09.11.2015

 

OpenStreetMap: Eine offene Weltkarte

OpenStreetMap (OSM) ist 2004 auf dem britischen Markt erschienen und stellt eine freie Wiki-Weltkarte dar. Der Kartendienst ist vor allem aus einem Grund entstanden: Die britischen Nutzer waren mit ihrer Kartographiebehörde Ordnance Survey unzufrieden und starteten kurzerhand ihren eigenen Kartendienst. Die GPS-Daten werden von Freiwilligen gesammelt und stehen jedem Nutzer frei zur Verfügung. Der Dienst verfolgt das Prinzip von Wikipedia, so dass andere User eventuelle Fehler innerhalb der Karte korrigieren können. Die einfache Handhabung begeistert derzeit 2,2 Millionen registrierte Nutzer.

Dieser Crowdsourcing-Ansatz wurde von Google adaptiert, um die Benutzererfahrung seines Kartendienstes zu verbessern. 2008 erschien daher der Google Map Marker, der einen ähnlichen Ansatz wie OpenStreetMap verfolgt. Die große Community macht freie Wiki-Dienste wie OpenStreetMap so einzigartig. Tausende von Menschen arbeiten an der Aktualisierung einer Karte, die das Leben von Nutzern auf der ganzen Welt bereichert.

Jedoch bringt die offene Weltkarte auch Nachteile mit sich. Vor allem kleinere oder abgeschiedenere Orte sind oftmals nicht gut abgedeckt, da in diesen Regionen nicht genug “Mapper” vorhanden sind. Das macht den Service lückenhaft.

Für Anfahrtsskizzen und Stadtpläne kann OSM auch von Unternehmen genutzt werden. Die Stadt Hamburg nutzt den Service zum Beispiel für einen freien Stadtplan und lässt Nutzer die Karte mitbearbeiten und weiterverbreiten. Dies bedingt natürlich auch, dass Institutionen und Unternehmen keine Kontrolle über ihr Kartenmaterial haben und dies durch die User verändert wird.

Google Maps: Visualisieren. Koordinieren. Aktivieren

Google Maps gilt als die Nummer 1 unter den Kartendiensten. Die übersichtliche und vertraute Darstellung, die Routen für Fußgänger, Auto- und Fahrradfahrer sowie öffentliche Verkehrsmittel machen den Google Service so beliebt. Der klare Vorteil von Google Maps: Der Dienst bietet sich auch ideal für den Unternehmenseinsatz für Internet- und Intranet-Seiten an. Die Google Maps API for Work ist eine auf die Anforderungen von Unternehmen zugeschnittene Sammlung von APIs (Programmier Schnittstellen), mit denen Daten als Overlay in eine benutzerdefinierte Google-Karte eingefügt werden. Die Kartenplattform von Google lässt attraktive Anwendungen und Apps mit Satellitenbildern, ein großer Unterschied zu OpenStreetMap, entstehen. Dazu gehören Routenplaner, Analysefunktionen und eine umfangreiche Datenbank mit Ortsangaben. Über ein Analysetool können Unternehmen sehen, wie Nutzer mit ihren Karten interagieren. Mit über 800.000 Websites, welche die Google Maps API verwenden, und mehr als 250 Millionen aktiven Nutzern mit Mobilgeräten ist Google Maps der meistgenutzte Online-Kartendienst der Welt.

Doch nicht nur das: Google Maps bereichert auch zahlreiche Unternehmen in ihrer täglichen Kundeninteraktion. Die Cases sind so vielfältig wie die Innovationen aus dem Hause Google. Geschäftsgüter und Mitarbeiter lassen sich zum Beispiel in Echtzeit auf einer Karte darstellen und ermöglichen einen optimalen Ressourceneinsatz. Wie dies gelingt, zeigt DHL.

Fazit

OpenStreetMap eignet sich vor allem für den privaten Gebrauch und ist interaktiv ausgelegt. Google Maps überzeugt durch die vertraute und benutzerfreundliche Maske und ist, wie das Beispiel von DHL zeigt, ideal für die visuelle Darstellung von Unternehmensdaten. Einen übersichtlichen Vergleich sehen Sie in der folgenden Grafik.

Unsere Experten der TWT Business Solutions beraten Sie gerne zu Ihrem Geo-Einsatz. Stärken auch Sie Ihre Kundenbeziehungen und Ihr Business Intelligence mit dem hochwertigen Kartenmaterialien von Google Maps for Work.

(Bildquelle: DHL/Google, OpenStreetMap)