26.05.2021

Wir alle wissen, wie frustrierend es sein kann, schnell bestimmte Informationen aufrufen zu wollen, sich aber dabei mit einer nicht optimalen Page Experience konfrontiert zu sehen. Das für Juni 2021 geplante Core Web Vitals-Update von Google ist in vielerlei Hinsicht eine Reaktion auf Websites, die die Erwartungen der Nutzer*innen nicht erfüllen und eine klare Botschaft an Website-Betreiber*innen: Den oder die User*in nicht an die erste Stelle zu stellen, kann sich demnach bald negativ auf die Suchmaschinenplatzierung auswirken.

Google Core Web Vitals: Die Performance entscheidet

Die Core Web Vitals sind eine Serie nutzerzentrierter Metriken, welche Aspekte wie die Ladezeit, visuelle Stabilität von Website-Inhalten und Interaktivität messen. Für Google ist dies besonders relevant, um daraus wichtige Informationen einer stabilen und sicheren User Experience abzuleiten. Beispielsweise soll dadurch verhindert werden, dass die Seitenbesucher*innen ungewollt auf einen Website-Bereich klickt. Dies kann vorkommen durch eine plötzliche Inhalts-Verschiebung, dem Erscheinen eines On-Page-Pop-Ups oder auch bei längerer Ladezeit eines bestimmten Seiten-Elements. 

Die relevantesten neuen Metriken

In der Praxis darf ein komplettes Bild der Metriken und Unter-Metriken nicht außer Acht gelassen werden. 

Für den Anfang reichen jedoch zunächst die folgenden drei Komponenten, welche mit "Gut", "Verbesserungsbedürftig" oder "Schlecht" in der Google Search Console bewertet werden: 

Largest Contentful Paint (LCP):

Diese Metrik misst die Ladezeit des jeweils größten Bildes, Hintergrundbildes (über die URL-Funktion), Block-Level-HTML-Elemente, Videos oder den größten Text-Block im sichtbaren Bereich des Browserfensters ab Beginn des Ladevorgangs. 

First Input Delay (FID):

Dies bezeichnet die Zeitspanne zwischen dem Moment, an dem ein/e User*in beginnt, mit einer Website zu interagieren (beispielsweise durch Klick auf einen Link) und dem Augenblick, an dem die aufgerufene Website effektiv auf die Eingabe reagiert. 

Cumulative Layout Shift (CLS):

Misst die Summe aller Layout-Verschiebungen. Ein bekanntes Beispiel aus dem E-Commerce: Der oder die Nutzer*in möchte auf den Warenkorb-Button klicken, jedoch befindet sich die Website nach wie vor im Lade-Modus und der Button verschiebt sich in eine bestimmte Richtung. 

Lohnt sich eine Optimierung?

Definitiv! Die Optimierung der Core Web Vitals ist unumgänglich und sollte bis zum geplanten Update umgesetzt werden. Damit einher geht ein langfristiges und kontinuierliches Monitoring und eine Analyse der Daten.

Die Voraussetzung: Ein gutes Fundament aus technischem SEO und hochwertigem Content. Denn wenn der Inhalt nicht stimmig ist, hilft auch die user-freundlichste Website nichts. 

TWT Experte Timm Kovermann (UX Designer und SEO Consultant) rät:

Websites müssen den Erwartungen ihrer Nutzer*innen gerecht werden. Ein entscheidender Berührungspunkt mit einer Marke ist der erste Seitenaufruf der Website. Nur die Top Drei Prozent aller Websites bewegen sich aktuell im grünen Bereich der Core Web Vitals. Daher besteht hier großes Verbesserungspotenzial und schlussendlich die Möglichkeit, einen signifikanten Wettbewerbsvorteil zu generieren.” 

Fazit

Die Mehrheit der deutschen Websitebetreiber sind Stand Mai 2021 nicht für die Anforderungen der Core Web Vitals gewappnet. Dabei gilt es, sich unmittelbar damit auseinanderzusetzen, um Vorteile gegenüber dem Wettbewerber nicht auf’s Spiel zu setzen.

Sie wissen nicht, wo Sie anfangen sollen? TWT unterstützt Sie und Ihr Team bei der Performance Ihrer Website. Unsere Expert*innen verstehen nicht nur Core Web Vitals, sondern das gesamte Spektrum der Suche