragen. Abgerechnet wird pro Klick der Nutzer, die das Produkt innerhalb der Suchanfrage angeschaut haben. Innerhalb der Google Shopping-Funktion spielen die sogenannten Product Listing Ads eine entscheidende Rolle.

Die Product Listing Ads (PLA) sind die Shopping-Ergebnisse, die erscheinen, wenn nach einem konkreten Produkt oder nach einer Marke gesucht wird. Zu sehen sind die Ads rechts neben den oder innerhalb der Suchergebnisse. Der Nutzer sieht ein Produktbild, den Namen des Artikels sowie den Namen des Händlers. Der Produktname fungiert parallel als Link zum Online-Shop.

Woher zieht sich Google diese Informationen? Aus dem Product Data Feed, der von den Händlern selbst gespeist wird. Jeder Shop-Betreiber, der sich für Google Shopping entscheidet, füllt eine Liste mit Produkten aus, die je nach Suchanfrage erscheinen sollen. Diese Daten werden im Nachgang in das Google Merchant Center geschickt. Folgende Daten werden abgefragt:

 

  • Produktname (Marke, Serie etc.)
  • Beschreibung des Produkts
  • Preis inklusive Mehrwertsteuer
  • Verfügbarkeit
  • Produktbild

Für Händler ist es unabdingbar, die Daten stets aktuell zu halten. Das verlangt nicht nur Google von Ihnen, sondern auch Ihr potenzieller Kunde. Nutzer, die über eine Product List Ad in Ihren Shop gelangt sind, erwarten korrekte Informationen zu dem Produkt, das sie bei Google Shopping gefunden haben. Wenn dies nicht der Fall ist, riskieren Sie, Kunden zu verlieren.

Die Statistiken aus 2013 sprechen für sich: Im vierten Quartal stiegen die Investitionen um 71 Prozent im Quartalsvergleich. Im Vergleich zum Vorjahr konnte ein Anstieg von satten 164,8 Prozent verzeichnet werden.

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Die weiteren wichtigen Anzeigenerweiterungen finden Sie hier im Überblick:

 

1. Sitelink-Erweiterung

Diese Funktion ermöglicht es, verschiedene relevante Inhalte auf Unterseiten der eigenen Website zu verlinken. Bis zu sechs Sitelinks können pro Anzeige ausgespielt werden. Achtung: Es dürfen nicht mehrere Links auf dieselbe Site führen! Die Länge der Sitelinks ist auf 25 Zeichen begrenzt. Darüber hinaus muss der Link genau und klar sein. Was heißt das für Sie? Der Linktext muss sich direkt auf den Inhalt der Zielseite Ihrer Anzeige beziehen. Achten Sie stets darauf, dass Nutzer verstehen können, welche Art von Produkt oder Dienstleistung sie auf der beworbenen Website finden werden.

 

2. Standorterweiterung

Die lokale Funktion wird ausgespielt, wenn Nutzer in der Nähe des Firmenstandorts eine Suche starten. Die Firmen-Adresse wird in diesem Zuge angezeigt, die sich per Klick in Google Maps direkt öffnen lässt. Die Standorterweiterung eignet sich ideal für Restaurants und lokale Geschäfte. So lassen sich gezielt potenzielle Kunden in Ihrer Region ansprechen. Mit Google Places für Unternehmen können Sie unter anderem Ihre Geschäftsstandorte einfach in AdWords integieren.

 

3. Anruferweiterung

Nutzer können durch diese Erweiterung direkt vom Smartphone oder über einen Click to Call Button via Desktop die Unternehmenstelefonnummer in der Anzeige wählen. Laut Google nutzen 70 Prozent der mobilen User diese Funktion, nachdem sie eine Suchanfrage gestartet haben. Zusätzlich erhalten Sie detaillierte Berichte zu Anrufen, die über Ihre Anzeige ausgeführt werden. Klickt der potenzielle Kunde auf die Telefonnummer, wird derselbe Betrag abgerechnet wie für einen Klick auf die Anzeige.

 

4. Verkäuferbewertung

Stärken Sie das Vertrauen in Ihre Marke! Google zieht aus diversen Portalen wie Trusted Shops oder Google Zertifizierte Händler Bewertungen heran. Der Durchschnitt der Bewertungen wird in Form von Sternen in der AdWords-Anzeige integriert. Die Informationen unterstützen potenzielle Kunden in Ihrer Kaufentscheidung. Sie als Händler generieren mehr Leads mithilfe der Verkäuferbewertungen und steigern die Anzeigenleistung signifikant.

 

5. App Erweiterung

Ihre eigene App können Sie durch diese Erweiterung direkt in AdWords bewerben. Ein Vorschaubild der Applikation und der Preis werden den Kunden angezeigt. Voraussetzung: Die App muss vorab im iTunes App Store oder auf Google Play veröffentlicht worden sein. Zusätzlich können Sie einen Tiefenlink zu einer bestimmten Seite innerhalb Ihrer App erstellen.

 

6. Bewertungserweiterung

Nutzen Sie Bewertungen von Drittanbietern für sich und integrieren Sie sie in Ihre AdWords-Anzeige. Bewertungen aus anerkannten Branchenblogs steigern die Klickrate enorm. Doch letzendlich entscheidet Google an dieser Stelle, welche Bewertungen für die Anzeige freigeschaltet werden und welche nicht.

 

7. Google Plus Profil

Verknüpfen Sie Ihre AdWords-Kampagne mit Google Plus. Das entspricht einem zusätzlichen positivem Social Signal. Die Verknüpfung zahlt sowohl auf Ihr Suchmaschinenmarketing (SEO) als auch auf die Suchmaschinenwerbung (SEA) ein. Beachten Sie jedoch, dass die Verknüpfung erst ab einer Follower-Zahl von 1000 möglich ist.

 

Das sollten Sie bei AdWords-Kampagnen vermeiden

Einmal einrichten und der Erfolg kommt von selbst? So laufen AdWords-Kampagnen nicht. Die Konkurrenz schläft nie und es muss ständig auf neue Marktgegebenheiten eingegangen werden. Die Anzeigen sind ein komplexes Unterfangen und können nicht “nebenher” betrieben werden. Ein weiterer Fehler ist nicht zu messen. Was nützt Ihnen eine Kampagne, wenn Sie die Conversion nicht tracken? Verbinden Sie idealerweise Google Analytics mit Google AdWords. Professionelle Dienstleister wie TWT unterstützen Sie bei der Einrichtung des Trackings.

Testen ist das A und O bei AdWords-Kampagnen. Richten Sie A/B-Tests ein und lassen verschiedene Anzeigenvariationen gegeneinander laufen. Ziehen Sie Rückschlüsse wie sich eine Änderung auf die Performance auswirkt.

 

Fazit: Bleiben Sie am Ball

Zusätzlich zu den oben genannten Erweiterungen testet Google stets neue Möglichkeiten, um AdWords-Anzeigen zu optimieren. Beispielsweise bietet der Konzern in einem Beta an, die Website-Suche in die AdWords-Anzeige zu integrieren. Nutzer werden so zielgerichtet auf das von ihm gewünschte Produkt aufmerksam gemacht. Wann Neuerungen auf den Markt kommen, gibt Google in der Regel recht kurzfristig bekannt. Daher sollten AdWords-Kunden stets am Ball bleiben und sich über die Änderungen informieren. Wir unterstützen Sie gern dabei! Sprechen Sie uns hier an.