31.01.2013

Laut einer Ankündigung im offiziellen Google-Blog, aktualisiert die Suchmaschine in den kommenden Tagen ihre Bildersuche. Bislang öffnete sich per Klick auf ein Thumbnail-Vorschaubild die dahinterliegende Website, auf der das Bild eingebunden ist. Durch die neue Google Bildersuche werden die Visuals bereits in voller Größer innerhalb der Suchmaschine angezeigt. Google legt dabei einen gesteigerten Wert auf die User-Experience. Nutzer können nun schneller und gezielter die meist große Menge an Bildern direkt innerhalb Googles durchforsten. Was Sie zum neuen Layout wissen müssen, lesen Sie hier.

Die neue Bildersuche zeigt große Bilder, unabhängig von der Ursprungs-Website. Zu den Informationen, die neben dem Foto angezeigt werden gehören: Bildgröße, Name und Adresse der Internetseite, auf der das Bild zu finden ist. Diese Meta-Daten werden zukünftig in den Suchergebnissen erscheinen. Dazu zählen auch Datum, Aufnahmeort und Tags. Vor allem auf das Ausfüllen der Tags sollten Website-Betreiber achten, um optimal aufgefunden zu werden. Die Geschwindigkeit der Bildersuche erhöht sich ebenfalls, da die Bilddateien nicht mehr im Hintergrund der Quellseite geladen werden.

Neues Design nicht ohne Kritik

In Deutschland kritisieren bereits jetzt SEO-Verantwortliche das neue Design und verweisen auf das Urheberrecht. Denn hierzulande darf nur der Urheber eines Bildes entscheiden, wie sein Foto genutzt wird. Doch Google lenkt ein. Sprecher Kay Oberbeck erklärt: „Um unterschiedlichen nationalen Gegebenheiten gerecht zu werden, werden dabei auch Anpassungen vorgenommen.” Bei den bisherigen kleinen Vorschaubildern gab es keine rechtlichen Probleme. 2010 entschied der Bundesgerichtshof, dass Thumbnails zu einer Suchmaschine dazugehören. Ob sich diese Regelung auf die große Ansicht der Bilder übertragen lässt, ist noch nicht geklärt. Google verweist währenddessen auf gewisse Vorzüge für Webseiten-Betreiber.

 

Alle Vorzüge im Überblick

Das neue Design mache deutlicher als vorher, woher das Bild stammt. Außerdem führen nun vier Links statt bisher zwei auf die Originalseite. Google verlinkt bald auf die Bilddatei selbst, die konkrete Site, die Haupt-Internetseite der Bildquelle und eine Übersicht mit Daten zum Foto. Dadurch sollen mehr User auf die Internetauftritte mit den gefundenen Bildern aufmerksam werden. Der deutlich gesteigerte Traffic kann die Befürchtungen der Webseiten-Betreiber zerstreuen. Websites, die nicht möchten, dass ihre Bilder bei Google gefunden werden, müssen der Suchmaschine darüber Bescheid geben. Das heißt Betreiber behalten stets die Entscheidungsmacht über ihr visuelles Material. Doch vor allem Websites, die sich über Werbung finanzieren, erhalten mit dem neuen Google Layout einen weiteren Anreiz. Zusammenfassend kann man sagen:

  • Metadaten werden zusätzlich zu den Bildern angezeigt, anstatt eine extra Landingpage dafür zu verwenden
  • Informationen zum Bild werden prominent neben dem Bild aufgelistet
  • Der Domainname lässt sich anklicken

Wann die neue Bildersuche in Deutschland startet ist noch nicht bekannt. Zunächst wird sie in den USA erscheinen.